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	<title>pädagogisches Konzept &#8211; Unser neues Wir</title>
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	<title>pädagogisches Konzept &#8211; Unser neues Wir</title>
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		<title>Die dänische „Klassenzeit“: Ein wöchentliches Ritual für mehr Miteinander</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 12:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In den Klassenzimmern Dänemarks vollzieht sich wöchentlich ein besonderes Ritual, das fester und wertvoller Bestandteil]]></description>
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<p>In den Klassenzimmern Dänemarks vollzieht sich wöchentlich ein besonderes Ritual, das fester und wertvoller Bestandteil des Schullebens ist. Jenseits von standardisierten Lehrplänen und fachlichen Inhalten findet hier eine Übung statt, die auf die zwischenmenschliche Entwicklung der Kinder abzielt. Diese als „klassens tid“ bekannte Praxis schafft einen geschützten Raum, in dem nicht Algebra oder Rechtschreibung, sondern das soziale Miteinander im Mittelpunkt steht.</p>



<p><strong>Der Kreis des Vertrauens: Ein Raum für Gefühle und Gedanken</strong></p>



<p>Die physische Anordnung ist dabei von großer symbolischer Kraft: Die Kinder versammeln sich in einem Stuhlkreis, was eine Atmosphäre der Gleichheit und des gemeinsamen Fokus schafft. In dieser Runde erhalten sie die Gelegenheit, persönliche Erlebnisse, Gedanken und Empfindungen zu teilen. Es geht um Freuden, kleine Sorgen und alltägliche Erfahrungen, für die im normalen Unterricht oft kein Platz ist. Die pädagogischen Fachkräfte übernehmen in diesem Setting nicht die Rolle einer bewertenden Instanz, sondern agieren als einfühlsame Moderatoren. Ihre Aufgabe besteht darin, die Schüler dabei zu unterstützen, ihre Emotionen zu erkennen, zu benennen und in Worte zu fassen. Dieser Prozess fördert die emotionale Alphabetisierung, eine grundlegende Fähigkeit für ein ausgeglichenes Leben.</p>



<p><strong>Die Erweiterung des Mitgefühls: Empathie über die menschliche Gemeinschaft hinaus</strong></p>



<p>Das Konzept der „klassens tid“ beschränkt sich nicht allein auf die Beziehungen zwischen den Schülern. Es weitet den Blick bewusst auf die größere Gemeinschaft des Lebens aus. Die Kinder setzen sich gemeinsam mit Themen rund um Tiere und die natürliche Umwelt auseinander. Dadurch entwickeln sie ein Bewusstsein dafür, dass Mitgefühl und Verantwortung universelle Werte sind, die sich nicht nur auf Menschen beziehen. Ob durch das Erzählen von Geschichten, die Planung eines gemeinsamen Projekts oder kleine, achtsame Handlungen – die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, wird behutsam und nachhaltig kultiviert. Empathie entfaltet sich so nicht als erzwungene Lektion, sondern wächst organisch und wird zu einer selbstverständlichen Haltung im täglichen Umgang miteinander.</p>



<p><strong>Die langfristige Wirkung auf das Schulklima</strong></p>



<p>Die regelmäßige Praxis dieser Gesprächsrunden zeigt mit der Zeit eine spürbare transformative Wirkung auf die gesamte Klassengemeinschaft. Schüler, die sich sonst vielleicht zurückhalten, gewinnen an Selbstvertrauen, da ihnen Gehör geschenkt wird. Andere, die eher impulsiv oder dominant auftreten, lernen, zuzuhören und Rücksicht zu nehmen. Das soziale Gefüge innerhalb der Klasse wird als Ganzes resilienter, respektvoller und wärmer. Konflikte können in diesem etablierten Rahmen oft konstruktiver angesprochen und gelöst werden.</p>



<p><strong>Freundlichkeit als transformative Kraft in der Gesellschaft</strong></p>



<p>Die dänische Klassenzeit demonstriert auf praktische Weise, dass Freundlichkeit und emotionale Intelligenz keine nebensächlichen Soft Skills sind. Vielmehr handelt es sich um eine fundamentale Stärke, die Beziehungen vertieft und ein positives Lernumfeld schafft. Sie ist eine stille, aber beständige Kraft, die das Potenzial besitzt, nicht nur das einzelne Klassenzimmer, sondern auch die Gesellschaft im Kleinen zu verändern. In einer komplexen Welt könnte die bewusste Pflege solcher Räume der Güte ein wertvolles Vorbild für ein achtsameres Miteinander sein.</p>
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		<title>Ein Schulweg jenseits des Üblichen: Wie eine Familie den eigenen Bildungsweg geht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2022 22:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Entscheidung für eine freie Schule war bewusst gefallen, doch mit der Einführung der Corona-Testpflicht]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><button id="listenButton2" class="responsivevoice-button" type="button" value="Play" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech"><span>&#128266; Listen to this</span></button>
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                    responsiveVoice.speak("Die Entscheidung für eine freie Schule war bewusst gefallen, doch mit der Einführung der Corona-Testpflicht stand eine Mutter plötzlich vor einer grundlegenden Entscheidung. Ihr Sohn, damals in der zweiten Klasse, hatte anfangs noch die Wahlfreiheit. Als die Tests jedoch verpflichtend wurden und der Junge sich gegen einen Test entschied, folgte ein Schulbetretungsverbot. Dies war der Wendepunkt, der dazu führte, dass die Mutter ihr Kind noch vor Ostern 2021 von der Schule nahm. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie mit der pädagogischen Arbeit der Einrichtung äußerst zufrieden gewesen, ein Kontakt, der bis heute positiv und konstruktiv besteht. Die Haltung der freien Schule im Spannungsfeld Interessant ist die Position der Schule selbst. Der Trägerverein und der Vorstand stehen hinter den behördlichen Maßnahmen, obwohl das pädagogische Fundament der Schule eigentlich darauf ausgerichtet ist, dass jede Entscheidung zum Wohle des Kindes getroffen wird. Der Leitgedanke, die Persönlichkeit des Kindes als etwas zu betrachten, das sich frei entfalten soll und nicht formbar ist, schien in diesem Moment mit der Realität der Pandemie-Vorgaben zu kollidieren. Dieser Widerspruch war für die Familie letztlich nicht mehr tragbar. Vom Schulmaterial zum Freilernen: Ein neuer Alltag entsteht Nach dem Ausscheiden aus der Schule erhielt die Mutter zunächst weiterhin Unterrichtsmaterial, da zu diesem Zeitpunkt keine Präsenzpflicht bestand. Mit der Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht endete jedoch auch diese Unterstützung. Anstatt nun klassischen Homeschooling-Betrieb mit festem Stundenplan zu etablieren, entschied sich die Familie für das sogenannte Freilernen. Dieses Konzept, das der Philosophie der freien Schule sehr nahesteht, überträgt die Entscheidungsfreiheit der Kinder auf das Lernen zu Hause. Die Mutter versteht sich dabei weniger als Lehrerin, sondern vielmehr als Begleiterin, die die natürlichen Lernfortschritte ihres Sohnes beobachtet und darauf aufbauend Impulse setzt. Sie knüpft an seinen aktuellen Interessen und seinem Wissensstand an. Ein zentraler und manchmal herausfordernder Grundsatz ist es, akzeptieren zu müssen, wenn das Kind signalisiert, dass es genug gelernt hat. Dieser Verzicht auf Leistungsdruck war schließlich einer der Hauptgründe für die ursprüngliche Anmeldung an der freien Schule gewesen. Ein typischer Tag beim Freilernen Der Alltag zu Hause ist bewusst nicht durch klingelnde Schulklingeln strukturiert. Gegen acht Uhr, wenn der kleine Bruder in den Waldkindergarten gebracht wird, beginnt für den Sohn eine ruhige Lernphase. Er liest vielleicht in einem Buch oder beschäftigt sich mit Rechenaufgaben. Aktuell sind Was-ist-Was-Tonies über Dinosaurier seine große Leidenschaft. Wenn die Mutter gegen halb neun zurückkommt, startet die gemeinsame Zeit, die dem Lernen gewidmet ist. Wie in der freien Schule üblich, werden alle Aktivitäten und Fortschritte dokumentiert. Aus diesen Aufzeichnungen werden dann neue, kindgerechte Ziele abgeleitet – in diesem Jahr ist das große Ziel, lesen zu lernen. Soziale Kontakte und kreative Lösungen Anfangs litten die sozialen Kontakte des Jungen unter der neuen Situation. Durch die Eigeninitiative der Eltern und den Austausch mit anderen Familien entstanden jedoch schnell kleine, inoffizielle Lerngruppen. Diese setzen sich sowohl aus Kindern zusammen, die zu Hause unterrichtet werden, als auch aus solchen, die reguläre Schulen besuchen. Durch den engen Kontakt zur Gruppenleiterin der freien Schule erhält die Mutter sogar spezielles Lernmaterial für diese Treffen. Der Vorteil der kleinen Gruppen liegt auf der Hand: Konflikte können schneller und direkter gelöst werden, und die Betreuung ist sehr intensiv. Lernen, wenn es passt: Die Flexibilität des Freilernens Ein zentrales Merkmal dieses Lebens- und Lernmodells ist die immense Flexibilität. Ein strikter Lehrplan ist nicht vorgesehen. Wenn der Sohn zwei Wochen lang leidenschaftlich gern Hanpan, ein Tastinstrument, spielen möchte, wird daraus kurzerhand der Musikunterricht. Es werden dann die einzelnen Töne erkannt und benannt, die Tonleiter geübt und das Notenlesen spielerisch erlernt. Auf diese Weise verschwimmen die Grenzen zwischen Spielen und Lernen auf natürliche Weise. Auch die Mutter findet in diesem flexiblen Rahmen ihre eigenen Freiräume, die sich von Tag zu Tag individuell gestalten. Die Familie hat sich für einen Bildungsweg entschieden, der konsequent die Bedürfnisse und den Rhythmus des Kindes in den Mittelpunkt stellt.", "Deutsch Female");
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<p>Die Entscheidung für eine freie Schule war bewusst gefallen, doch mit der Einführung der Corona-Testpflicht stand eine Mutter plötzlich vor einer grundlegenden Entscheidung. Ihr Sohn, damals in der zweiten Klasse, hatte anfangs noch die Wahlfreiheit. Als die Tests jedoch verpflichtend wurden und der Junge sich gegen einen Test entschied, folgte ein Schulbetretungsverbot. Dies war der Wendepunkt, der dazu führte, dass die Mutter ihr Kind noch vor Ostern 2021 von der Schule nahm. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie mit der pädagogischen Arbeit der Einrichtung äußerst zufrieden gewesen, ein Kontakt, der bis heute positiv und konstruktiv besteht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Haltung der freien Schule im Spannungsfeld</strong></h4>



<p>Interessant ist die Position der Schule selbst. Der Trägerverein und der Vorstand stehen hinter den behördlichen Maßnahmen, obwohl das pädagogische Fundament der Schule eigentlich darauf ausgerichtet ist, dass jede Entscheidung zum Wohle des Kindes getroffen wird. Der Leitgedanke, die Persönlichkeit des Kindes als etwas zu betrachten, das sich frei entfalten soll und nicht formbar ist, schien in diesem Moment mit der Realität der Pandemie-Vorgaben zu kollidieren. Dieser Widerspruch war für die Familie letztlich nicht mehr tragbar.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1920" height="1279" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05.jpg" alt="Kind" class="wp-image-430" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-1024x682.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-1536x1023.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-640x426.jpg 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-520x346.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-05-740x493.jpg 740w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Vom Schulmaterial zum Freilernen: Ein neuer Alltag entsteht</strong></h4>



<p>Nach dem Ausscheiden aus der Schule erhielt die Mutter zunächst weiterhin Unterrichtsmaterial, da zu diesem Zeitpunkt keine Präsenzpflicht bestand. Mit der Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht endete jedoch auch diese Unterstützung. Anstatt nun klassischen Homeschooling-Betrieb mit festem Stundenplan zu etablieren, entschied sich die Familie für das sogenannte Freilernen. Dieses Konzept, das der Philosophie der freien Schule sehr nahesteht, überträgt die Entscheidungsfreiheit der Kinder auf das Lernen zu Hause.</p>



<p>Die Mutter versteht sich dabei weniger als Lehrerin, sondern vielmehr als Begleiterin, die die natürlichen Lernfortschritte ihres Sohnes beobachtet und darauf aufbauend Impulse setzt. Sie knüpft an seinen aktuellen Interessen und seinem Wissensstand an. Ein zentraler und manchmal herausfordernder Grundsatz ist es, akzeptieren zu müssen, wenn das Kind signalisiert, dass es genug gelernt hat. Dieser Verzicht auf Leistungsdruck war schließlich einer der Hauptgründe für die ursprüngliche Anmeldung an der freien Schule gewesen.</p>



<p><strong>Ein typischer Tag beim Freilernen</strong></p>



<p>Der Alltag zu Hause ist bewusst nicht durch klingelnde Schulklingeln strukturiert. Gegen acht Uhr, wenn der kleine Bruder in den Waldkindergarten gebracht wird, beginnt für den Sohn eine ruhige Lernphase. Er liest vielleicht in einem Buch oder beschäftigt sich mit Rechenaufgaben. Aktuell sind Was-ist-Was-Tonies über Dinosaurier seine große Leidenschaft. Wenn die Mutter gegen halb neun zurückkommt, startet die gemeinsame Zeit, die dem Lernen gewidmet ist. Wie in der freien Schule üblich, werden alle Aktivitäten und Fortschritte dokumentiert. Aus diesen Aufzeichnungen werden dann neue, kindgerechte Ziele abgeleitet – in diesem Jahr ist das große Ziel, lesen zu lernen.<span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"></span></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06.jpg" alt="Kind" class="wp-image-428" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-640x427.jpg 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-520x347.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Kinder-2022-06-740x493.jpg 740w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Soziale Kontakte und kreative Lösungen</strong></h4>



<p>Anfangs litten die sozialen Kontakte des Jungen unter der neuen Situation. Durch die Eigeninitiative der Eltern und den Austausch mit anderen Familien entstanden jedoch schnell kleine, inoffizielle Lerngruppen. Diese setzen sich sowohl aus Kindern zusammen, die zu Hause unterrichtet werden, als auch aus solchen, die reguläre Schulen besuchen. Durch den engen Kontakt zur Gruppenleiterin der freien Schule erhält die Mutter sogar spezielles Lernmaterial für diese Treffen. Der Vorteil der kleinen Gruppen liegt auf der Hand: Konflikte können schneller und direkter gelöst werden, und die Betreuung ist sehr intensiv.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Lernen, wenn es passt: Die Flexibilität des Freilernens</strong></h4>



<p>Ein zentrales Merkmal dieses Lebens- und Lernmodells ist die immense Flexibilität. Ein strikter Lehrplan ist nicht vorgesehen. Wenn der Sohn zwei Wochen lang leidenschaftlich gern Hanpan, ein Tastinstrument, spielen möchte, wird daraus kurzerhand der Musikunterricht. Es werden dann die einzelnen Töne erkannt und benannt, die Tonleiter geübt und das Notenlesen spielerisch erlernt. Auf diese Weise verschwimmen die Grenzen zwischen Spielen und Lernen auf natürliche Weise. Auch die Mutter findet in diesem flexiblen Rahmen ihre eigenen Freiräume, die sich von Tag zu Tag individuell gestalten. Die Familie hat sich für einen Bildungsweg entschieden, der konsequent die Bedürfnisse und den Rhythmus des Kindes in den Mittelpunkt stellt.<span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"></span></p>
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