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	<title>Schule &#8211; Unser neues Wir</title>
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	<title>Schule &#8211; Unser neues Wir</title>
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		<title>Wenn Kinder aus dem Raster fallen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Mar 2026 12:13:00 +0000</pubDate>
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<p>Es gibt Momente im Leben mit Kindern, die sich nicht leicht einordnen lassen. Ein Sohn oder eine Tochter entwickelt sich, aber nicht unbedingt entlang der Linien, die Erwachsene sich vorgestellt haben. Sie hinterfragen Dinge, die für andere selbstverständlich scheinen. Sie wollen nicht einfach funktionieren, sondern verstehen, warum etwas so ist, wie es ist. Sie passen sich nicht an, nur um der Ruhe willen. Solche Kinder bringen Bewegung in den Alltag – und manchmal auch Verunsicherung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Neugier zum Problem wird</h2>



<p>Dann kommt der Punkt, an dem die Umwelt beginnt, diese Eigenheiten zu benennen. Vielleicht in der Schule, vielleicht im Freundeskreis oder bei Verwandten. Es fallen Worte wie anstrengend, anders oder schwierig. Mal ist von einer Besonderheit im Verhalten die Rede, mal von der Notwendigkeit, genauer hinzuschauen. Diese Begriffe wirken oft harmlos, aber sie tragen eine Schwere in sich. Denn sie legen nahe, dass mit diesem Kind etwas nicht stimmt. Dabei stellt sich die Frage, wer eigentlich die Maßstäbe setzt. Wer definiert, was normal ist und was nicht?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Tendenz, alles zu bewerten</h2>



<p>Es ist fast schon eine gesellschaftliche Gewohnheit geworden, Abweichungen sofort als Defizit zu verbuchen. Wenn ein Kind nicht stillhält, wird nach einer Ursache gesucht. Wenn es widerspricht, wird das als Störung gesehen. Wenn es stark emotional reagiert, soll es am besten eine Diagnose geben. Dieses Denken übersieht, dass ein Verhalten auch einfach eine Reaktion sein kann. Eine Reaktion auf Umstände, die vielleicht selbst nicht in Ordnung sind. Auf Druck, auf Enge, auf Erwartungen, die nicht zu diesem Menschen passen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verantwortung übernehmen, ohne zu etikettieren</h2>



<p>Gerade hier beginnt die Aufgabe von Eltern. Es braucht Menschen, die nicht sofort nach Kategorien suchen, sondern versuchen zu verstehen. Die das Kind nicht als Problem sehen, sondern als Hinweis darauf, dass etwas im Umfeld vielleicht nicht stimmt. Diese Haltung ist anstrengender, als schnell eine Schublade zu ziehen. Sie erfordert Geduld und den Mut, auch die eigenen Vorstellungen zu hinterfragen. Aber sie ist der einzige Weg, der dem Kind gerecht wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einladung zum Weiterdenken</h2>



<p>Wer sich mit diesen Gedanken beschäftigt, merkt schnell, wie tief das Thema geht. Es geht nicht nur um einzelne Kinder, sondern um ein ganzes System von Bewertungen und Erwartungen. Es geht um die Frage, wie viel Platz wir für unterschiedliche Arten zu sein lassen. Und es geht darum, dass echte Bildung nicht bedeutet, Kinder anzupassen, sondern ihnen zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden. Wer diesen Gedanken weiterverfolgt, begibt sich auf eine Reise, die den Blick auf Kinder und auf sich selbst verändern kann.</p>



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		<title>Die stille Hierarchie der Schulfächer und der schwindende Raum für Kreativität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Nov 2025 12:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist ein weltweit zu beobachtendes Phänomen, dass in den Lehrplänen der Schulen bestimmte Fächergruppen]]></description>
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<p>Es ist ein weltweit zu beobachtendes Phänomen, dass in den Lehrplänen der Schulen bestimmte Fächergruppen eine deutliche Priorität genießen. Den naturwissenschaftlichen Disziplinen, der Mathematik und den Sprachen wird gemeinhin ein höherer Stellenwert beigemessen als den künstlerischen Fächern wie Musik, Kunst oder auch dem Sport. Diese Gewichtung ist kein Zufall, sondern das Resultat einer historisch gewachsenen Struktur, die bis in die Gegenwart nachwirkt. Der Maler Pablo Picasso brachte einmal die Beobachtung zum Ausdruck, dass jedes Kind als Künstler zur Welt kommt. Die eigentliche Herausforderung liege jedoch darin, dieses künstlerische Potenzial zu bewahren, während das Kind heranwächst. Diese Perspektive legt die Vermutung nahe, dass Kreativität dem Menschen nicht erst im Laufe der Bildung zuwächst, sondern dass sie ihm angeboren ist und im schlimmsten Fall durch den Bildungsprozess verkümmert.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die historischen Wurzeln eines industriegeprägten Systems</strong></h4>



<p>Um die Ursachen für diese Entwicklung zu verstehen, muss man einen Blick in die Geschichte des öffentlichen Bildungswesens werfen. Vor dem 19. Jahrhundert existierten flächendeckende staatliche Schulsysteme, wie wir sie heute kennen, nicht. Sie wurden maßgeblich im Zuge der Industrialisierung etabliert, um den wirtschaftlichen Bedürfnissen der damaligen Zeit gerecht zu werden. Die aufstrebenden Industrienationen benötigten eine gut organisierte und standardisierte Ausbildung ihrer Bevölkerung, um die Arbeitskräfte für die Fabriken und Verwaltungsapparate bereitzustellen. Infolgedessen formte sich eine Fächerhierarchie, die sich an unmittelbaren wirtschaftlichen Verwertbarkeitskriterien orientierte. Fächer, die direkt für die industrielle Produktion und administrative Tätigkeiten als nützlich erachtet wurden, stiegen an die Spitze des schulischen Curriculums.</p>



<p>Dieses Denken ist bis heute tief in unserer Bildungsmentalität verankert. Viele Schülerinnen und Schüler erhielten im Laufe ihrer Schulzeit den gut gemeinten, aber in seiner Grundaussage folgenschweren Rat, sich lieber von musischen oder künstlerischen Neigungen abzuwenden, da sich mit diesen kein seriöser Beruf erlernen ließe. Die Warnung &#8222;Mach&#8216; keine Musik, du wirst kein Musiker werden&#8220; ist ein archetypisches Beispiel für diese Haltung. Sie suggeriert, dass der einzige Zweck einer Beschäftigung mit Kunst in der professionellen Ausübung bestehe und ihr ansonsten kein intrinsischer Wert zukomme. Diese Sichtweise blendet den enormen Beitrag aus, den kreative Bildung zur Persönlichkeitsentfaltung, zum Problemlösungsdenken und zur emotionalen Intelligenz leistet.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Dominanz des akademischen Intelligenzbegriffs</strong></h4>



<p>Ein weiteres fundamentales Element dieses Systems ist die übermäßige Betonung akademischer Fähigkeiten. Diese spezifische Form der Intelligenz, die vor allem auf logisch-mathematischem und sprachlichem Denken basiert, wurde im Laufe der Zeit synonym mit Intelligenz an sich gesetzt. Diese Verengung des Begriffs ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Universitäten als höchste Instanzen der Bildung das System über lange Zeit in ihrem Sinne geprägt haben. Wenn man das globale öffentliche Bildungssystem betrachtet, so lässt es sich als ein langwieriger Prozess beschreiben, dessen ultimatives Ziel im Bestehen der Zulassungsprüfungen für die Universität gipfelt.</p>



<p>Die Konsequenz dieser Ausrichtung ist, dass viele Menschen mit außergewöhnlichen Talenten in nicht-akademischen Bereichen zu der Überzeugung gelangen, sie seien nicht besonders intelligent oder begabt. Wenn die individuellen Stärken eines Schülers im Bereich der bildenden Kunst, der Musik oder des handwerklichen Geschicks liegen, diese Fähigkeiten im schulischen Kontext aber kaum gewürdigt oder gar stigmatisiert werden, führt dies unweigerlich zu einem Verlust an Selbstvertrauen und einer Vernachlässigung dieser Potenziale. In einer Zeit rapiden globalen Wandels, in der innovative und kreative Lösungen für komplexe Probleme gefragt sind wie nie zuvor, erscheint es jedoch zunehmend fragwürdig, ob wir es uns leisten können, weiterhin einen so großen Teil des menschlichen Begabungsspektrums zu vernachlässigen. Die Frage ist nicht, ob das System die Kreativität aktiv tötet, sondern ob es ihr den notwendigen Raum zum Leben und Gedeihen bietet.</p>
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		<title>Rebeca Wild: Ihr Leben, ihre Vision und der Weg zur &#8222;Erziehung zum Sein&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2025 11:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Pädagogik, die das Leben feiert Stell dir eine Welt vor, in der Bildung nicht]]></description>
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Der entscheidende Wendepunkt kam in Ecuador. Hier, fern von europäischen Bildungstraditionen, gründete sie 1977 mit ihrem Mann Mauricio den legendären \"Pesta\". Diese Schule wurde zum lebendigen Labor einer radikalen Idee: Was, wenn wir Kindern einfach vertrauen würden? Wenn wir Räume schaffen statt Lehrpläne? Wenn wir Wachsen lassen statt formen? Das Wunder des freien Lernens: Beobachtungen, die alles verändern In der Pesta-Schule geschah Magisches. Kinder, die man in normalen Schulen als \"problematisch\" abstempelte, blühten auf. Ohne Notendruck, ohne starre Vorgaben entdeckten sie ihre ureigene Lust am Lernen. Rebecca Wild beobachtete etwas Entscheidendes: Jedes Kind trägt seinen eigenen Bauplan in sich. Unsere Aufgabe ist nicht, diesen Plan zu schreiben, sondern den Raum zu schaffen, in dem er sich entfalten kann. \"Erziehung heißt nicht, ein Gefäß zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen\", könnte ihr Motto gelautet haben. In ihren Büchern beschreibt sie berührende Momente: Das Kind, das stundenlang vertieft einen Bach beobachtet und dabei mehr über Physik lernt als in jeder Unterrichtsstunde. Der Junge, der durch eigenes Experimentieren mathematische Gesetze entdeckt. Diese Erlebnisse waren kein Zufall - sie offenbarten die natürliche Art, wie Menschen lernen. Die Herausforderung an uns Erwachsene: Erst selbst frei werden Doch Rebecca Wild ging noch weiter. Sie erkannte: Wir können Kindern keine Freiheit geben, die wir selbst nicht kennen. Ihre Pädagogik wurde zu einem Spiegel für Erwachsene. \"Bevor wir erziehen, müssen wir uns selbst erziehen\", forderte sie. Jeder von uns trägt die Wunden seiner eigenen Erziehung - und ohne Bewusstheit geben wir sie weiter. Ihr Ansatz wurde damit zu einer doppelten Revolution: Eine Methode für Kinder und ein Heilungsweg für Erwachsene. Sie zeigte, wie wir unsere eigenen Blockaden erkennen und auflösen können - die \"Felsbrocken in der Lagune des Unbewussten\", wie sie es poetisch nannte. Erst dann können wir wirklich freie Räume für Kinder schaffen. Warum Wilds Ideen heute dringender sind denn je In unserer Zeit der Digitalisierung, der Leistungsoptimierung und der standardisierten Tests wirken Rebecca Wilds Ideen wie ein befreiender Gegenentwurf. Während Bildungssysteme weltweit immer mehr auf Effizienz getrimmt werden, erinnert uns ihr Werk an das Wesentliche: Bildung soll dem Leben dienen - nicht umgekehrt. Ihre Erkenntnisse sind keine Utopie. Weltweit entstehen Schulen, die ihren Ansatz weiterentwickeln. Eltern finden Mut, ihren Kindern mehr zuzutrauen. Lehrer entdecken, dass weniger Kontrolle oft mehr Lernen bewirkt. Die \"Erziehung zum Sein\" ist kein fertiges Modell, sondern eine Einladung - an dich, an mich, an alle, die spüren: Es muss anders gehen. Ein Vermächtnis, das weiterwirkt Rebecca Wild starb 2015, aber ihr Feuer brennt weiter. Ihre Bücher, ihre Schule, ihre Ideen inspirieren eine neue Generation von Pädagogen und Eltern. Vielleicht liegt die Kraft ihrer Vision gerade darin, dass sie keine Patentrezepte liefert, sondern uns auffordert: Schau hin. Vertraue. Wage den Sprung ins Ungewisse. Denn nur wer selbst frei denkt, kann Freiheit ermöglichen. Ihr Leben zeigt: Wahre Bildung ist kein System, sondern eine Haltung. Eine Haltung des Respekts vor dem Geheimnis jedes werdenden Menschen. Und vielleicht ist genau das die radikalste und heilsamste Botschaft für unsere Zeit. Die wichtigsten Werke von Rebeca Wild Rebecca Wild hat mit ihren Büchern ein tiefgreifendes pädagogisches Erbe hinterlassen. Ihre Werke sind keine trockenen Theorien, sondern lebendige Erfahrungsberichte, die Eltern und Pädagogen weltweit inspirieren. Hier sind ihre bedeutendsten Veröffentlichungen: \"Erziehung zum Sein\" – Das grundlegende Werk Dieses Buch ist Rebecca Wilds bekanntestes und einflussreichstes Werk. Hier entfaltet sie ihr Konzept der \"nicht-direktiven Erziehung\" und zeigt, wie Kinder in einer vorbereiteten Umgebung ihr volles Potenzial entfalten können. Es ist eine radikale Absage an traditionelle Erziehungsmethoden und ein Plädoyer für Vertrauen in die natürliche Entwicklung des Kindes. Freiheit und Grenzen – Liebe und Respekt*In diesem Buch geht Rebecca Wild der Frage nach, wie wahre Freiheit in der Erziehung aussehen kann – ohne in Chaos zu verfallen. Sie erklärt, warum klare, liebevolle Grenzen kein Widerspruch zur freien Entfaltung sind, sondern eine notwendige Grundlage. Ein wertvoller Leitfaden für alle, die einen Mittelweg zwischen Laissez-faire und Kontrolle suchen. Lebensqualität für Kinder und andere Menschen*Hier weitet Rebecca Wild den Blick über die Kindheit hinaus. Sie untersucht, wie unsere gesamte Gesellschaft lebensfreundlicher gestaltet werden kann – angefangen bei der Art, wie wir mit Kindern umgehen. Das Buch verbindet Pädagogik mit gesellschaftlicher Verantwortung und ist ein Aufruf zu mehr Achtsamkeit im Zusammenleben. Mit Kindern leben lernen*Ein praxisnaher Ratgeber, der konkrete Situationen aus dem Familienalltag beleuchtet. Rebecca Wild zeigt, wie wir im täglichen Umgang mit Kindern mehr Gelassenheit und Verständnis entwickeln können. Besonders wertvoll für Eltern, die alternative Wege jenseits von Belohnung und Bestrafung suchen. Sein zum Erziehen*In diesem späteren Werk vertieft Rebecca Wild die innere Haltung, die einer befreiten Erziehung zugrunde liegt. Sie betont: Bevor wir Kinder begleiten können, müssen wir uns selbst kennen und annehmen lernen. Das Buch ist eine Einladung zur Selbstreflexion für alle, die mit Kindern leben und arbeiten. Kinder im Pesta – Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung*Ein faszinierender Einblick in den Alltag der legendären Pesta-Schule. Rebecca Wild beschreibt anhand konkreter Beispiele, wie Kinder in einer nicht-direktiven Umgebung lernen und sich entwickeln. Das Buch macht ihre pädagogischen Prinzipien anschaulich und greifbar. Ein literarisches Vermächtnis, das weiterwirkt Rebeca Wilds Bücher sind keine Rezepte, sondern Denkanstöße. Sie fordern uns auf, tief verwurzelte Überzeugungen über Erziehung zu hinterfragen. Ihre Werke bleiben aktuell – denn die Frage, wie wir Kindern ein Leben in Freiheit und Würde ermöglichen, ist heute genauso wichtig wie vor 50 Jahren. Jedes dieser Bücher ist ein Türöffner: zu einer neuen Sicht auf Kindheit, zu mehr Vertrauen in die menschliche Entwicklung – und nicht zuletzt zu uns selbst. Denn wie Rebeca Wild immer betonte: \"Erziehung beginnt bei den Erwachsenen.\" *Affiliate Werbelink Als Partner von Affiliate-Programmen verdient Unsee rneues Wir an qualifizierten Verkäufen. Für einen Einkauf über die Affiliate-Links wird kein Mehrpreis berechnet.", "Deutsch Female");
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Eine Pädagogik, die das Leben feiert</strong></h4>



<p>Stell dir eine Welt vor, in der Bildung nicht einschränkt, sondern befreit. Wo Kinder nicht gepresst werden in vorgefertigte Formen, sondern ihr inneres Feuer entfalten dürfen. Genau diese Vision trieb Rebeca Wild an &#8211; eine Frau, die mit ihrem Lebenswerk zeigte, dass Lernen und Leben untrennbar verbunden sind. Ihre &#8222;Erziehung zum Sein&#8220; ist kein trockenes Konzept, sondern ein lebendiger Prozess, der uns alle herausfordert.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Vom Trauma zur Transformation: Der Ursprung einer Revolution</strong></h4>



<p>Rebecca Wilds Weg begann mit einem tiefen Unbehagen. Geboren 1939 in Deutschland, erlebte sie selbst, wie autoritäre Erziehungssysteme die natürliche Lebendigkeit von Kindern ersticken. Doch anders als viele resignierte sie nicht &#8211; sie suchte nach Antworten. Ihr Studium der Pädagogik und Psychologie wurde zur Enttäuschung, als sie erkannte: Selbst reformpädagogische Ansätze gingen nicht weit genug.</p>



<p>Der entscheidende Wendepunkt kam in Ecuador. Hier, fern von europäischen Bildungstraditionen, gründete sie 1977 mit ihrem Mann Mauricio den legendären &#8222;Pesta&#8220;. Diese Schule wurde zum lebendigen Labor einer radikalen Idee: Was, wenn wir Kindern einfach vertrauen würden? Wenn wir Räume schaffen statt Lehrpläne? Wenn wir Wachsen lassen statt formen?</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das Wunder des freien Lernens: Beobachtungen, die alles verändern</strong></h4>



<p>In der Pesta-Schule geschah Magisches. Kinder, die man in normalen Schulen als &#8222;problematisch&#8220; abstempelte, blühten auf. Ohne Notendruck, ohne starre Vorgaben entdeckten sie ihre ureigene Lust am Lernen. Rebecca Wild beobachtete etwas Entscheidendes: Jedes Kind trägt seinen eigenen Bauplan in sich. Unsere Aufgabe ist nicht, diesen Plan zu schreiben, sondern den Raum zu schaffen, in dem er sich entfalten kann.</p>



<p>&#8222;Erziehung heißt nicht, ein Gefäß zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen&#8220;, könnte ihr Motto gelautet haben. In ihren Büchern beschreibt sie berührende Momente: Das Kind, das stundenlang vertieft einen Bach beobachtet und dabei mehr über Physik lernt als in jeder Unterrichtsstunde. Der Junge, der durch eigenes Experimentieren mathematische Gesetze entdeckt. Diese Erlebnisse waren kein Zufall &#8211; sie offenbarten die natürliche Art, wie Menschen lernen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Herausforderung an uns Erwachsene: Erst selbst frei werden</strong></h4>



<p>Doch Rebecca Wild ging noch weiter. Sie erkannte: Wir können Kindern keine Freiheit geben, die wir selbst nicht kennen. Ihre Pädagogik wurde zu einem Spiegel für Erwachsene. &#8222;Bevor wir erziehen, müssen wir uns selbst erziehen&#8220;, forderte sie. Jeder von uns trägt die Wunden seiner eigenen Erziehung &#8211; und ohne Bewusstheit geben wir sie weiter.</p>



<p>Ihr Ansatz wurde damit zu einer doppelten Revolution: Eine Methode für Kinder und ein Heilungsweg für Erwachsene. Sie zeigte, wie wir unsere eigenen Blockaden erkennen und auflösen können &#8211; die &#8222;Felsbrocken in der Lagune des Unbewussten&#8220;, wie sie es poetisch nannte. Erst dann können wir wirklich freie Räume für Kinder schaffen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Warum Wilds Ideen heute dringender sind denn je</strong></h4>



<p>In unserer Zeit der Digitalisierung, der Leistungsoptimierung und der standardisierten Tests wirken Rebecca Wilds Ideen wie ein befreiender Gegenentwurf. Während Bildungssysteme weltweit immer mehr auf Effizienz getrimmt werden, erinnert uns ihr Werk an das Wesentliche: Bildung soll dem Leben dienen &#8211; nicht umgekehrt.</p>



<p>Ihre Erkenntnisse sind keine Utopie. Weltweit entstehen Schulen, die ihren Ansatz weiterentwickeln. Eltern finden Mut, ihren Kindern mehr zuzutrauen. Lehrer entdecken, dass weniger Kontrolle oft mehr Lernen bewirkt. Die &#8222;Erziehung zum Sein&#8220; ist kein fertiges Modell, sondern eine Einladung &#8211; an dich, an mich, an alle, die spüren: Es muss anders gehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein Vermächtnis, das weiterwirkt</strong></h4>



<p>Rebecca Wild starb 2015, aber ihr Feuer brennt weiter. Ihre Bücher, ihre Schule, ihre Ideen inspirieren eine neue Generation von Pädagogen und Eltern. Vielleicht liegt die Kraft ihrer Vision gerade darin, dass sie keine Patentrezepte liefert, sondern uns auffordert: Schau hin. Vertraue. Wage den Sprung ins Ungewisse. Denn nur wer selbst frei denkt, kann Freiheit ermöglichen.</p>



<p>Ihr Leben zeigt: Wahre Bildung ist kein System, sondern eine Haltung. Eine Haltung des Respekts vor dem Geheimnis jedes werdenden Menschen. Und vielleicht ist genau das die radikalste und heilsamste Botschaft für unsere Zeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die wichtigsten Werke von Rebeca Wild</strong></h4>



<p>Rebecca Wild hat mit ihren Büchern ein tiefgreifendes pädagogisches Erbe hinterlassen. Ihre Werke sind keine trockenen Theorien, sondern lebendige Erfahrungsberichte, die Eltern und Pädagogen weltweit inspirieren. Hier sind ihre bedeutendsten Veröffentlichungen:</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>&#8222;Erziehung zum Sein&#8220; – Das grundlegende Werk</strong></h4>



<p>Dieses Buch ist Rebecca Wilds bekanntestes und einflussreichstes Werk. Hier entfaltet sie ihr Konzept der &#8222;nicht-direktiven Erziehung&#8220; und zeigt, wie Kinder in einer vorbereiteten Umgebung ihr volles Potenzial entfalten können. Es ist eine radikale Absage an traditionelle Erziehungsmethoden und ein Plädoyer für Vertrauen in die natürliche Entwicklung des Kindes.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><a aria-label="Freiheit und Grenzen – Liebe und Respekt (opens in a new tab)" href="https://amzn.to/43KVzQF" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Freiheit und Grenzen – Liebe und Respekt</a>*</strong><br>In diesem Buch geht Rebecca Wild der Frage nach, wie wahre Freiheit in der Erziehung aussehen kann – ohne in Chaos zu verfallen. Sie erklärt, warum klare, liebevolle Grenzen kein Widerspruch zur freien Entfaltung sind, sondern eine notwendige Grundlage. Ein wertvoller Leitfaden für alle, die einen Mittelweg zwischen Laissez-faire und Kontrolle suchen.</li>



<li><strong><a aria-label="Lebensqualität für Kinder und andere Menschen (opens in a new tab)" href="https://amzn.to/4jfV7hT" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Lebensqualität für Kinder und andere Menschen</a></strong>*<br>Hier weitet Rebecca Wild den Blick über die Kindheit hinaus. Sie untersucht, wie unsere gesamte Gesellschaft lebensfreundlicher gestaltet werden kann – angefangen bei der Art, wie wir mit Kindern umgehen. Das Buch verbindet Pädagogik mit gesellschaftlicher Verantwortung und ist ein Aufruf zu mehr Achtsamkeit im Zusammenleben.</li>



<li><strong><a aria-label="Mit Kindern leben lernen (opens in a new tab)" href="https://amzn.to/3Fr8sWL" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Mit Kindern leben lernen</a></strong>*<br>Ein praxisnaher Ratgeber, der konkrete Situationen aus dem Familienalltag beleuchtet. Rebecca Wild zeigt, wie wir im täglichen Umgang mit Kindern mehr Gelassenheit und Verständnis entwickeln können. Besonders wertvoll für Eltern, die alternative Wege jenseits von Belohnung und Bestrafung suchen.</li>



<li><strong><a aria-label="Sein zum Erziehen (opens in a new tab)" href="https://amzn.to/44UXxiv" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Sein zum Erziehen</a></strong>*<br>In diesem späteren Werk vertieft Rebecca Wild die innere Haltung, die einer befreiten Erziehung zugrunde liegt. Sie betont: Bevor wir Kinder begleiten können, müssen wir uns selbst kennen und annehmen lernen. Das Buch ist eine Einladung zur Selbstreflexion für alle, die mit Kindern leben und arbeiten.</li>



<li><strong><a aria-label="Kinder im Pesta – Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung (opens in a new tab)" href="https://amzn.to/3Z4mcgN" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Kinder im Pesta – Erfahrungen auf dem Weg zu einer vorbereiteten Umgebung</a></strong>*<br>Ein faszinierender Einblick in den Alltag der legendären Pesta-Schule. Rebecca Wild beschreibt anhand konkreter Beispiele, wie Kinder in einer nicht-direktiven Umgebung lernen und sich entwickeln. Das Buch macht ihre pädagogischen Prinzipien anschaulich und greifbar.</li>
</ul>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein literarisches Vermächtnis, das weiterwirkt</strong></h4>



<p>Rebeca Wilds Bücher sind keine Rezepte, sondern Denkanstöße. Sie fordern uns auf, tief verwurzelte Überzeugungen über Erziehung zu hinterfragen. Ihre Werke bleiben aktuell – denn die Frage, wie wir Kindern ein Leben in Freiheit und Würde ermöglichen, ist heute genauso wichtig wie vor 50 Jahren.</p>



<p>Jedes dieser Bücher ist ein Türöffner: zu einer neuen Sicht auf Kindheit, zu mehr Vertrauen in die menschliche Entwicklung – und nicht zuletzt zu uns selbst. Denn wie Rebeca Wild immer betonte: &#8222;Erziehung beginnt bei den Erwachsenen.&#8220;</p>



<p style="font-size:10px"><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">*</span><a aria-label="Affiliate Werbelink (opens in a new tab)" href="https://www.unserneueswir.de/affiliate-werbelinks/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Affiliate Werbelink</a></p>



<p class="has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-link-color wp-elements-4ed7252c80cba3d892d23749c47929bc" style="font-size:10px">Als Partner von Affiliate-Programmen verdient Unsee rneues Wir an qualifizierten Verkäufen. Für einen Einkauf über die Affiliate-Links wird kein Mehrpreis berechnet.</p>
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		<title>Warum dänische Schulen Kindern Empathie lehren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 16:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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		<category><![CDATA[kooperatives Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir alle haben schon gehört, dass die Dänen ein glückliches Volk sind. Einen wesentlichen Beitrag]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><button id="listenButton4" class="responsivevoice-button" type="button" value="Play" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech"><span>&#128266; Listen to this</span></button>
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                    responsiveVoice.speak("Wir alle haben schon gehört, dass die Dänen ein glückliches Volk sind. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Glück leisten die Schulen, die den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Empathie gelegt haben. 2017 besuchte die Bestsellerautorin und dänische Erziehungsexpertin Jessica Alexander dänische Schulen, um zu untersuchen, wie die Dänen Empathie lehren und welche emotionalen und sozialen Auswirkungen dies auf die Schüler hat. Was sie dabei erfuhr, spiegelt die Themen des 2016 gemeinsam mit der dänischen Psychotherapeutin Iben Dissing Sandahl verfassten Buches Warum dänische Eltern entspannter sind: Die persönlichen Erziehungsgeheimnisse der glücklichsten Familien der Welt*. Hier ist, was sie darüber herausgefunden haben, wie die Vermittlung von Empathie die kulturellen Definitionen von Erfolg und Wohlbefinden beeinflusst: 1. Lernen in der Gruppe Die Dänen lehren Empathie durch ein Modell des \"kooperativen Lernens\" bei dem Schüler mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen zusammenarbeiten. Da jeder Schüler einzigartige Fähigkeiten hat, übernimmt jeder durch die gemeinsame Nutzung von Fähigkeiten die Rolle des Lehrers und des Schülers. So lernen die Kinder schon früh, dass man nicht allein erfolgreich sein kann und dass die Hilfe anderer zu besseren Ergebnissen führt. Wenn man jemandem etwas beibringt, was man bereits weiß, fördert man außerdem seine Fähigkeit zur Empathie. Wenn man sich anhört, wie jemand Informationen aufnimmt, und sich in die Lage des anderen hineinversetzt, um zu verstehen, wie er lernt, stärkt das die geistigen Drähte für Empathie. 2. Teamwork Die Dänen sind begeistert von der Zusammenarbeit. Team-Projekte machen in Dänemark etwa 60 % der Schularbeit aus. Diese Fähigkeiten lassen sich gut in die Arbeitswelt übertragen. 3. Kein Wettbewerb zwischen den Schülern Dänische Schulen vergeben keine Trophäen an ihre Schüler für sportliche oder akademische Leistungen. Der Grund dafür ist, dass dies zu unnötigem Wettbewerb zwischen den Schülern führt. Stattdessen kultivieren sie eine Kultur der intrinsischen Motivation, d. h. die Motivation, Fortschritte zu erzielen, die mit einem selbst und nicht mit anderen gemessen werden. Auf diese Weise leiten die Dänen die Studierenden zu innerem Wohlbefinden sowie zu akademischem und beruflichem Erfolg an. Glück beginnt mit der Fürsorge für andere. Quelle: https://community.thriveglobal.com/danish-schools-teach-empathy-education-and-bolster-nation-s-well-being/ https://www.amazon.de/Warum-d%C3%A4nische-Eltern-entspannter-Erziehungsgeheimnisse/dp/3442393787?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=2ZC2HAI92LEDW&keywords=Iben+sandahl+Die+d%C3%A4nische+Art+der+Kindererziehung%3A+Was+die+gl%C3%BCcklichsten+Menschen+der+Welt+dar%C3%BCber+wissen%2C+wie+man+selbstbewusste%2C+f%C3%A4hige+Kinder+erzieht&qid=1699804763&sprefix=iben+sandahl+die+d%C3%A4nische+art+der+kindererziehung+was+die+gl%C3%BCcklichsten+menschen+der+welt+dar%C3%BCber+wissen+wie+man+selbstbewusste+f%C3%A4hige+kinder+erzieht%2Caps%2C188&sr=8-2&linkCode=ll1&tag=kleinwagenb0c-21&linkId=154cca0d7b0587d033d3c0195b56d271&language=de_DE&ref_=as_li_ss_tl https://www.amazon.de/%C2%BBMama-ich-will-spielen-resilienter/dp/3442393612?_encoding=UTF8&pd_rd_w=IyQ3D&content-id=amzn1.sym.c04b8eba-c028-41f1-93ba-155bc9f5a303&pf_rd_p=c04b8eba-c028-41f1-93ba-155bc9f5a303&pf_rd_r=257-1762676-3410936&pd_rd_wg=dU9w0&pd_rd_r=287a5369-cf20-4490-96cf-03471d2378fe&linkCode=ll1&tag=kleinwagenb0c-21&linkId=76c6517c44473763189467b8653d4f81&language=de_DE&ref_=as_li_ss_tl", "Deutsch Female");
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    </br></p>



<p>Wir alle haben schon gehört, dass die Dänen ein glückliches Volk sind. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Glück leisten die Schulen, die den Schwerpunkt auf die Vermittlung von Empathie gelegt haben.</p>



<p>2017 besuchte die Bestsellerautorin und dänische Erziehungsexpertin Jessica Alexander dänische Schulen, um zu untersuchen, wie die Dänen Empathie lehren und welche emotionalen und sozialen Auswirkungen dies auf die Schüler hat.</p>



<p>Was sie dabei erfuhr, spiegelt die Themen des 2016 gemeinsam mit der dänischen Psychotherapeutin Iben Dissing Sandahl verfassten Buches <a href="https://amzn.to/477I5h3">Warum dänische Eltern entspannter sind: Die persönlichen Erziehungsgeheimnisse der glücklichsten Familien der Welt</a>*.</p>



<p>Hier ist, was sie darüber herausgefunden haben, wie die Vermittlung von Empathie die kulturellen Definitionen von Erfolg und Wohlbefinden beeinflusst:</p>



<h4 class="wp-block-heading">1. <strong>Lernen in der Gruppe</strong></h4>



<p>Die Dänen lehren Empathie durch ein Modell des &#8222;kooperativen Lernens&#8220; bei dem Schüler mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen zusammenarbeiten. Da jeder Schüler einzigartige Fähigkeiten hat, übernimmt jeder durch die gemeinsame Nutzung von Fähigkeiten die Rolle des Lehrers und des Schülers. So lernen die Kinder schon früh, dass man nicht allein erfolgreich sein kann und dass die Hilfe anderer zu besseren Ergebnissen führt.</p>



<p>Wenn man jemandem etwas beibringt, was man bereits weiß, fördert man außerdem seine Fähigkeit zur Empathie. Wenn man sich anhört, wie jemand Informationen aufnimmt, und sich in die Lage des anderen hineinversetzt, um zu verstehen, wie er lernt, stärkt das die geistigen Drähte für Empathie.</p>



<h4 class="wp-block-heading">2. Teamwork</h4>



<p>Die Dänen sind begeistert von der Zusammenarbeit. Team-Projekte machen in Dänemark etwa 60 % der Schularbeit aus. Diese Fähigkeiten lassen sich gut in die Arbeitswelt übertragen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">3. Kein Wettbewerb zwischen den Schülern</h4>



<p>Dänische Schulen vergeben keine Trophäen an ihre Schüler für sportliche oder akademische Leistungen. Der Grund dafür ist, dass dies zu unnötigem Wettbewerb zwischen den Schülern führt. Stattdessen kultivieren sie eine Kultur der intrinsischen Motivation, d. h. die Motivation, Fortschritte zu erzielen, die mit einem selbst und nicht mit anderen gemessen werden.</p>



<p>Auf diese Weise leiten die Dänen die Studierenden zu innerem Wohlbefinden sowie zu akademischem und beruflichem Erfolg an. Glück beginnt mit der Fürsorge für andere.</p>



<p style="font-size:10px">Quelle: https://community.thriveglobal.com/danish-schools-teach-empathy-education-and-bolster-nation-s-well-being/</p>



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		<title>Die Tekos-Schule: 11 Jahre Schule in einem Jahr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 20:38:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[anders lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Freilernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine russische Schule stellt vieles auf den Kopf, was wir über Kinder und Lernen zu]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Eine russische Schule stellt vieles auf den Kopf, was wir über Kinder und Lernen zu wissen glauben. In einem bis vier Jahren sollen die Schüler dort den gesamten Stoff von normalerweise 11 Jahren Schule absolvieren. Mit 13 studieren einige schon an Universitäten. Was ist das Geheimnis dieser Schule?</span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><span id="more-1627"></span></span><br />
<span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Die Schetinin-Schule in Russland: Stille Revolution</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Stadt Gelendzhik in der Krasnodar-Region am Schwarzen Meer ist nicht gerade eine Metropole, von der man Revolutionen erwartet. Doch in den Wäldern verbirgt sich eine Schule, welche vieles in Frage stellt, was wir über das Lernen und Schule zu wissen glauben. Der ehemalige Musiklehrer Michail Petrowitsch Schetinin (auch: Mikhail Petrovich Shchetinin) hat dort ein Wald-Internat aufgebaut, das ein völlig anderes Konzept von Schule verwirklicht und atemberaubende Ergebnisse hervorbringt: die Shkola Akademika Schetinina.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Was über die Schule berichtet wird, klingt unglaublich: Einige der Kinder lernen nach Aussage der Schule und zahlreicher Besucher aus aller Welt in einer Geschwindigkeit, die aus traditioneller Sicht unerklärlich scheint. 13-jährige Absolventen studieren da schon mal im zweiten Semster Psychologie, während sie weiter Lehrbücher und Lehrmethoden für die Schule entwickeln und zum Teil ältere Kinder unterrichten. Wobei sie eben genau das nicht tun: Unterrichten.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Denn alle Kinder sind sowohl Lehrer als auch Schüler. Die Schüler finden in Lerngruppen mit allen Altersstufen von 8 bis 22 Jahren zusammen und erarbeiten selbständig gemeinsam Lösungen zu konkreten Fragestellungen. Es wird immer nur an einem Thema gearbeitet, bis es gelöst ist oder vollständig verstanden ist. Es gibt keine verschiedenen Fächer, sondern nur Wissen, dass zur Lösung einer Frage benötigt wird. Das Ganze ist mehr ein Rätsel-Club als irgendetwas, das herkömmlichem Unterricht ähnlich sieht.</span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Wissensosmose: Der Mensch weiß alles</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Soweit klingt alles noch nach freier Schule. Aber was wirklich in den Arbeitsgruppen passiert, erklärt Schetinin selbst wie folgt:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Hier geschieht hauptsächlich die Annäherung. Wenn uns das Treffen gelingt, dann können sie gemeinsam das Ziel erreichen, dass in 10 Tagen der Mathematikstoff der ganzen Mittelschule erfasst wird. Also auf 11 Jahre geteilte Mathematik, in 10 Tagen. Die ist die Aufgabenstellung. Das geschieht momentan mit solchen Schülern, denen es gelingt, sich mit anderen Schülern zu treffen, welche dieses Wissen schon haben. Das liegt am offenen, freien Miteinander. Wenn die polaren Strukturen (Kräfte) sich berühren, dann wird Wissen weitergegeben. Das ist bekannt. Beobachtungen an Liebespaaren zeigen, wie sie sich fast ohne Worte verständigen können. Kaum sagt einer etwas, schon hat es der andere bereits aufgenommen.“</span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">An der Schule findet kein Lernen statt, sondern eher so etwas wie Wissens-Osmose. Die Übertragung von Wissen von einem Menschen auf einen anderen. Ein Teil davon sind Worte und Erklärungen, aber es geht um mehr. Martin Masliko ein 22-jähriger Praktikant aus Tschechien, der die Schule besucht hat, erzählt von einem Schlüssel-Erlebnis an der Schule: Er hatte an staatlichen Schulen mehrfach die Zellteilung durchgenommen, diese jedoch nie behalten oder wirklich verstehen können – bis er an die Schetinin-Schule kam.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Ein 11-jähriger begann mir die Zellteilung zu erklären. Er zeigte mir ein Buch, aber ich sah nur das Feuer in seinen Augen: Er wollte, dass ich es verstehe. In diesem winzigen Augenblick habe ich irgendwie die Zellteilung verstanden.“</span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Diese Wissens-Osmose funktioniert nur unter einer bestimmten Bedingung, glaubt Schetinin:</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Es ist es sehr wichtig, dass in den Lehrern kein Gedanke existiert, dass die Schüler ohne Wissen wären. Wenn ein Lehrer etwas so erklärt , als ob die Schüler ohne Wissen wären, dann werden die Schüler auf Dauer kaum etwas behalten können. Das zweite ist das gemeinsame Treffen auf der Ebene der Aufgabenlösung. Das Lernen geht dann wie von ganz allein. Die Aufmerksamkeit muss auf die Lösung gelenkt werden, statt auf das Auswendiglernen. Man muss den Gedanken von „Lernen“ völlig aufgeben und sich auf das Lösen konkreter Aufgaben ausrichten. Durch die Leichtigkeit der gemeinsamen Aufgabenlösung löst sich die Differenz von Schüler und Lehrer auf und dabei wird das wichtige Wissen aufgenommen. Es ist praktisch wie das Erinnern an etwas Eingeschlafenem. Der Mensch weiß alles!“</span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Kinder sind die besseren Lehrer</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Dass Kinder Kinder unterrichten, hat viele Vorteile. Zum einen denken Kinder wie Kinder und können es so anderen Kindern besser erklären. Die Schüler an der Tekos-Schule haben inzwischen selbständig eine völlig neue Lern-Pädaogik für sich selbst entwickelt, und schreiben sich ihre fachübergreifenden Lehrbücher selbst, da die herkömmlichen Bücher aus ihrer Sicht nicht funktionierten.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Kinder treffen sich eigenständig, um zu besprechen, wie bestimmte Themen besser vermittelt und verstanden werden können. Und einen neuen Plan für zukünftige Schüler zu entwickeln, wie diese den Stoff leichter und schneller verinnerlichen können. Nur so war es möglich, ein System zu entwickeln, dass es Schülern ermöglicht in 4 Jahren den Stoff von 11 Klassen zu verstehen. Und dadurch, dass der Gedanke, jüngere Kinder wären nicht in der Lage, etwas zu verstehen, schlicht nicht existiert.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Wir machen keine Trennung nach dem Alter. Für uns ist das sehr wichtig. Lehrer sind auf gleicher Ebene mit den Schülern. Ihre Aufgabe ist die Wissensweitergabe in 10 Tagen in solcher Art und Weise, dass die Schüler dieses Wissen auch weiter geben möchten.“ erklärt Schetinin. Oft sind es sogar gerade jüngere Schüler, die einen völlig neuen, kürzeren Weg finden, Dinge zu erklären oder zu lösen.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Aber auch wenn viele der Berichte über die Schule, vor allem das Lerntempo hervorheben – den Kindern selbst ist die Geschwindigkeit gar nicht wichtig:</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Jeder hat sein Tempo. Es ist egal, ob jemand in ein oder in vier Jahren fertig ist. Das innere Wachstum ist das, was zählt. Wenn spirituelles Wachstum stattfindet, ist Schul-Sachen zu lernen sehr, sehr einfach.“ erklärt eine gerade mal 14-jährige wie selbstverständlich.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1629" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-01.jpg" alt="Die Tekos-Schule" width="1280" height="960" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-01.jpg 1280w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-01-600x450.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-01-300x225.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-01-1024x768.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-01-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Alle Kinder sind Genies</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Wer die Kinder reden hört, mag sich fragen, wo Schetinin bloß so viele Genies aufgetrieben hat. Aber das hat er gar nicht.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Wir testen keinen IQ. Wenn das Herz eines Kindes offen ist, ist es ein Genie. Wenn du sein Herz öffnest, seine Komplexe, alle Anspannung und Angst entfernst, dann wirst du ein Genie sehen, dass schon auf seinem ganz eigenen Weg ist“, legt Schetinin sein Pädagogik-Konzept dar.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Das Ziel seiner Arbeit, ist die spirituelle und persönliche Reifung der Kinder, die von Anfang an als Wissende, gleichwürdige Genies behandelt werden, als die Zukunft und der nächste Schritt der Menschheit und der neue Höhepunkt der Evolution. Wie sollte die letzte Stufe der Evolution die nächste unterrichten? Die Kinder tragen in seinen Augen alles Wissen in sich, auch neues Wissen, dass sie erst in die Welt bringen. Deshalb ist es so wichtig, dass sie sich gegenseitig und selbst unterrichten, nach ihrem eigenen System.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Der schönste Moment für Schetinin? „Das Kind stellt eine neue Frage und beantwortet sie sich selbst. Dabei entdeckt es Wissen, dass den Erwachsenen noch nicht bekannt war. Das ist das höchste Ziel, das Bildung erreichen kann.“</span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Ein ganzheitliches Konzept – inklusive Nationalismus?</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Doch das (nicht)-Lernen ist nur ein Teil der Schule. Die Schüler verwalten sich komplett selbst. Sie mauern ihre Schule, sie sägen im eigenen Sägewerk die Bretter, aus denen sie Möbel bauen, sie renovieren, sie machen die Buchhaltung, waschen ihre eigene Wäsche, kochen, lernen ihre eigene Kleidung zu nähen, gestalten ihre Räume mit komplexen Wandmalereien und Mosaiken. Und zwar alle, egal in welchem Alter, nehmen an all diesen Aktivitäten teil. Wer diese Schule verlässt, ist ein Allround-Genie.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Was auf den ersten Blick erschreckend erscheinen mag, ist der fast militärische Teil der Schule: Die Schüler sind körperlich durchtrainiert, fast jeder macht leicht einen Salto aus dem Stand, Flick-Flacks oder sonstige akrobatische Manöver. Man ist offensichtlich in seinem Körper zu Hause. Sie sind in Kampfsport ausgebildet – auch an Waffen. So sieht man auch mal ein 10-jähriges Mädchen Schwertkampf auf Ninja-Niveau vorführen. Oder Jungs in Militär-Klamotten bei militärischen Kampfübungen im Wald. Wer diese Schule verlässt, ist nicht nur ein Allround-Genie, er ist auch ein Krieger. Angstfrei, durchtrainiert und stark.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Einerseits wirkt das sehr ganzheitlich und beeindruckend, dürfte aber gerade in Deutschland bei einigen auch ungute Gefühle und Erinnerungen wachrufen. Besonders, weil Kinder wie Erwachsene an der Schule keinen Hehl aus ihrem Nationalstolz machen, man lernt für Russland, für die Zukunft der Heimat. Die Schule legt großen Wert auf das Lernen von traditionellen Tänzen, Gesängen, Sagen, auf traditionelle Küche, traditionelle Trachten, traditionelle Musik, die Liebe zu Mutter Russland. Einem deutschen wird da zunächst vielleicht mulmig. Aber auch dafür hat Schetinin eine immerhin anhörenswerte Erklärung parat.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Kinder müssen an die kollektive Volksseele, ihre Ahnen angebunden sein, verwurzelt in der Natur ihres Heimatlandes. Nur so kann ein Mensch seine volle Kraft entfalten, meint Schetinin.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1630" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02.jpg" alt="Die Tekos-Schule" width="1280" height="854" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02.jpg 1280w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/09/Tekos-2022-02-675x450.jpg 675w" sizes="auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Und nur wenn Körper und Geist, konkretes und abstraktes Wissen, Wurzeln und Zweige sich gleichzeitig entwickeln, erblüht ein Mensch – die Kombination aller Bereiche zu einem ganzheitlichen Ansatz hat für Schetinin enorme Wichtigkeit.</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Es hat sich herausgestellt, dass sich Fähigkeiten in einem Bereich erst vollständig manifestieren, wenn auch Fähigkeiten in vielen anderen Bereichen des Lebens entwickelt werden. Junge Menschen erobern Gipfel, wenn ihnen noch nicht eingeredet wurde, dass diese Gipfel unerreichbar sind. Es ist unsere Auffassung, dass Fähigkeiten in einem Tätigkeits-Bereich sich aus Fähigkeiten in anderen Bereichen zusammensetzen. Wahres Talent ist ein ganzes Netzwerk von verschiedenen Gaben. Das bedeutet, dass die Entwicklung eines Satzes von Fähigkeit sich beschleunigt, wenn alle diese Fähigkeiten zusammen in Bewegung gesetzt werden. Auch um einen Spezialisten hervorzubringen, muss man folglich zuerst einmal einen ganzheitlichen Menschen hervorbringen – den Menschen als ein einheitliches Ganzes.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Unser Ziel ist nicht Wissen / Know-how / Gewohnheiten zu vermitteln. Es ist nicht endloses einstudieren und Auswendiglernen, oder das Eintrichtern von Informationen. Vielmehr ist es die Erhöhung des Menschen dahin, harmonisch zu leben, in Harmonie mit der Gesellschaft zu handeln – ein Mensch, der, wenn er die Erscheinungen des Lebens, die ihn umgeben sieht und analysiert, stets ihre Verbindung fühlen und die Welt als ein Ganzes wahrnehmen kann. Und egal, was er ist – ein Ingenieur, Physiker, Chemiker, Baumeister, Lehrer etc. – wird er verstehen, dass er in einer ganzen, vollständigen, einheitlichen Welt lebt.“</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Michail Petrowitsch Schetinin</span></p></blockquote>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Wedische Philosophie</span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Besonderer Wert wird auch auf die Entwicklung von Spiritualität und Naturverbundenheit gerichtet. Der Eindruck einer gewissen Ideologie lässt sich dabei nicht ganz verscheuchen – die slawisch-wedische Philosophie und das Anastasia-Gedankengut sind allgegenwärtig. Alle Kinder haben ein verblüffendes spirituelles Wissen und eine tiefe Beziehung mit der Natur. Daran sind sicher vor allem viele positive Dinge zu finden, aber es ist irgendwie immer seltsam, wenn so viele Menschen ganz und gar einer Meinung sind.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Dennoch: Die Kinder sprechen für sich. Die Wachheit, Intelligenz, das Verantwortungsgefühl und die Würde, die sie ausstrahlen, sind schon etwas Besonderes. Allerdings: wie ausgelassene Kinder wirken sie kaum.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Der Filmemacher einer bekannten Film-Dokumentation über die Schule rekapituliert ähnlich:</span></p>
<blockquote><p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">„Ich habe tolle Erinnerungen an meine Arbeit mit den Kindern hier. Meine einzige Besorgnis ist: Die Kinder haben keinerlei Privatsphäre. [Die Kinder leben in Mehrbettzimmern und sind den ganzen Tag zusammen. Anmerk. d. Red.]. Sie haben keine wirkliche Freizeit, um sich selbst zu erkunden. Es gibt eine einzige alles Umspannende Vision: Die von Michael Schetinin. Viele der Arbeiten erfordern enorme Disziplin und Gehorsam. Und ihre Verehrung des Vaterlandes grenzt teilweise an Unterwürfigkeit.“</span></p></blockquote>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Inspiration</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Was immer man also über diese Schule denken mag: Man kommt nicht umhin, anzuerkennen, was sie leistet und sie ist eine enorme Quelle der Inspiration. Der Ansatz von Schetinin enthält viele wichtige, grundlegende Gedanken, die es verdient haben, gehört zu werden – auch wenn man vielleicht nicht mit allem einverstanden sein mag.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Wie viele anderen freien Schulen weltweit ist auch diese Schule ein Licht, welches unser gängiges Schulsystem eigentlich augenblicklich in sich zusammenstürzen lassen sollte. Denn was die herkömmliche Schule derzeit mit unseren Kindern tut, ist mit diesem Wissen, diesen Beweisen in keiner Weise mehr vertretbar.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Quelle: <a href="https://www.sein.de/" target="_blank" rel="noopener">sein.de</a></span></p>
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		<title>Die Bildungstheorie von Johann Heinrich Pestalozzi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2022 12:35:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[Johann Heinrich Pestalozzi wurde im Jahr 1746 in Zürich geboren und wurde 81 Jahre alt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Johann Heinrich Pestalozzi wurde im Jahr 1746 in Zürich geboren und wurde 81 Jahre alt. Pestalozzi interessierte sich sehr für den Philosophen und Theoretiker Jacques Rousseau. In Anlehnung an Rousseaus Ideen erforschte Pestalozzi, wie er diese für sich selbst weiterentwickeln und nutzen konnte. Johann Pestalozzi war ein sehr zielstrebiger Mensch, der auch dann, wenn er auf Hindernisse stieß, weitermachte und schließlich Erfolg hatte. Johann Pestalozzi hatte zu Beginn seiner Laufbahn als Lehrer Schwierigkeiten, aber schließlich wurde er zu einem wichtigen Einfluss auf die Grundschulen in den Vereinigten Staaten.</span><br />
<span id="more-1440"></span></p>
<h4><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>Bildungsexperimente des Johann Pestalozzi</strong></span></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Johann Pestalozzi besuchte die Universität Zürich, um dort zu studieren, und führte von da an alle möglichen Bildungsexperimente durch, indem er Schulen für alle Arten von Menschen eröffnete, in der Regel für die Armen. Die meisten dieser Schulen hielten sich jedoch nicht lange und fielen in der Regel aus Geldmangel auseinander. Noch zu seinen Lebzeiten schrieb er Bücher, die auf seinen Theorien über die Erziehung basierten. &#8222;Kinder sollten durch Aktivität und durch Dinge (praktische Werkzeuge) lernen. Sie sollten frei sein, ihren eigenen Interessen nachzugehen und ihre eigenen Schlüsse zu ziehen.&#8220; Johann Pestalozzi vertrat die Ansicht, dass es ein Gleichgewicht braucht, dass die drei Elemente Kopf, Herz und Hände das Wichtigste sind, damit Kinder eine gute Bildung erhalten.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Indem er dieses Gleichgewicht von Kopf, Herz und Händen anstrebte, schaffte Johann Pestalozzi die als Prügelstrafe bekannte Bestrafung von Kindern ab, denn als Teil des Herzens sollte Liebe vorhanden sein, ohne Liebe können sich Kopf und Hände nicht entwickeln. Johann Pestalozzi wollte die Schule von den alten Lehrmethoden befreien. Deshalb beschäftigte sich Johann Pestalozzi mit allem, was mit Schule, Kindern und der Idee zu tun hatte, dass Kinder die Dinge (Antworten) selbst herausfinden sollten. Johann Pestalozzi ging es darum, das Richtige und Gute in Vordergrund zu stellen, weil ihm der Mensch und sein Wohlergehen wichtiger waren als alles andere.</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-1447" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920.jpg" alt="Lernen" width="1920" height="1280" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-520x347.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/08/back-to-school-gf4ad449db_1920-740x493.jpg 740w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">1. Werttheorie: Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind es wert, gelernt zu werden? Was sind die Ziele der Bildung?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Da das Ziel der Erziehung darin besteht, das ganze Kind zu erziehen, indem ein Gleichgewicht zwischen Händen, Herz und Kopf hergestellt wird, vertrat Johann Pestalozzi die Ansicht, dass folgende Kenntnisse und Fähigkeiten am wichtigsten sind: Rechnen, Erdkunde, Naturwissenschaften, Musik, Zeichnen, Sprache und Leibeserziehung. Er hielt die Arithmetik für die wichtigste, weil sie auf sinnlichen Erfahrungen beruht. Zur Arithmetik, die den Kindern beigebracht werden sollte, gehörte nach Johann Pestalozzi das Verständnis für Zahlen und dafür, dass zwei und zwei vier ergibt. Um dies zu erreichen, ermutigte er die Mütter, ihre Kinder Gegenstände zählen zu lassen, die sie zu Hause vorfinden. In den Fächern Geografie und Naturwissenschaften sorgte Johann Pestalozzi dafür, dass die Schüler beides ganz praktisch erlernen, indem sie in ihrer Umgebung spazieren gehen und dabei die Umwelt um sich herum betrachten, die Landformen und die Wetterverhältnisse in ihrem Gebiet kennen lernen.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Johann Pestalozzi betrachtete die Musik als einen wichtigen Teil des Lehrplans für die Grundschule; er glaubte, dass die Musik der Schlüssel zu einer moralischen Erziehung sei, weil, wie er sagte, &#8222;die Musik das Herz anspricht&#8220;. Wie Sie sehen können, betrachtete Johann Pestalozzi alle wichtigen Fächer als wichtig für den Lehrplan der Grundschule. Zeichnen, Sprache und Leibeserziehung waren ebenfalls sehr wichtig, weil das Zeichnen die Begabung des Einzelnen zum Ausdruck brachte. Die Sprache war ebenfalls wichtig, damit die Schüler ihre Gefühle und Überzeugungen ausdrücken konnten.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Schließlich erachtete Johann Pestalozzi die Leibeserziehung als wichtig, weil zu seiner Zeit die Leibeserziehung vernachlässigt wurde und die Kinder sich im Klassenzimmer nicht bewegen durften. Daher war Johann Pestalozzi der Ansicht, dass für eine vollständige Entwicklung nicht nur die geistigen und moralischen Qualitäten zählen, sondern auch die körperliche Leistungsfähigkeit von großer Bedeutung ist, um die Kinder flexibel und stark zu machen.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">2. Theorie des Wissens: Was ist Wissen? Wie unterscheidet es sich von einer Überzeugung? Was ist ein Irrtum? Eine Lüge?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Wissen ist die Information, die jemand durch Lernen und die Suche nach Antworten erhält. Johann Pestalozzi vertrat die Ansicht, dass der Lehrer dem Kind keine Ideen aufzwingen darf, sondern dass er sich auf das Kind und seine unmittelbare Umgebung verlassen muss, um das Wissen zu vermitteln, das er vermitteln möchte. Wenn der Lehrer das Wissen nicht in das Gehirn des Kindes einfließen lässt, dann muss das Kind das Wissen selbst finden. Johann Pestalozzi sieht auch die Beobachtung als absolute Grundlage allen Wissens an; ohne dass das Kind seine Umgebung aufmerksam beobachtet, wird es nicht in der Lage sein, alle Antworten zu erhalten, die es für seinen Erfolg braucht. </span><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Wissen unterscheidet sich in dieser Hinsicht vom Glauben, denn der Glaube ist ein Prinzip oder etwas, an das jemand glaubt, ohne dass es wahr oder falsch sein muss. Wissen hingegen ist eine reine Tatsache und etwas, dass im Laufe der Zeit bewiesen wurde und seit vielen Jahren gelehrt wird. Johann Pestalozzi war unzufrieden mit der Art und Weise, wie die Bildungsinhalte als Tatsachen und nicht als Erfahrungen dargestellt wurden. So gesehen ist es klar, dass Johann Pestalozzi lieber gehabt hätte, dass die Schüler aus ihren eigenen Überzeugungen lernen, als dass die Lehrer den Kindern ihr Wissen einfach aufzwingen.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Fehler sind etwas, das Menschen machen, wenn sie etwas annehmen, das vielleicht nicht wahr ist. Johann Pestalozzi bezeichnete es als den wichtigsten Fehler der heutigen Erziehung, dass zu viel von den Kindern erwartet wird und zu viele Themen nur scheinbar etwas sind, aber nichts sind. Eine Lüge ist im Gegensatz zu einem Fehler, wenn jemand weiß, dass das, was er sagt, nicht der Wahrheit entspricht, aber er es trotzdem sagt. Johann Pestalozzi glaubt nicht an Lügen in seiner Bildungstheorie, sondern nur an den einen großen Fehler, den manche bei der Bildung machen.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">3. Die Theorie der menschlichen Natur: Was ist der Mensch? Wie unterscheidet er sich von anderen Arten?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Der Mensch ist in der Lage, Kräfte zu nutzen, die ihn von anderen Arten unterscheiden. Wie Johann Pestalozzi erklärt, handelt es sich dabei um intellektuelle, praktische und moralische Fähigkeiten. Der Mensch ist in der Lage, Dinge anders zu erleben als andere Spezies in der Welt, intellektuell und intelligent. Johann Pestalozzi ist jedoch der Meinung, dass wir Menschen nur dann intellektuell sein können, wenn wir uns unserer fünf Sinne bewusst sind: Sehen, Schmecken, Fühlen, Riechen und Hören. Ohne diese wichtigen fünf Sinne können wir nicht intellektuell sein, da wir nicht wissen, was um uns herum in der Außenwelt geschieht.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Der vielleicht wichtigste Teil des Menschseins sind die moralischen Kräfte des Herzens, die uns alle Arten von Gefühlen empfinden lassen. Johann Pestalozzi setzte diese Kraft an die erste Stelle seiner Liste, denn es sind Gefühle wie Besorgnis, Mitleid, Dankbarkeit, Trauer, Freude, Stolz und andere, die uns wirklich von den Tieren unterscheiden; es ist unser Gewissen, das uns leitet, und nach Johann Pestalozzis Ansicht folgt der Mensch seinem Gewissen.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">In Johann Pestalozzis eigenen Worten: &#8222;Der Wille des Menschen ist frei, und es ist die Freiheit seines Willens, die es ihm ermöglicht, sich über seine primitiven tierischen Begierden zu erheben. Der Mensch ist im Gegensatz zu den niederen Geschöpfen in der Lage, durch seinen Willen die Einflüsse zurückzuweisen, die seine Existenz und seine Entwicklung bedrohen&#8230;&#8220;. Auf die Frage nach den Grenzen des menschlichen Potentials macht Pestalozzi deutlich, dass der Mensch keine Grenzen hat, wir sind frei, anzunehmen oder abzulehnen, was wir wollen, wir müssen nicht glauben, was wir nicht wollen.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">4. Theorie des Lernens: Was ist Lernen? Wie erwirbt man Wissen und Fähigkeiten?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Das Lernen ist das, was Johann Pestalozzi am meisten verändern wollte. Zu seiner Zeit stellte Johann Pestalozzi fest, dass das Lernen im Klassenzimmer vor allem aus dem Ablesen von Texten und dem Auswendiglernen von Liedern, Schriften und Psalmen bestand. Diese Art des Lernens befürwortete Johann Pestalozzi nicht; er wollte vielmehr, dass die Kinder in einem weniger restriktiven Rahmen lernen konnten. Johann Pestalozzi wollte, dass die Schülerinnen und Schüler praxisorientiert lernen, dass heißt mit Hilfe von Werkzeugen und einem einfachen Überblick über die Aufgaben, die sie zu bewältigen haben, sollten sie in der Lage sein, Informationen zu sammeln und selbst Antworten zu finden. Den Kindern sollten keine Antworten vorgegeben werden, sondern sie sollten selbst zu Antworten kommen. Anstatt Wissen zu haben, das in erster Linie verbal (künstlich) ist, sah Johann Pestalozzi, dass Wissen, das zu Effizienz im nützlichen Tun (praktisch) führt, für den Menschen wirklich von Nutzen ist.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">5. Theorie der Übertragung: Wer soll lehren? Mit welchen Methoden? Wie soll der Lehrplan aussehen?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Johann Pestalozzi war der Ansicht, dass die Eltern (die Mutter) die ersten Lehrer des Kindes sein sollten. Das Elternhaus sei die erste und beste Schule, die es geben könne. Die Eltern und das häusliche Leben sollten ein sozialer Lehrer sein, der den Kindern die natürlichen Erfahrungen beibringt, die sie brauchen, um ihre moralischen, intellektuellen und technischen Kräfte zu entfalten. Die Eltern sollten die ersten Lehrer im Leben eines Kindes sein, denn durch sie sollten die Kinder lernen, was richtig und was falsch ist, denn sonst wäre es für die Lehrer in der Schule schwierig, die Bildung des Kindes zu fördern. Um ihren Kindern zu zeigen, wie wichtig Sauberkeit im Leben ist, könnten die Eltern ihren Kindern als erste grundlegende Lektion Haushaltsführung beibringen; diese Methode wäre die Art von praktischer Erfahrung, die Johann Pestalozzi wollte.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">In Bezug auf die Lehrer, die die Kinder in der Schule unterrichten sollten, war Johann Pestalozzi der Meinung, dass die Lehrer nicht nur Experten in den Fächern sein sollten, sondern auch in der Kenntnis des Kindes: Sie sollten auch freundlich, offenherzig und fröhlich sowie liebevoll sein. Der Lehrer sollte dem Schüler auch nicht seine Einstellungen und Ideen aufzwingen, sondern die des Kindes fördern. Die Kinder sollten vom Lehrer in Bezug auf die Natur und die Grundelemente unterrichtet werden. Er erkannte auch, dass die Schüler nach der Natur des Kindes unterrichtet werden sollten, was bedeutet, dass der Entwicklungsstand des Kindes berücksichtigt werden sollte. Der Lehrplan, den Johann Pestalozzi bei der Entwicklung seiner Methode im Sinn hatte, bestand darin, dass die Schüler in den grundlegenden Schulfächern praxisnah unterrichtet werden sollten. Diese grundlegenden Fächer, die ihm vorschwebten, wurden durch die drei Grundelemente Zahl, Form und Sprache charakterisiert. Konkret sah Johann Pestalozzi das Studium der Sprache, der Naturwissenschaften, der Erdkunde, der Geschichte und der Natur als am wichtigsten an.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">6. Theorie der Gesellschaft: Was ist Gesellschaft, welche Institutionen sind am Bildungsprozess beteiligt?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Johann Pestalozzi sah die Gesellschaft als eine Gruppe von Individuen, die zusammenleben und sich gegenseitig helfen. Außerdem sagte Johann Pestalozzi, dass der Mensch ohne die Hilfe seiner Mitmenschen nicht leben kann und dass wir mit Hilfe der Gesellschaft geführt und unterstützt werden können, um das zu erreichen, was wir brauchen. Als Menschen sind wir soziale Wesen, die mit anderen sozialen Wesen zusammenleben, das macht eine Gesellschaft aus. </span><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Institution, die nach Johann Pestalozzi in erster Linie am Erziehungsprozess beteiligt ist, ist die Familie. Er sagte, dass die Familie von allen gesellschaftlichen Institutionen diejenige sei, die seinem wahren Erziehungsideal am nächsten komme. Johann Pestalozzi war nämlich der Ansicht, dass die unmittelbare Umgebung im Leben eines Kindes den größten Einfluss auf das Kind und auf das, was es im Leben lernen sollte, hat; daher ist das häusliche Leben des Kindes die wichtigste Institution für die Förderung der Bildung des Kindes.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">7. Theorie der Chancen: Wer soll erzogen werden? Wer soll beschult werden?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">&#8222;Von den Nahen zu den Fernen&#8220;. Dies sagte Johann Pestalozzi in Bezug auf die Frage, wer gebildet und geschult werden sollte. Damit meinte er, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem wirtschaftlichen Hintergrund, gebildet werden sollten. Johann Pestalozzi war zudem der Meinung, dass Kinder beiderlei Geschlechts, ob arm oder Waisen, ebenfalls gebildet werden sollten, solange sie mindestens fünf Jahre alt wären.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">8. Theorie des Konsenses: Warum sind Menschen unterschiedlicher Meinung? Wie wird ein Konsens erreicht? Wessen Meinung hat Vorrang?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Menschen waren nicht unbedingt gegen Johann Pestalozzis Theorie der Elementarerziehung, sie waren nur der Meinung, dass sie nicht geeignet war, andere Erziehungsmethoden aus Johann Pestalozzis Zeit zu verdrängen. Manche empfanden die Details seiner Theorie als verwirrend und manchmal vage. Gleichzeitig wird Johann Pestalozzi aber auch als jemand gesehen, der den Weg für eine zukünftige Erziehungswissenschaft definitiv mit geebnet hat. Wie Mary Walch in ihrem Buch über die Pestalozzianische Erziehungstheorie erwähnt, wurde Johann Pestalozzi wegen seiner Theorie über eine Wissenschaft, die die Erziehung ethisch gestalten würde, als &#8222;Vater der modernen Pädagogik&#8220; bekannt. Ein Konsens wird häufiger als bekannt durch eine Abstimmung erreicht, bei der normalerweise die Mehrheit den Vorsitz übernimmt. In Bezug auf Johann Pestalozzi und seine Theorie der Elementarerziehung kann man mit Sicherheit sagen, dass diejenigen, die seine Theorien und Methoden befürworteten, den Vorrang hatten, denn Johann Pestalozzi wurde auf dem Gebiet der Bildung berühmt. Es ist auch klar, dass die meisten Menschen Johann Pestalozzis Ansichten befürworteten, weil er schließlich zu einer der einflussreichsten Personen der modernen Pädagogik wurde.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;">Quelle: https://www.newfoundations.com/GALLERY/Pestalozzi.html | Wikipedia</span></p>
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		<title>Philosophie der Waldorfpädagogik</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2022 21:34:37 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Freie Schulen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Waldorfschule]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Waldorfpädagogik ist eine Erziehungsphilosophie, die den Schwerpunkt auf die &#8222;kindzentrierten&#8220; Philosophien der Progressiven legt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Waldorfpädagogik ist eine Erziehungsphilosophie, die den Schwerpunkt auf die &#8222;kindzentrierten&#8220; Philosophien der Progressiven legt. Rudolf Steiner, der Gründer der ersten Waldorfschule in Deutschland im Jahr 1919, war der Ansicht, dass alle Kinder eine &#8222;individuelle&#8220; Betreuung erhalten sollten und nicht nur Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Wie sein Zeitgenosse Dewey drängte Steiner auf eine Bildungsreform in Richtung &#8222;kindzentrierter&#8220; Philosophien im Gegensatz zu den traditionelleren &#8222;subjektzentrierten&#8220; Ideologien der damaligen Zeit.</span><br />
https://www.unserneueswir.de/<br />
<span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"><strong>&#8222;Das Leben als Ganzes eine Einheit.&#8220;</strong></span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">2019 feierte die Walddorfschule den 100. Geburtstag.  Die Waldorfschulen folgen alle einem &#8222;ganzheitlichen Ansatz zur Erkenntnis&#8220; (Richards, 1980). Diese &#8222;ganzheitliche&#8220; Vision der Erziehung basiert auf der Ideologie, dass ein Kind in Geist, Körper und Seele erzogen werden muss. Wie Rudolf Steiner selbst beschreibt, &#8222;ist das Leben als Ganzes eine Einheit, und wir müssen nicht nur das Kind, sondern das ganze Leben betrachten; wir müssen den ganzen Menschen betrachten&#8220;. Steiners Ansatz verkörpert die Philosophien der &#8222;kindzentrierten&#8220; Bewegung der frühen Progressiven, die danach strebten, das Kind intellektuell, physisch und sozial zu erziehen. Sie waren der Meinung, dass die Lehrer sich auf die Lernprozesse und Leistungen des Kindes in allen Bereichen konzentrieren sollten, nicht nur auf die akademischen. Auf diese Weise können sich die Kinder als vollständige menschliche Wesen entwickeln und nicht nur als gute Testkandidaten.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Eines der wichtigsten Merkmale der Waldorfpädagogik ist die besondere Aufmerksamkeit, die der Kunst und der Natur und ihrer innewohnenden Verbindung zum Menschen gewidmet wird. Steiner glaubte, dass die Beschäftigung mit Kunst und Natur in der Erziehung zu einer größeren Wertschätzung für die &#8222;Schönheit&#8220; des Lebens führen würde: &#8222;Freude und Glück im Leben, Liebe zum ganzen Dasein, Kraft und Energie für die Arbeit &#8211; das sind die lebenslangen Ergebnisse einer richtigen Pflege des Gefühls für Schönheit und Kunst&#8220; (Piening et al., 1979). Diese Liebe zum Leben zeigt sich in den täglichen Aktivitäten dieser Schulen, in denen Musik, Kunst und Phantasie im Vordergrund stehen. Sogar die ästhetische Atmosphäre in den Klassenzimmern spiegelt die &#8222;ganzheitliche&#8220; Atmosphäre wider. Die Tampa Tribune beschreibt ein Waldorfambiente: &#8222;Stellen Sie sich ein Klassenzimmer mit alten Holztischen, einem Garten im Hinterhof und Kindern vor, die stricken und häkeln lernen. Kunst und Musik sind mit jedem Fach verflochten, die Schüler schreiben ihre eigenen Lehrbücher und das Spielzeug ist handgemacht&#8220; (Hoffman, 1995). Diese Erziehungsphilosophie ermöglicht es den Kindern, in einem nährenden Umfeld zu lernen, damit sich ihre wahre individuelle Identität entfalten kann. Dieser Ansatz, Kinder so zu erziehen, dass sie in allen Aspekten ihres Lebens wachsen, unterstreicht die &#8222;kindzentrierte&#8220; Philosophie, bei der sich das Lernumfeld um die Kinder und nicht um den Lehrstoff dreht. Mit anderen Worten: Jedes Kind wird für seine Leistungen in verschiedenen Bereichen geschätzt und nicht nur dafür, wie gut es bei einem Mathe-Test oder einem Buchstabierwettbewerb abgeschnitten hat. Jedes Kind wird für seine Leistungen gewürdigt, sei es ein schönes Gemälde, das an der Wand hängt, oder ein gut geschriebener Buchbericht, der vorgelesen wird. Die Befürworter dieser &#8222;kindzentrierten&#8220; Bewegung betrachten alle Kinder als einzigartige Individuen mit eigenen Gaben und Bedürfnissen: Jedes Kind verdient die gleiche Aufmerksamkeit, die man begabten und lernbehinderten Kindern widmet, jedes Kind ist &#8222;besonders&#8220;.</span></p>
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<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Wie sieht der Lehrplan an einer Waldorfschule aus? Wie unterscheidet er sich von dem anderer Schulen?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Rudolf Steiners Philosophie der &#8222;ganzheitlichen&#8220; Erziehung kommt im Lehrplan der Waldorfschulen deutlich zum Ausdruck, der den Schwerpunkt auf das &#8222;Individuum&#8220; und nicht auf die &#8222;Gruppe&#8220; legt. Der Unterricht an diesen Schulen ist in ein einzigartiges System von &#8222;Blöcken&#8220; gegliedert, die sich über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen auf bestimmte Lernbereiche konzentrieren. Die Befürworter dieses &#8222;Block&#8220;-Systems sind der Meinung, dass es ein effektiverer Weg ist, um auf die sich entwickelnden Bedürfnisse des einzelnen Kindes einzugehen. Sie argumentieren, dass sich mit der Entwicklung der Fähigkeiten der Kinder auch ihre Verständnisfähigkeit ändert. Die Lerninhalte müssen auf diese Veränderungen zugeschnitten sein. So werden beispielsweise in den ersten Jahren (erste bis vierte Klasse) Geschichte, Naturwissenschaften, Sprachwissenschaften und Mathematik häufig anhand von Geschichten und Mythen vermittelt. Wenn die Kinder älter werden, werden konkretere und technischere Bereiche dieser Fächer eingeführt. Durch diese Methode werden nicht nur die Bedürfnisse des sich entwickelnden Kindes, sondern auch seine Interessen befriedigt. Das Ergebnis ist, dass die Kinder oft aktiv an ihren Studien teilnehmen.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Der Waldorflehrplan ist auch für seine einzigartige Integration von Kunst und Musik in alle Lernbereiche bekannt. Durch tägliches Zeichnen, Malen, Singen, Instrumentalspiel und Eurythmie (eine besondere Form von Tanz und Bewegung) werden Geist, Körper und Seele der Kinder entwickelt. Viele der Ideen und Konzepte aus der Gründungszeit werden auch heute noch in den Waldorfschulen verwendet, trotz des Ansturms der neuen Technologien. Tatsächlich raten die Waldorfschulen vom Gebrauch von Fernsehern und Computern in der Entwicklung der Kinder ab. Stattdessen verlassen sie sich auf die Vorstellungskraft zur Unterhaltung und zum Lernen, wie Hoffman beschreibt: &#8222;Waldorfklassenzimmer rühmen sich nicht mit Computern, Fernsehern und Videokassettenrekordern. Waldorfpädagogen glauben nicht, dass sie die besten Werkzeuge sind, um Kindern das Denken beizubringen.&#8220;</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Waldorfschulen versuchen, den einzelnen Schüler auf jeder Stufe voll einzubeziehen, indem sie den Lehrplan auf sein Alter und seine Bedürfnisse abstimmen. Wie Richards beschreibt, &#8222;werden die Kinder als Kinder akzeptiert und nicht vor ihrer Zeit zu kleinen Erwachsenen gemacht&#8220; (Richards, 1980). Dieses Konzept, Kinder auf ihrem eigenen Niveau in das Erwachsenenalter hineinwachsen zu lassen, ist eine einzigartige Qualität der Waldorfpädagogik, die das Streben nach der Entwicklung des &#8222;Individuums&#8220; deutlich veranschaulicht.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Welche Art von Lehrern arbeiten an Waldorfschulen? Haben sie ein spezielles Ausbildungsprogramm?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Waldorflehrer durchlaufen oft eine spezielle Waldorflehrerausbildung von mindestens zwei Jahren. Es gibt mehrere Lehrerausbildungsinstitute in der ganzen Welt, aber die Teilnahme an diesen Instituten ist nicht unbedingt verpflichtend. Richards beschreibt die viel &#8222;offenere&#8220; Atmosphäre der Waldorfschulen, die es interessierten Eltern und Freunden erlaubt, Mitglied des Lehrkörpers zu werden: &#8222;Viele Lehrer kommen immer noch durch eine Ausbildung an eine Schule, die langsam aus dem Interesse und der Vertrautheit mit einer bestimmten Schule wächst&#8230; Manchmal werden Eltern interessiert und beschließen, in der Schule zu arbeiten, zuerst als Lehrerhelfer und allmählich als engagierte Lehrer&#8220; (Richards, 1980, S. 23). Diese Lehrer kommen oft mit dem Wunsch in die Schule, am Lernprozess teilzuhaben und nicht nur Informationen zu vermitteln. Sie werden oft durch ihre eigenen Kinder oder durch andere Personen zur Schule hingezogen, was sie zu einer Schule der Menschen und nicht nur der Akademiker macht. Die Freiheit, sich der Waldorfschule anzuschließen, ermutigt interessierte und engagierte Lehrer. Oft haben die Lehrkräfte ihre eigenen Kinder an der Schule, was die persönliche Aufmerksamkeit für jeden Einzelnen unterstreicht. Als Teil ihres Engagements für die Schüler bleibt der Klassenlehrer idealerweise von der ersten bis zur achten Klasse bei derselben Gruppe von Kindern. Das Engagement für eine bestimmte Gruppe von Kindern über acht Jahre hinweg trägt dazu bei, ein starkes Gemeinschaftsgefühl aufzubauen, das zu dem führt, was viele als &#8222;eine zweite Familie&#8220; bezeichnen. Diese &#8222;Familie&#8220; ist oft recht klein, mit Klassen von durchschnittlich fünfzehn bis zwanzig Schülern.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Der Lehrer hat das Privileg, die Entwicklung jedes Einzelnen zu beobachten und daran teilzuhaben, wie Richards beschreibt: &#8222;Der Weg durch die acht Klassen der Grundschule soll für die Lehrer ebenso persönlich bereichernd sein wie für die Kinder&#8220; (Richards, 1980, S. 28). Dieses Konzept der Schule als Quelle des Nutzens sowohl für die Lehrer als auch für die Kinder war Teil von Steiners ursprünglicher Philosophie und trägt dazu bei, den &#8222;Gemeinschafts&#8220;-Aspekt seiner Schulen zu verstärken. Richards beschreibt, dass Steiner die Lehrer ermutigte, sich beim Unterrichten zu vergnügen: &#8222;Steiner drängte die Lehrer immer wieder, aus persönlicher Begeisterung zu unterrichten und nicht aus grimmiger Pflicht&#8230;Macht die Erfahrung interessant &#8211; das ist das Wichtigste&#8220; (Richards, 1980, S. 28). Waldorfschulen sind im Wesentlichen &#8222;kindzentrierte&#8220; Schulen, die durch &#8222;lehrerzentrierte&#8220; Philosophien unterstützt werden. Die Aufmerksamkeit, die dem Wohlbefinden der Lehrer gewidmet wird, ein Phänomen, das heute leider in den meisten Schulen vernachlässigt wird, fördert eine Atmosphäre des Wohlbefindens, die die ganze Schule, Lehrer und Kinder gleichermaßen, umfasst.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Zusätzlich zu diesem Bedürfnis nach &#8222;Begeisterung&#8220; der Lehrer, damit die &#8222;individualisierte&#8220; Aufmerksamkeit für die Schüler existieren kann, erfordern Waldorfschulen ein gutes Maß an Wissen über die Philosophie. Die &#8222;Waldorf Course Requirements&#8220; des Antioch College, einem der führenden Waldorflehrerausbildungsinstitute in Nordamerika, beschreiben den Lehrplan für angehende Waldorflehrer. Die Anforderung des Studiums der &#8222;kindzentrierten&#8220; Philosophie Rudolf Steiners stellt sicher, dass jeder Lehrer an der Schule in der Tradition der progressiven Pädagogik steht.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Sind die Schüler voll und ganz auf die ständig steigenden Anforderungen der Gesellschaft vorbereitet? Gehen sie aufs College und führen nach dem Abschluss ein &#8222;erfolgreiches&#8220; Leben?</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Das Ziel der Waldorfpädagogik ist es, die Schüler geistig, körperlich und seelisch voll zu entwickeln, damit sie zu aktiven Mitgliedern der Gesellschaft werden. Wie Richards beschreibt, &#8222;hilft sie uns, die gesamte Lebensspanne als Schulzeit zu betrachten und offen zu sein für die entwicklungsbedingten Veränderungen in Körper und Wahrnehmung, die sie kennzeichnen&#8220; (Richards, 1980). Steiner beschreibt dieses Ziel als den Wunsch, den Menschen voll zu entwickeln: &#8222;Unser höchstes Bestreben muss es sein, freie Menschen zu entwickeln, die von sich aus fähig sind, ihrem Leben Sinn und Richtung zu geben&#8220; (Piening et al., 1979). Die Waldorfschulen stellen jedes Kind und jeden Schüler als einzigartiges Individuum in den Mittelpunkt, das ein wichtiges Mitglied dieser Gesellschaft ist. Im Gegenzug verlassen die Schüler diese Schulen oft mit einem Gefühl dafür, &#8222;wer sie sind&#8220;.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Die Identität, die durch eine Waldorfpädagogik gewonnen wird, ist für jeden Menschen anders, und diese Unterschiede sind es, wo die Flexibilität und die Variationen der verschiedenen Waldorfschulen ins Spiel kommen. Obwohl die Schulen alle eine gemeinsame Philosophie haben, ist jede Schule eine eigene Einheit, die aus einzigartigen Lehrern, Schülern und Gemeinschaften besteht. Diese Lehrer, Schüler und Gemeinschaften haben unterschiedliche Einflüsse und definieren zusammen das Individuum. Viele der Schüler gehen auf renommierte Colleges, während andere persönlich erfüllende Berufe von der Schreinerei bis zur Musik ausüben. Mehrere Waldorfabsolventen sagen, dass sie sich während ihrer Schulzeit einiger der offensichtlichen Vorteile ihrer Ausbildung bewusst waren (kleine Klassen, Integration von Kunst und Musik in den Unterricht, enge Beziehungen zu den Lehrern usw.), aber erst, als sie in die &#8222;wirkliche Welt&#8220; eingetreten waren, konnten sie die Vorteile wirklich schätzen. Sie hatten das Gefühl, dass sie das Leben oft auf eine umfassendere Weise betrachten konnten als die meisten Menschen, denen sie im College und danach begegneten. Eine Absolventin beschrieb ihre Fähigkeiten als die Fähigkeit, &#8222;die Schönheit der kleinen Dinge im Leben zu sehen&#8220;. In einer Analyse von Waldorfabsolventen mit dem Titel &#8222;The Results of Waldorf Education&#8220; (Die Ergebnisse der Waldorfpädagogik) sprechen drei verschiedene Kritiker von außen über ihr Engagement und ihre Erfahrungen mit Waldorfabsolventen. James Shipman, ein Lehrer an der Marin Academy in Kalifornien, beschreibt einige seiner Schüler, die von der Marin Waldorf Grade School kommen: &#8222;Was ich hier sehe, ist eine Integration der Fähigkeiten &#8211; geistig, emotional, körperlich und spirituell &#8211; die, wenn sie mit den Obertönen der Persönlichkeit verbunden sind, sich zu einzigartigen Individuen vereinen.&#8220; Ein Biologieprofessor der Adelphi University beschreibt die Absolventen, die in seine Klasse kommen, als &#8222;eine einzigartige Ehrfurcht vor dem Leben&#8220;. Der dritte Artikel beschreibt die Ergebnisse einer in Deutschland durchgeführten Studie über Waldorfabsolventen. Die Prüfer stellten fest, dass die Schüler &#8222;ein weit überdurchschnittliches Bildungsniveau&#8220; erreicht hatten. Um mehr über diese Studie und die beiden Artikel zu erfahren, siehe Die Ergebnisse der Waldorfpädagogik.</span></p>
<h4><strong><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Was sind die Hauptkritikpunkte an den Waldorfschulen?</span></strong></h4>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">Viele Kritiker dieser Schulen argumentieren, dass der Lehrplan zu locker und &#8222;progressiv&#8220; sei und die Schüler daher nicht angemessen gefordert und erzogen würden. Die Kritiker argumentieren, dass die &#8222;kindzentrierte&#8220; Erziehung sich zu sehr auf jedes einzelne Kind konzentriert und damit die Aufmerksamkeit für andere opfert, während dem einen geholfen wird. Dasselbe Argument der &#8222;verschwendeten Zeit&#8220; wurde auch gegen Programme für begabte Kinder und Kinder mit besonderen Bedürfnissen vorgebracht, mit dem Argument, dass sie anderen Kindern Zeit wegnehmen. E. D. Hirsch kritisierte, dass diese Form der individualisierten Aufmerksamkeit oft zu einer &#8222;individuellen Vernachlässigung&#8220; führt (Hirsch, 1987). Viele sind der Meinung, dass die Betonung der Künste von den Grundlagen des Lesens und Rechnens ablenkt. Ohne diese Fähigkeiten werden die quantitativen und analytischen Fähigkeiten der Schüler eingeschränkt. Kritiker sind der Meinung, dass die Kinder nicht angemessen auf standardisierte Tests vorbereitet werden, weil die formelhaften Herausforderungen erst spät in der Oberschule eingeführt werden. Viele sind der Meinung, dass die Bildungskrise auf einen Mangel an Standards und akademischer Strenge zurückzuführen ist.</span></p>
<p><span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;">In einer kürzlich erschienenen Kritik an den Waldorfschulen, Plans: People for Legal and Non-Sectarian Schools (Menschen für legale und nicht-sektiererische Schulen) erklärt, dass die Schulen zwar behaupten, nicht-sektiererisch zu sein, in Wirklichkeit aber auf der Religion der Anthroposophie beruhen. Die Kritiker behaupten, dass die Anthroposophie eine Sekte sei und dass die Schüler der Waldorfschulen anfällig für ihre Einflüsse seien. In der Tat wird den Feiertagen viel Aufmerksamkeit gewidmet, sei es Weihnachten oder Michaeli (ein europäisches Fest zu Ehren des Heiligen Michael) oder Hannukah. Aber diese Feiertage gehören nicht zu einer bestimmten Religion, vielmehr wird die Anerkennung der Unterschiede gefördert. Die Feiertage werden als natürlicher Teil der Jahreszeiten und folglich als natürlicher Teil der Welt betrachtet. Rudolf Steiner glaubte, dass Kinder in ihrer Wertschätzung und Ehrfurcht vor dem Leben von Natur aus religiös sind: &#8222;Kleine Kinder, so beobachtete Rudolf Steiner, sind von Natur aus religiös, da sie sich mit der Umwelt identifizieren und glauben, dass alles nachahmenswert ist: mit anderen Worten, alles ist GUT&#8220; (Richards, 1980). Die Waldorfschulen versuchen, durch ihre Aufmerksamkeit für die Religion und das Individuum ein Umfeld zu schaffen, in dem die Kinder diese natürliche Neigung, dass alles &#8222;GUT&#8220; ist, beibehalten. Es gibt jedoch immer noch eine große Angst vor allem, was als &#8222;religiös&#8220; bezeichnet wird, besonders wenn es auf die Erziehung angewendet wird. Diese Kritik ist besonders ausgeprägt, wenn es darum geht, Steiners Techniken in das öffentliche Schulwesen zu integrieren, weil man befürchtet, dass dies die Trennung von Kirche und Staat verletzen würde.</span></p>
<p><span style="font-size: 10pt;">(aus dem Englischen übersetzt: https://academics.hamilton.edu/Government/dparis/govt375/spring97/Teacher_Training/tt4.html)</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Irene Kainz zum Thema Freilernen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2022 21:25:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu diesem Thema habe ich einen Interviewgast eingeladen. Es ist Irene Kainz. Sie ist Mutter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 14pt; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;">Zu diesem Thema habe ich einen Interviewgast eingeladen. Es ist Irene Kainz. Sie ist Mutter eines 12jährigen Sohnes, der noch nie eine Schule besucht hat und sie ist Mentorin für Eltern, die sie in ihrem De-Schooling-Prozess begleitet. Irene Kainz hat seit 15 Jahre eine eigene Praxis in ganzheitlicher Körperarbeit.</span></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=AdRUj45PEwg&amp;feature=emb_imp_woyt" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-184" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube.png" alt="YouTubeVideo" width="800" height="179" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube.png 800w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube-600x134.png 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube-300x67.png 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube-768x172.png 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube-640x143.png 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube-520x116.png 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/05/YouTube-740x166.png 740w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;">Die Kanäle von Irene Kainz</span></p>
<p><span style="font-size: 14pt; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;">Telegramkanal: <a href="https://t.me/+RbJxdQbW1382MmU0" target="_blank" rel="noopener">https://t.me/+RbJxdQbW1382MmU0</a></span><br />
<span style="font-size: 14pt; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;">Facebook-Gruppe: Selbstbestimmte Bildung * Deschooling * Unschooling &#8211; <a href="https://www.facebook.com/groups/1024206795137256/" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/groups/1024206795137256/</a></span><br />
<span style="font-size: 14pt; font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif;">Facebook-Seite: @kometenpraxis | Persönlicher Trainer &#8211; <a href="https://www.facebook.com/kometenpraxis" target="_blank" rel="noopener">https://www.facebook.com/kometenpraxis</a></span></p>
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