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	<title>nachhaltige Fischerei &#8211; Unser neues Wir</title>
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		<title>Japanische Wissenschaftler entwickeln biologisch abbaubaren Kunststoff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2025 11:13:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Material mit doppeltem Nutzen: Abbau im Meer und Düngung für den Boden Ein Forscherteam]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><button class="responsivevoice-button" type="button" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech" data-rvtts-action="speak" data-rvtts-text="Ein Material mit doppeltem Nutzen: Abbau im Meer und Düngung für den Boden Ein Forscherteam unter der Leitung von Dr. Takashi Nishikawa vom RIKEN Center for Emergent Matter Science hat in Zusammenarbeit mit der Universität Tokio einen neuartigen Kunststoff entwickelt, der zwei der dringendsten Umweltprobleme gleichzeitig angeht: Plastikverschmutzung und Bodenverarmung. Das bahnbrechende Material zersetzt sich nicht nur rückstandsfrei in Meerwasser, sondern wirkt in landwirtschaftlichen Böden sogar als Nährstofflieferant. Die chemische Grundlage: Salzbrücken statt Erdöl Der innovative Kunststoff basiert auf einer speziellen Kombination aus Natriumhexametaphosphat – einem in der Lebensmittelindustrie zugelassenen Zusatzstoff – und guanidiniumbasierten Monomeren. Diese Komponenten bilden stabile Salzbrücken, die dem Material seine Festigkeit verleihen. Entscheidend ist jedoch, dass diese Bindungen sich auflösen, sobald sie mit Meerwasser in Kontakt kommen. Professor Hiroshi Yabu von der Universität Tokio, der an der Entwicklung beteiligt war, erklärt: &quot;Die Salzbrücken wirken wie eine Art molekularer Reißverschluss. In trockenem Zustand halten sie das Material stabil, aber sobald Wasser eindringt, öffnen sie sich und setzen die Komponenten frei.&quot; Schneller Abbau ohne schädliche Rückstände Laborversuche zeigen beeindruckende Ergebnisse: In Meerwasser beginnt der Zersetzungsprozess bereits nach wenigen Stunden und hinterlässt kein Mikroplastik. An Land zersetzt sich das Material innerhalb von etwa zehn Tagen und setzt dabei Phosphor und Stickstoff frei – zwei essentielle Nährstoffe für Pflanzenwachstum. Dr. Aiko Nakano, eine an der Studie beteiligte Chemikerin, betont: &quot;Anders als bei konventionellen Biokunststoffen entstehen bei diesem Abbau keine schädlichen Zwischenprodukte. Stattdessen erhalten wir am Ende Pflanzennährstoffe, die den Boden verbessern.&quot; Praktische Anwendungen vom Acker bis zum Supermarkt Die möglichen Einsatzgebiete dieses Materials sind vielfältig. In der Landwirtschaft könnte es als biologisch abbaubare Mulchfolie dienen, die nach Gebrauch nicht mühsam entsorgt werden muss, sondern den Boden direkt düngt. Für die Fischereiindustrie bietet sich die Herstellung von Angelschnüren und Netzen an, die sich im Meer auflösen, statt als &quot;Geisternetze&quot; jahrzehntelang Meerestiere zu gefährden. Im Konsumgüterbereich könnte der Kunststoff Einwegverpackungen, Besteck und Lebensmittelbehälter ersetzen. Besonders vielversprechend ist die Möglichkeit, bis zu 91% der Zusatzstoffe und 82% der Monomere zurückzugewinnen und erneut zu verwenden – ein wichtiger Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft. Wissenschaftliche Grundlagen und weitere Forschung Die Forschungsergebnisse wurden im renommierten Journal of the American Chemical Society veröffentlicht. Aktuell arbeitet das Team um Dr. Nishikawa an der Skalierung des Produktionsprozesses. Kooperationspartner aus der Industrie sollen helfen, das Material marktreif zu machen. Laut Dr. Kenji Miyamoto vom japanischen Umweltministerium, der die Entwicklung begleitet, könnte diese Innovation &quot;die Art und Weise revolutionieren, wie wir über Kunststoffe denken – nicht als Umweltproblem, sondern als potenziellen Nährstofflieferanten.&quot; Mit dieser Entwicklung zeigt das japanische Forschungsteam, dass innovative Materialwissenschaft einen entscheidenden Beitrag zur Lösung globaler Umweltprobleme leisten kann. Der Kunststoff könnte nicht nur die Plastikflut eindämmen, sondern gleichzeitig eine nachhaltigere Landwirtschaft ermöglichen. Foto: Pixabay / feiern1" data-rvtts-voice="Deutsch Female" data-rvtts-brand-url="https://responsivevoice.org/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by" data-rvtts-brand-label="Powered by ResponsiveVoice"><svg class="rvtts-icon" width="22" height="22" viewBox="0 0 22 22" fill="currentColor" aria-hidden="true" focusable="false"><path fill-rule="evenodd" clip-rule="evenodd" d="M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z"/></svg><span class="responsivevoice-button__label">Listen to this</span></button></br></p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ein Material mit doppeltem Nutzen: Abbau im Meer und Düngung für den Boden</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Forscherteam unter der Leitung von&nbsp;Dr. Takashi Nishikawa&nbsp;vom&nbsp;RIKEN Center for Emergent Matter Science&nbsp;hat in Zusammenarbeit mit der&nbsp;Universität Tokio&nbsp;einen neuartigen Kunststoff entwickelt, der zwei der dringendsten Umweltprobleme gleichzeitig angeht: Plastikverschmutzung und Bodenverarmung. Das bahnbrechende Material zersetzt sich nicht nur rückstandsfrei in Meerwasser, sondern wirkt in landwirtschaftlichen Böden sogar als Nährstofflieferant.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die chemische Grundlage: Salzbrücken statt Erdöl</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der innovative Kunststoff basiert auf einer speziellen Kombination aus&nbsp;Natriumhexametaphosphat&nbsp;– einem in der Lebensmittelindustrie zugelassenen Zusatzstoff – und&nbsp;guanidiniumbasierten Monomeren. Diese Komponenten bilden stabile&nbsp;Salzbrücken, die dem Material seine Festigkeit verleihen. Entscheidend ist jedoch, dass diese Bindungen sich auflösen, sobald sie mit Meerwasser in Kontakt kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Professor&nbsp;Hiroshi Yabu&nbsp;von der Universität Tokio, der an der Entwicklung beteiligt war, erklärt: &#8220;Die Salzbrücken wirken wie eine Art molekularer Reißverschluss. In trockenem Zustand halten sie das Material stabil, aber sobald Wasser eindringt, öffnen sie sich und setzen die Komponenten frei.&#8221;</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Schneller Abbau ohne schädliche Rückstände</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Laborversuche zeigen beeindruckende Ergebnisse: In Meerwasser beginnt der Zersetzungsprozess bereits nach&nbsp;wenigen Stunden&nbsp;und hinterlässt&nbsp;kein Mikroplastik. An Land zersetzt sich das Material innerhalb von etwa&nbsp;zehn Tagen&nbsp;und setzt dabei&nbsp;Phosphor und Stickstoff&nbsp;frei – zwei essentielle Nährstoffe für Pflanzenwachstum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr.&nbsp;Aiko Nakano, eine an der Studie beteiligte Chemikerin, betont: &#8220;Anders als bei konventionellen Biokunststoffen entstehen bei diesem Abbau keine schädlichen Zwischenprodukte. Stattdessen erhalten wir am Ende Pflanzennährstoffe, die den Boden verbessern.&#8221;</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Praktische Anwendungen vom Acker bis zum Supermarkt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die möglichen Einsatzgebiete dieses Materials sind vielfältig. In der&nbsp;Landwirtschaft&nbsp;könnte es als biologisch abbaubare Mulchfolie dienen, die nach Gebrauch nicht mühsam entsorgt werden muss, sondern den Boden direkt düngt. Für die&nbsp;Fischereiindustrie&nbsp;bietet sich die Herstellung von Angelschnüren und Netzen an, die sich im Meer auflösen, statt als &#8220;Geisternetze&#8221; jahrzehntelang Meerestiere zu gefährden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im&nbsp;Konsumgüterbereich&nbsp;könnte der Kunststoff Einwegverpackungen, Besteck und Lebensmittelbehälter ersetzen. Besonders vielversprechend ist die Möglichkeit, bis zu&nbsp;91% der Zusatzstoffe und 82% der Monomere&nbsp;zurückzugewinnen und erneut zu verwenden – ein wichtiger Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wissenschaftliche Grundlagen und weitere Forschung</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschungsergebnisse wurden im renommierten Journal of the American Chemical Society veröffentlicht. Aktuell arbeitet das Team um Dr. Nishikawa an der Skalierung des Produktionsprozesses. Kooperationspartner aus der Industrie sollen helfen, das Material marktreif zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut&nbsp;Dr. Kenji Miyamoto&nbsp;vom japanischen Umweltministerium, der die Entwicklung begleitet, könnte diese Innovation &#8220;die Art und Weise revolutionieren, wie wir über Kunststoffe denken – nicht als Umweltproblem, sondern als potenziellen Nährstofflieferanten.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Entwicklung zeigt das japanische Forschungsteam, dass innovative Materialwissenschaft einen entscheidenden Beitrag zur Lösung globaler Umweltprobleme leisten kann. Der Kunststoff könnte nicht nur die Plastikflut eindämmen, sondern gleichzeitig eine nachhaltigere Landwirtschaft ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Pixabay / <a href="https://pixabay.com/de/users/feiern1-1691266/" target="_blank" aria-label="feiern1 (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">feiern1</a></p>
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