Die ursprüngliche Botschaft des Jesus von Nazareth im Licht des Essener-Friedensevangeliums


Jesus von Nazareth – ein Essener

Die historische Forschung sowie zahlreiche spirituelle Überlieferungen weisen darauf hin, dass Jesus von Nazareth der Gemeinschaft der Essener angehörte. Die Essener waren eine jüdische Ordensgemeinschaft, die in der Zeit um die Zeitenwende in Palästina lebte und sich durch eine besondere Lebensweise auszeichnete: Sie lehnten Tieropfer ab, lebten in Frieden mit der Schöpfung und pflegten ein tiefes Wissen um die heilenden Kräfte der Natur. Die Essener-Bruderschaft vom Toten Meer bewahrte überlieferte Heil- und Ernährungsweisen, die auf biologischer Grundlage beruhen – darunter Heilfasten, Kneippkuren, Bäder, Moortherapie, Kräuterheilkunde und eine vegetarische Ernährung.

Das sogenannte Friedensevangelium der Essener, das der ungarische Philologe Edmond Bordeaux Szekely erstmals übersetzte und veröffentlichte, offenbart, dass Jesus diese essenischen Lehren nicht nur kannte, sondern sie auch an seine Jünger weitergab. Szekely, ein Nachkomme des berühmten Orientialisten Sándor Kőrösi Csoma, gab an, das Manuskript 1923 in den Geheimarchiven des Vatikans entdeckt zu haben. Dieses Evangelium zählt zu den sogenannten Schriften der Essener und gilt als vor- und außerbiblische Überlieferung der ursprünglichen Jesusbewegung.

Die Lehre vom Frieden mit allen Lebewesen

Im Mittelpunkt des Friedensevangeliums steht ein universeller Friedensbegriff, der nicht nur die Menschen, sondern die gesamte Schöpfung einschließt. Jesus lehrte demnach: „Tötet weder Mensch noch Tier, denn Leben wird allen von Gott gegeben, und das, was Gott gegeben hat, darf der Mensch nicht wegnehmen.“ Diese Auffassung geht über das mosaische Gebot „Du sollst nicht töten“ hinaus und dehnt es auf alle Lebewesen aus – eine Erkenntnis, die in der modernen Tierethik und der ökologischen Bewegung erst langsam wieder an Bedeutung gewinnt. Wer ein Tier tötet, verletzt nach dieser Lehre nicht nur das Geschöpf, sondern auch sich selbst, denn alles Leben ist miteinander verbunden.

Die Essener waren überzeugte Vegetarier. Sie erkannten die Seele aller Dinge und lebten in Respekt vor der Kreatur. Jesus, der aus ihrer Mitte kam, gab diese Lebensweise an seine Jünger weiter. Das Friedensevangelium berichtet, dass Jesus seine Anhänger lehrte, sich von den Früchten der Bäume und den Kräutern der Erde zu ernähren – so wie es der ursprünglichen Schöpfungsordnung im Paradies entspricht. Die frühe Jesusbewegung, zu der auch die Nazoräer und Ebioniter gezählt werden, lehnte den Verzehr von Tierfleisch und die blutigen Opfer im Tempel entschieden ab. Das um die Mitte des 2. Jahrhunderts entstandene Evangelium der Ebioniter stellt denn auch die Erzväter Noah und Mose als Vegetarier vor, und die „Heuschrecken“, von denen Johannes der Täufer sich nährte, werden durch „Ölkuchen“ ersetzt. In apokryphen Überlieferungen wird Jesus mit den Worten zitiert: „Ich bin gekommen, um die Opfer abzuschaffen“ – ein klares Bekenntnis gegen die Tötung von Tieren zu rituellen Zwecken.

Die Heilung durch die Kräfte der Natur

Ein zentrales Element der essenischen Lehre ist die Heilkraft der Natur. Das Friedensevangelium zeigt, wie Jesus die Kräfte der Luft, des Lichtes, der Erde und des Wassers zur Heilung des Menschen kannte und nutzte. Er verstand den menschlichen Körper als Teil der natürlichen Ordnung und lehrte, dass Gesundheit durch ein Leben im Einklang mit der Schöpfung erreicht wird. Diese Lehren sind einzigartig, weil sie sich nicht auf eine bestimmte Kultur beziehen, sondern auf den Menschen und seine Beziehung zu seinen Mitwesen und zu Gott. Sie fordern kein spezifisches moralisches Leben nach genauen Regeln, sondern drücken eine spirituelle Ethik aus.

Das Evangelium des Friedens erklärt den Ausdruck „Himmlischer Vater“ in einer sehr tiefen Bedeutung, auch aufgrund der Tatsache, dass es die „Erdenmutter“ ebenfalls beschreibt. Das bedeutet nicht, dass es eine weibliche Gottheit neben einer männlichen verkündet – es handelt sich weiterhin um eine monotheistische Religion. Aber in ihrem göttlichen Dualismus schließt sie weder den weiblichen Charakter in Gott aus noch das weibliche und mütterliche Prinzip der Natur. Dadurch verbindet sie das Christentum wieder mit offensichtlichen und tief erlebten Weltanschauungen, die sich in allen Kulturen und Religionen als universell finden lassen. Die Heil- und Ernährungsweisen auf biologischer Grundlage beruhen zum großen Teil auf der direkten oder indirekten Überlieferung der Erfahrungen der Essener-Bruderschaft.

Die Verfälschung der ursprünglichen Lehre

Die christliche Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte wenig Interesse an der vegetarischen Tradition der Essener gezeigt. Auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahr 553 wurden zentrale Lehren der frühen Christenheit, darunter die Reinkarnationsidee, verworfen und die entsprechenden Texte überarbeitet. Ob dabei auch alle Empfehlungen für eine vegetarische Lebensweise den kirchlichen Zensuren zum Opfer fielen, ist Gegenstand von Spekulationen.

Verschiedene Autoren berufen sich auf ein „Urevangelium“, das angeblich in einem tibetischen Kloster aufbewahrt wurde und daher vor den Verfälschungen bewahrt blieb. Dieses „Evangelium des vollkommenen Lebens“ bekennt Jesus als strengen Vegetarier und enthält die ursprünglichen Lehren der Essener-Bruderschaft. Während der ersten Jahrhunderte der christlichen Zeitrechnung war die vegetarische Ernährung unter den Christen sehr gebräuchlich. Die wunderbaren Fischzüge (Lukas 5,1–11 und Johannes 21,1–14) werden von kritischen Theologen als „Wunder-Illustration für erfolgreichen missionarischen ‚Fang‘“ gedeutet – vergleichbar mit Jesu Wort: „Ich will euch zu Menschenfischern machen“ – und nicht als historische Fischfang-Ereignisse. Das Johannesevangelium, Kapitel 21, wird zudem als späterer Nachtrag betrachtet, der kaum Anspruch auf Geschichtlichkeit erheben kann. Die altehristlichen Quellen kennen nach Rudolf Bultmann „kein sakrales Fischessen und keine Deutung eines real gegessenen Fisches auf Christus“ .

Die Offenbarung in der Gegenwart durch Gabriele

In der heutigen Zeit wird diese ursprüngliche Botschaft durch verschiedene geistliche Bewegungen wiederbelebt. Eine bedeutende Stimme ist die Prophetin Gabriele, die aufbauend auf dem außerbiblischen „Evangelium Jesu“ die wahre Lehre Christi erklärend, berichtigend und vertiefend offenbart. In ihrem Werk „Das ist Mein Wort – Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu“ wird Christus selbst als der sprechende Geist dargestellt, der durch Gabriele die Wahrheit über sein Denken und Leben als Jesus von Nazareth verkündet.

Diese Neuoffenbarung knüpft an die essenische Tradition an und stellt die Gottes- und Nächstenliebe in den Mittelpunkt – eine Liebe, die ausdrücklich auch die Tiere und die gesamte Schöpfung umfasst. Jesus von Nazareth gründete demnach keine Religion. Er setzte keine Priester ein und lehrte keine Dogmen, Rituale oder Kulte. Er brachte vor 2000 Jahren die Wahrheit aus dem Reich Gottes: die Lehre der Gottes- und Nächstenliebe an Mensch, Natur und Tieren, die Lehre der Freiheit, des Friedens und der Einheit. Er sprach von dem Freien Geist, dem Gott der Liebe – Gott in uns.

Die ethische Dimension für heute

Das Friedensevangelium der Essener ist mehr als ein historisches Dokument. Es ist ein ethischer Appell an die Menschheit, den Frieden mit der Schöpfung wiederherzustellen. Die Lehre Jesu, dass Leben von Gott gegeben ist und der Mensch es nicht wegnehmen darf, gewinnt angesichts der industrialisierten Tierausbeutung und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen eine erschütternde Aktualität. Die Essener-Lehre erinnert daran, dass wahre Spiritualität nicht in Dogmen und Riten besteht, sondern in der Achtung vor allem Leben. Sie fordert eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Schöpfungsordnung, in der der Mensch nicht Herrscher über die Natur, sondern ihr Hüter und Begleiter ist.

Die Evangelisch-Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) kommt in einer Untersuchung zu dem Schluss, dass es „keinen Beweis für oder gegen einen Vegetarismus Jesu“ gibt. Dennoch hat die Frage nach der Reichweite des Tötungsverbots eine tiefe ethische Dimension. Sie zwingt zur Reflexion über den Umgang des Menschen mit der Schöpfung und über die Grundprinzipien der biblischen Ethik. Die unterschiedlichen Positionen in dieser Debatte spiegeln wider, wie verschiedene Gruppierungen die überlieferten Texte deuten und welche Bedeutung sie dem ethischen Umgang mit der Schöpfung beimessen.

Die Essener-Lehre vom Frieden mit allen Lebewesen und die Gabriele-Offenbarung verbinden historische Quellenkritik mit spiritueller Erfahrung und ethischer Praxis – und stellen damit eine Neuinterpretationen der Jesus-Überlieferung in der Gegenwart dar. Sie beanspruchen, die ursprüngliche Lehre Jesu von späteren Überformungen zu unterscheiden und ihre zeitlose Bedeutung für die Gegenwart neu zur Geltung zu bringen.

War Jesus von Nazareth wirklich ein Essener?

Die historische Forschung und zahlreiche spirituelle Überlieferungen weisen darauf hin, dass Jesus von Nazareth der Gemeinschaft der Essener angehörte. Die Essener waren eine jüdische Ordensgemeinschaft, die in der Zeit um die Zeitenwende in Palästina lebte. Sie zeichneten sich durch eine besondere Lebensweise aus: Sie lehnten Tieropfer ab, lebten in Frieden mit der Schöpfung, praktizierten eine vegetarische Ernährung und pflegten ein tiefes Wissen um die heilenden Kräfte der Natur. Das sogenannte Friedensevangelium der Essener, das der ungarische Philologe Edmond Bordeaux Szekely übersetzte und veröffentlichte, offenbart, dass Jesus diese essenischen Lehren nicht nur kannte, sondern sie auch an seine Jünger weitergab. Szekely gab an, das Manuskript 1923 in den Geheimarchiven des Vatikans entdeckt zu haben. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen, die die Authentizität dieser Schrift in Frage stellen.

Was lehrt das Friedensevangelium der Essener über den Umgang mit Tieren?

Im Mittelpunkt des Friedensevangeliums steht ein universeller Friedensbegriff, der nicht nur die Menschen, sondern die gesamte Schöpfung einschließt. Jesus lehrte demnach: „Tötet weder Mensch noch Tier, denn Leben wird allen von Gott gegeben, und das, was Gott gegeben hat, darf der Mensch nicht wegnehmen.“ Diese Auffassung geht über das mosaische Gebot „Du sollst nicht töten“ hinaus und dehnt es auf alle Lebewesen aus. Wer ein Tier tötet, verletzt nach dieser Lehre nicht nur das Geschöpf, sondern auch sich selbst, denn alles Leben ist miteinander verbunden. Die Essener erkannten die Seele aller Dinge und lebten in Respekt vor der Kreatur.

Wie ernährte sich Jesus nach der essenischen Überlieferung?

Die Essener waren überzeugte Vegetarier. Das Friedensevangelium berichtet, dass Jesus seine Anhänger lehrte, sich von den Früchten der Bäume und den Kräutern der Erde zu ernähren – so wie es der ursprünglichen Schöpfungsordnung im Paradies entspricht. Jesus und seine Apostel ernährten sich demnach fleischlos. Die frühe Jesusbewegung, zu der auch die Nazoräer und Ebioniter gezählt werden, lehnte den Verzehr von Tierfleisch und die blutigen Opfer im Tempel entschieden ab. In apokryphen Überlieferungen wird Jesus mit den Worten zitiert: „Ich bin gekommen, um die Opfer abzuschaffen“ – ein klares Bekenntnis gegen die Tötung von Tieren zu rituellen Zwecken.

Was ist mit den Stellen in der Bibel, die berichten, dass Jesus Fisch aß?

Die kanonischen Evangelien berichten, dass Jesus Fisch aß (Lukas 24,42-43) und am Passahfest Lamm serviert wurde (Lukas 22,8-15). Kritiker dieser Stellen weisen jedoch auf sprachliche und textkritische Probleme hin. Das griechische Wort opsarion, das in den Speisungswundern verwendet wird, bezeichnet nicht zwingend frischen Fisch, sondern kann auch „gesalzenen und getrockneten Fisch als Würzmittel“ bedeuten. Zudem erwähnen die frühesten Überlieferungen der Speisung der Fünftausend keine Fische – sie sprechen nur von Brot. Die Fisch-Erwähnungen tauchen erst in späteren Handschriften auf und könnten redaktionelle Hinzufügungen sein, die der Verbindung Jesu mit dem Fischsymbol (ichthys) dienten. Der Theologe Rudolf Bultmann wies darauf hin, dass die altehristlichen Quellen „kein sakrales Fischessen und keine Deutung eines real gegessenen Fisches auf Christus“ kennen.

Gehört das Tötungsverbot der Zehn Gebote auch für Tiere?

Das hebräische Wort ratsach im Dekalog wird in der exegetischen Forschung überwiegend als „unrechtmäßiges Töten“ oder „Mord“ übersetzt. Dennoch gibt es eine bedeutende Strömung, die darauf hinweist, dass der hebräische Text des Dekalogs in seiner ursprünglichen Fassung keine Einschränkung auf den Menschen enthält. Das Gebot lautet schlicht: „Du sollst nicht töten“ – ohne Objekt. Die Essener-Lehre und die Gabriele-Offenbarung vertreten die Auffassung, dass dieses Gebot ausnahmslos für alles Leben gilt – für Menschen, Tiere und die gesamte Schöpfung. Der Verzehr von Tierfleisch wird als direkter Verstoß gegen das Tötungsgebot betrachtet. Die Bibelstellen, die den Fleischverzehr erlauben (wie Gen 9,3), werden als nachträgliche menschliche Hinzufügungen gedeutet, die der ursprünglichen Schöpfungsordnung widersprechen.

Wie verhält es sich mit der Tötung in Selbstverteidigung?

Die einzige Ausnahme, die in dieser Perspektive anerkannt wird, ist die Tötung in Selbstverteidigung. Diese wird jedoch nicht als „Recht“ verstanden, sondern als äußerster Notfall, in dem ein Mensch gezwungen ist, sein eigenes Leben zu schützen. Jesus selbst lehrte, dass Gewalt nicht mit Gewalt beantwortet werden soll (Matthäus 5,38-42), aber die Selbstverteidigung wird als Grenzfall betrachtet, in dem die ethische Entscheidung komplex wird. Alle anderen Formen der Tötung – sei es zu rituellen Zwecken, zur Nahrungsgewinnung oder aus anderen Gründen – werden von Jesus abgelehnt.

Warum wurde die ursprüngliche Lehre Jesu verfälscht?

Die christliche Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte wenig Interesse an der vegetarischen Tradition der Essener gezeigt. Auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahr 553 wurden zentrale Lehren der frühen Christenheit, darunter die Reinkarnationsidee, verworfen und die entsprechenden Texte überarbeitet. Ob dabei auch alle Empfehlungen für eine vegetarische Lebensweise den kirchlichen Zensuren zum Opfer fielen, ist Gegenstand von Spekulationen. Verschiedene Autoren berufen sich auf ein „Urevangelium“, das angeblich in einem tibetischen Kloster aufbewahrt wurde und daher vor den Verfälschungen bewahrt blieb. Die Gabriele-Offenbarung lehrt, dass kirchliche Institutionen den Namen Jesu und seine befreiende Botschaft missbraucht, vereinnahmt und mit Dogmen, Priesterkulten und Verdammungsbeschwörungen überzogen haben.

Welche Rolle spielt die Prophetin Gabriele in der heutigen Offenbarung?

Die Prophetin Gabriele wird in der hier zugrunde liegenden Tradition als Botschafterin Gottes in unserer Zeit verstanden. Aufbauend auf dem außerbiblischen „Evangelium Jesu“ habe Christus selbst – erklärend, berichtigend und vertiefend – durch Gabriele die Wahrheit über sein Denken und Leben als Jesus von Nazareth offenbart. In dem Werk „Das ist Mein Wort – Alpha und Omega. Das Evangelium Jesu“ wird Christus als der sprechende Geist dargestellt, der sich an alle Menschen richtet, um aufzuklären, was er als Jesus von Nazareth gelehrt hat, wie sein Erdenleben verlief und welche Zusammenhänge es mit dem großen Erlösungswerk gibt. Diese Neuoffenbarung knüpft an die essenische Tradition an und stellt die Gottes- und Nächstenliebe in den Mittelpunkt – eine Liebe, die ausdrücklich auch die Tiere und die gesamte Schöpfung umfasst.

Hat Jesus tatsächlich eine Religion gegründet?

Nach der Lehre der Gabriele-Offenbarung und der essenischen Überlieferung gründete Jesus von Nazareth keine Religion. Er setzte keine Priester ein und lehrte keine Dogmen, Rituale oder Kulte. Er brachte vor 2000 Jahren die Wahrheit aus dem Reich Gottes: die Lehre der Gottes- und Nächstenliebe an Mensch, Natur und Tieren, die Lehre der Freiheit, des Friedens und der Einheit. Jesus sprach von dem Freien Geist, dem Gott der Liebe – Gott in uns. Die kirchliche Institutionalisierung sei eine spätere Verfälschung seiner ursprünglichen Botschaft.

Was bedeutet das Friedensevangelium für die heutige Zeit?

Das Friedensevangelium der Essener ist mehr als ein historisches Dokument. Es ist ein ethischer Appell an die Menschheit, den Frieden mit der Schöpfung wiederherzustellen. Die Lehre Jesu, dass Leben von Gott gegeben ist und der Mensch es nicht wegnehmen darf, gewinnt angesichts der industrialisierten Tierausbeutung und der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen eine erschütternde Aktualität. Die Essener-Lehre erinnert daran, dass wahre Spiritualität nicht in Dogmen und Riten besteht, sondern in der Achtung vor allem Leben. Sie fordert eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Schöpfungsordnung, in der der Mensch nicht Herrscher über die Natur, sondern ihr Hüter und Begleiter ist. Die Evangelisch-Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) stellt fest, dass es „keinen Beweis für oder gegen einen Vegetarismus Jesu“ gibt – die ethische Frage jedoch drängt umso mehr auf eine Antwort.

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