WLAN in Schulen: Zwischen Lernförderung und gesundheitlichem Risiko
Ein ehemaliger Lehrer warnt vor WLAN-Strahlung
Ein Vortrag des Schweizer Elektrosmog-Experten und ehemaligen Sekundarlehrers Dominik Rollé sorgt derzeit für Diskussionen. Rollé, der heute eine Beraterausbildung leitet, warnt vor massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch WLAN-Strahlung in Klassenzimmern. Seine Kernbotschaft: Die drahtlose Technologie könne langfristig Zellschäden verursachen, zu Lernblockaden führen und aggressives Verhalten bei Schülern begünstigen.
Eigene Erfahrungen als Ausgangspunkt
Rollé schildert seine erste nachhaltige Begegnung mit WLAN-Strahlung im Jahr 2002 auf einem Elektrosmog-Kongress. Damals habe er zunehmendes Unwohlsein verspürt und mit einem Messgerät einen in Zehn-Hertz-Rhythmus taktenden Hotspot in seiner Nähe identifiziert. Noch auffälliger: Noch eine halbe Stunde nach Verlassen des Raums habe sein Gehirn diesen Rhythmus eigenständig weiterverarbeitet – erkennbar an stroboskopartigen Lichterscheinungen hinter geschlossenen Augen.
Die verborgene Belastung im Alltag
Ein Problem sieht der Experte in der zunehmenden Verbreitung von WLAN-Modulen in Alltagsgegenständen. Akkustaubsauger, Kühlschränke, Drucker oder Soundsysteme sendeten oft permanent, ohne dass die Nutzer dies wüssten. In einer durchschnittlichen Wohnung findet Rollé zufolge drei bis acht solcher Geräte. Besonders kritisch bewertet er die nächtliche Strahlenbelastung, da sie regenerative Schlafphasen stören könne.
Konkrete Fallbeispiele aus der Schulpraxis
Ein besonders eindrückliches Beispiel schildert Rollé von einer Lehrerin, die nach der Installation eines WLANs in ihrem Klassenzimmer über Konzentrationsprobleme, tägliche Kopfschmerzen und eine erhebliche Gewichtszunahme von fünfzehn Kilogramm innerhalb weniger Monate berichtete. Bei den Schülern beobachtete sie laut Rollé beispiellose Lernblockaden, erhöhten Krankenstand sowie eine gesteigerte Aggressivität. In Einzelfällen sei es sogar zu spontanem Erbrechen gekommen.
Forschungsstand und wissenschaftliche Kontroversen
Der Referent verweist auf die REFLEX-Studie, die bei Handy-Strahlung unterhalb der thermischen Grenzwerte Schädigungen des Erbguts nachgewiesen habe. Diese Ergebnisse seien mehrfach bestätigt worden. Er schildert jedoch auch, wie Wissenschaftler, die kritische Ergebnisse publizierten, massiven Anfeindungen ausgesetzt gewesen seien – etwa Professor Lerchl, der die Studien angeblich als gefälscht bezeichnete, oder den US-Forscher George Carlo, dessen Labor und Haus niederbrannten, nachdem er erhöhte Tumorraten durch Mobilfunk dokumentiert hatte.
Biologische Wirkmechanismen
Die Forschung von Professor Martin Pall biete eine Erklärung für die zellschädigende Wirkung nicht-ionisierender Strahlung. Demnach öffneten elektromagnetische Felder spannungsabhängige Kalziumkanäle in der Zellmembran. Das eindringende Kalzium führe zur Bildung von Superoxid und Stickstoffmonoxid, die sich zu Peroxinitrit verbänden – einem äußerst aggressiven Radikal, das Elektronen aus Zellstrukturen herauslöse und so die Erbsubstanz schädigen könne.
Besondere Gefährdung von Kindern
Rollé argumentiert, dass Kinder aufgrund ihrer noch in Entwicklung befindlichen Organe und der geringeren Schädelknochendichte besonders gefährdet seien. Ein Fünfjähriges nehme ein Signal deutlich tiefer ins Gehirn auf als ein Erwachsener. Die thermische Eindringtiefe sei bei Kindern massiv höher. Die Weltgesundheitsorganisation habe Handystrahlung 2011 als möglicherweise krebserregend eingestuft – in dieselbe Gefahrenkategorie wie Pestizide oder Schwermetalle.
Die Problematik der Grenzwerte
Kritisch hinterfragt der Experte die geltenden Grenzwerte. Diese basierten auf den Empfehlungen der ICNIRP, eines privaten Vereins, der der Mobilfunkindustrie nahestehe, und berücksichtigten nur thermische Effekte. Ein Schweizer Bundesgerichtsentscheid aus dem Jahr 2000 habe klargestellt, dass Grenzwerte nicht nach medizinischen, sondern nach wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten festgelegt würden. Die nachts abgestrahlten Zehn-Hertz-Rhythmen von WLAN-Geräten aktivierten permanent die Nebennieren, was zunächst durch Adrenalinausschüttung zu einem Energieschub führe, langfristig jedoch Erschöpfung und Burnout zur Folge haben könne.
Praktische Handlungsempfehlungen
Rollé befürwortet kabelgebundene Netzwerke als Alternative. Als weitere Möglichkeit nennt er LiFi, eine Licht-basierte Übertragungstechnologie. Für bestehende WLANs rät er zu nächtlicher Abschaltung und größtmöglichem Abstand zu Schlaf- und Aufenthaltsräumen – eine Empfehlung, die übrigens auch in den Sicherheitshinweisen eines großen Telekommunikationsanbieters zu finden sei.
Beispiele für Gegensteuern
Der Vortrag verweist auf verschiedene Initiativen, die WLAN in sensiblen Bereichen ablehnen. Der Bayerische Landtag habe bereits 2007 Schulen von WLAN abgeraten und kabelgebundene Netzwerke empfohlen. In Paris hätten nach einer WLAN-Installation in Bibliotheken vierzig Prozent der Mitarbeiter über Kopfschmerzen geklagt, woraufhin die Geräte wieder abgeschaltet wurden. Der Bürgermeister von Haifa habe das prägnante Prinzip formuliert: Wenn es einen Zweifel gebe, der Kinder betreffe, gebe es keinen Zweifel mehr.
Offene Fragen bleiben
Die Ausführungen Rollés werfen grundsätzliche Fragen auf: Inwieweit werden gesundheitliche Risiken bei der Digitalisierung von Schulen berücksichtigt? Wie unabhängig ist die Grenzwertfestsetzung wirklich? Und welche Verantwortung tragen Schulbehörden gegenüber dem Schutz der ihnen anvertrauten Kinder? Während die wissenschaftliche Forschung hier noch keine endgültigen Antworten bietet, plädiert Rollé für das Vorsorgeprinzip – insbesondere dort, wo es um die Gesundheit von Heranwachsenden geht.
Quelle: klaTV
Welche gesundheitlichen Probleme werden mit WLAN in Klassenzimmern in Verbindung gebracht?
Laut dem Referent Dominik Rollé treten bei Schülern und Lehrern vermehrt Lernblockaden, Konzentrationsstörungen, erhöhte Aggressivität, Erschöpfungszustände sowie eine gesteigerte Krankheitsanfälligkeit auf. Diese Beobachtungen stammen aus seiner eigenen Messpraxis und von Rückmeldungen betroffener Lehrkräfte.
Warum macht angeblich schon ein Zehn-Hertz-Rhythmus Probleme?
Rollé erklärt, dass WLAN-Hotspots in einem Zehn-Hertz-Takt senden. Dieser Rhythmus aktiviere die Nebenniere, was zunächst zu vermehrter Adrenalin- und Cortisolausschüttung führe. Kurzfristig entstehe dadurch ein Energieschub, langfristig drohe jedoch eine Erschöpfung der Nebenniere mit Burnout-ähnlichen Zuständen.
Sind Kinder stärker gefährdet als Erwachsene?
Ja, denn das Signal dringt bei einem fünfjährigen Kind deutlich tiefer ins Gehirn ein als bei einem Erwachsenen. Die thermische Eindringtiefe ist bei Kindern massiv höher, was sie nach Rollés Einschätzung besonders schutzbedürftig macht.
Was besagt die REFLEX-Studie, auf die sich der Vortrag bezieht?
Diese Studie wies nach, dass nicht-ionisierende Strahlung unterhalb der thermischen Grenzwerte Schädigungen der Erbsubstanz verursachen kann. Die Ergebnisse wurden mehrfach bestätigt. Die Studie zeigte, dass eine 24-stündige Handy-Exposition ähnliche Zellschäden hervorrief wie Gammastrahlen.
Wie reagiert die Wissenschaft auf kritische Forschungsergebnisse?
Rollé schildert mehrere Fälle, in denen Forscher mit Rufmordkampagnen, Jobverlust und sogar Brandstiftung konfrontiert waren. Ein deutscher Professor habe eine Rufmordkampagne gegen die Autoren der REFLEX-Studie gestartet. Der US-Forscher George Carlo verlor nach seiner kritischen Studie nicht nur seinen Job, sondern ihm brannten auch Haus und Labor ab.
Sind die geltenden Grenzwerte ausreichend?
Nach Rollés Analyse basieren die Grenzwerte auf Empfehlungen eines privaten Vereins, der der Mobilfunkindustrie nahesteht. Sie berücksichtigen nur thermische Effekte, also die Erwärmung des Gewebes. Die nicht-thermischen, langfristigen Wirkungen bleiben unberücksichtigt. Ein Schweizer Gericht habe bereits 2000 festgestellt, dass Grenzwerte nach wirtschaftlicher Tragbarkeit und technischer Machbarkeit festgelegt werden – nicht nach medizinischen Gesichtspunkten.
Gibt es Alternativen zu WLAN in Schulen?
Ja, der Referent nennt kabelgebundene Ethernet-Netzwerke als einfachste Lösung. Zudem existiere die LiFi-Technologie, die mit Licht- oder Infrarotsignalen arbeitet und biologisch deutlich weniger bedenklich sein soll.
Welche Beispiele für Gegensteuern nennt der Vortrag?
Der Bayerische Landtag riet Schulen bereits 2007 von WLAN ab. In Paris beschwerten sich nach WLAN-Installationen in Bibliothek
en vierzig Prozent der Mitarbeiter über Kopfschmerzen, woraufhin die Geräte abgeschaltet wurden. Der Bürgermeister von Haifa formulierte den Grundsatz, dass bei Zweifeln, die Kinder betreffen, kein Zweifel mehr bestehen dürfe.
Was bedeutet die Einstufung der WHO für Handystrahlung?
Die Weltgesundheitsorganisation stufte Handystrahlung 2011 als möglicherweise krebserregend ein – in dieselbe Gefahrenkategorie wie Pestizide, DDT, Chloroform und Schwermetalle. Rollé zieht daraus den Schluss, dass WLAN in Schulen vergleichbar wäre mit dem Einsatz von Pestiziden im Biologieunterricht.
Kann man sich vor WLAN-Strahlung schützen?
Der Vortrag nennt vier Ansätze: Ausschalten der Geräte insbesondere nachts, Abstand vergrößern, Abschirmen der Wohnräume sowie Aufbau der körpereigenen Widerstandskraft. Die einfachste und kostengünstigste Lösung sei jedoch das kabelgebundene Netzwerk.
Warum warnen ausgerechnet Technologiekonzerne vor eigenen Produkten?
Rollé berichtet, dass viele Eltern, die bei Google und Facebook arbeiten, ihren Kindern die von ihnen selbst entwickelten Produkte nicht nutzen lassen. Kinder im Silicon Valley bekämen oft kein Handy und dürften bis zum 18. Lebensjahr keine Bildschirme nutzen. Dies sei ein bemerkenswerter Widerspruch zur öffentlichen Vermarktung dieser Technologien.
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