WolveSpirit

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Die Hardrocker WolveSpirit wollen „Die Welt verändern“

WolveSpirit leben und atmen Musik – im wahrsten Sinne des Wortes. Seit zehn Jahren lebt die Würzburger Band gemeinsam auf ihrem eigenen Grundstück, ihre Tage drehen sich ganz um ihre Kunst und Unabhängigkeit. Das spürt man auch in ihrer Arbeit: Selten klang Hardrock so stimmig in Sound, Komposition und Emotion.

„Change The World“ wird das neue Studioalbum von WolveSpirit heißen. Darauf finden sich straighte Rocker und klassisches Hardrock-Material, mit cleveren und kraftvollen Blues-Einflüssen sowie sorgfältig austarierten Country-Einlagen. Genau wie Blues Pills, Kadavar, Graveyard oder andere Vertreter der jüngsten Generation des Rock ’n‘ Roll erforschen WolveSpirit eifrig die bunte Geschichte der Rockmusik und destillieren sie in ihren eigenen Sound.

„Wir wussten nicht, was auf die Welt zukommt.“

Als die Band die Songs für ihr sechstes Werk schrieb, ahnte sie allerdings nicht, wie sehr der Albumtitel nach einem schwierigen Jahr 2020 die Wünsche aller Beteiligten treffen würde. „Ich schwöre, wir wussten damals nicht, was auf die Welt zukommt“, lacht Sängerin Debbie Craft. „Trotzdem geht es auf dem ganzen Album um Veränderung. Die Texte sind größtenteils von mir, sie handeln davon, dass wir als Menschen endlich Frieden miteinander schließen sollten, weil wir sonst den Planeten zerstören. Die Menschen müssen jetzt aufwachen und all dem Hass und den Kriegen ein Ende setzen. Toleranz ist der Schlüssel. Miteinander, nicht gegeneinander. Es geht um Transformation. Wir missbrauchen den Planeten, wir missbrauchen die Tiere. Das sind Tatsachen. Wir müssen damit aufhören. Und wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren.“

Die bayerische Gruppe klingt so frisch und lebendig wie eh und je und beweist einmal mehr ihr feines Gespür für das Schreiben und Arrangieren von Songs sowie für die Entfesselung der grundlegenden Kraft ihrer Musik. Was raus will, kommt raus – wie es sich für echten, unverfälschten Rock gehört.

Ein legendärer Ort der Produktion

Diese Authentizität spiegelt sich auch im Sound wider, denn das Album wurde in den Southern Ground Studios Nashville produziert. Die geschichtsträchtige Plattenfabrik wird aus gutem Grund verehrt: Größen wie die Foo Fighters, Eric Clapton, die Allman Brothers Band, die Smashing Pumpkins, Willie Nelson, Rival Sons und Jerry Lee Lewis haben in den heiligen Hallen legendäres Material aufgenommen. Und heilig sind sie auch – der High-End-Studiokomplex ist in einem alten Kirchengebäude untergebracht. Das Ergebnis: ein Sound vom Feinsten, sei es der Opener „Don’t You Know“ oder „Hells Bells Are Ringing“, Klassiker wie „Drown You Down“ oder der balladeske Höhepunkt „Fallen“.

„Eigentlich wollten wir 2020 ein weiteres Album in Nashville aufnehmen, aber das hat offensichtlich nicht geklappt“, berichtet Deborah. „Außerdem hatten wir unzählige Live-Shows geplant. Diese wurden abgesagt, genau wie bei allen anderen auch. Als Band haben wir uns sofort gefragt, was wir als nächstes tun könnten. Wir wollten natürlich nicht einfach auf Pause drücken, also haben wir uns stärker in den Medien engagiert. Wir nutzen Facebook und YouTube, machen Livestreams und stecken unsere ganze Energie in digitale Inhalte und in das Songwriting.“ Wie Keyboarder Oliver Wolfhart erklärt, wird dies auch ihr Weg in die Zukunft sein: „Wir haben unser Studio vergrößert und in Video-Equipment investiert, damit wir professionellere Clips veröffentlichen können.“

Das Studio befindet sich in der WolveSpirit-Zentrale in Würzburg, die aus zwei Geschäftshäusern und einem Wohnhaus besteht. Hier kann sich die Gruppe austoben, Debbie widmet sich in einem eigenen Atelier ihren Bildern. Das Ziel: Unabhängigkeit, Gemeinschaft und genügend Zeit für Kreativität. „Ich muss unseren Komplex fast nie verlassen“, erklärt Oliver. „So können wir uns ganz auf die Musik konzentrieren.“

Von der Hammondorgel bis heute: WolveSpirit orientieren sich an den „Rock’s finest“

Wenn die Band die heimischen Gefilde verlässt, dann für ein Leben „on the road“. So reisten WolveSpirit 2014 und 2015 mit der Band Uriah Heep durch Europa, gefolgt von zahlreichen ausgedehnten Touren durch Deutschland. Sängerin Debbie kennt diesen rastlosen Lebensstil: „Ich bin eine typische amerikanische Armee-Göre“, sagt sie. „Mein Vater war teils in diesem Land, teils in den USA stationiert. Während eines meiner Aufenthalte in Deutschland begann ich nach Musikern zu suchen, um eine Band zu gründen. Ich fand Oliver und seinen Bruder Richy – und so wurde WolveSpirit geboren.“

Oliver erinnert sich: „Angefangen habe ich mit klassischen Stücken. Ich habe sogar Musikwissenschaft und Komposition studiert, während Rio eine Ausbildung zum klassischen Gitarristen machte. Dann sind wir über Bands wie Kansas und Deep Purple gestolpert. In dieser Zeit entdeckte ich auch die Hammond-Orgel. Mit der Zeit lernt man eine Vielzahl von Bands kennen, und ich glaube, das spiegelt sich in unserem Sound wider. Man hat all diese verschiedenen Elemente, ob es nun Klassiker wie Led Zeppelin oder härtere Metalsounds sind. Ein paar Gruppen aus den Neunzigern haben auch ihren Weg zu uns gefunden, wie Monster Magnet oder Nirvana.“

Ihr Sänger nennt ähnliche Einflüsse, ist ihnen aber auf eine andere Art und Weise begegnet: „Ich habe jahrelang Songs gecovert, und das hat mir sehr geholfen. In meiner alten Band waren alle zehn Jahre älter als ich, und sie zeigten mir die Rolling Stones und Bob Seger. Später kam Metal dazu, und auch das hatte einen großen Einfluss auf mich. Das war der Anfang. Ich mag es nicht, mich auf eine bestimmte Richtung festzulegen und wollte sowieso immer meine eigenen Songs schreiben. Deshalb habe ich mich mit Oliver und Richy zusammengetan.“

„Jetzt sind wir angekommen.“

Was das Line-Up angeht, so haben sich WolveSpirit in den letzten Jahren ziemlich verändert. Zum ersten Mal kann sich die Band nun sicher sein, dass alles passt, vor allem die Einstellung. „Es war schwer, Musiker zu finden, die hart arbeiten wollen und die nötige Energie mitbringen“, erklärt Debbie. „Man muss so viel machen. Wir bringen regelmäßig Alben heraus, schreiben unzählige Songs und bemühen uns generell, so hart wie möglich zu arbeiten. Wir wollen wirklich Rockmusik leben, und manchmal ist das nicht einfach.“ Dank des Bassisten Marco Tullius und des Schlagzeugers Martin Monroe verfügt die Band nun über eine Rhythmusgruppe, die wirklich zur Band passt. „Wir sind jetzt da angekommen, wo wir hingehören“, stellt der Sänger fest. Perfekte Voraussetzungen für ein neues Album.

Konsequentes Zusammenarbeiten, volle Konzentration auf die Musik und das zu ihren eigenen Bedingungen: Für WolveSpirit ist alles drin, jetzt mehr denn je. Eine Pause zum Verschnaufen? Manchmal, aber nicht oft. „Change The World“ beweist, dass Hardrock auch im 21. Jahrhundert noch authentisch und schlüssig klingen kann und trotzdem überall für Aufsehen sorgt. Das ist es, was man bekommt, wenn man Musik lebt und atmet.

Für ihr neues Videoprojekt sucht die Band einen Sponsor.

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