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	<title>Genossenschaft &#8211; Unser neues Wir</title>
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		<title>Zehn Millionen Euro verschenkt: Ein Münchner Modell für bezahlbaren Wohnraum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jun 2026 11:13:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><button class="responsivevoice-button" type="button" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech" data-rvtts-action="speak" data-rvtts-text="Ein ungewöhnlicher Schritt in Großhadern In München sorgt ein außergewöhnlicher Fall für Aufsehen. Ein fast 90-jähriger Rentner hat gemeinsam mit seiner pflegebedürftigen Schwester ein Grundstück im Stadtteil Großhadern verschenkt – und das ohne einen einzigen Euro zu verlangen. Die Rede ist von einem rund 3.000 Quadratmeter großen Areal in der Nähe des Universitätsklinikums, dessen Verkehrswert auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt wird. Während die meisten Eigentümer in dieser Lage wohl an einen gewinnbringenden Verkauf denken würden, entschied sich Otto Gugger für einen völlig anderen Weg. Seine Begründung ist ebenso klar wie ungewöhnlich: Er empfindet es als &quot;an der Grenze des Kriminellen&quot;, wenn für Grundstücke völlig überzogene Preise verlangt werden, nur weil Boden nicht vermehrbar ist. Diese Haltung passt zu einem Mann, dessen Familiengeschichte mit diesem Grundstück weit zurückreicht. Bereits 1932 hatte sein Vater das Areal für 3.915 Reichsmark und 34 Reichspfennig erworben. Ein Preis, der damals etwa 4,72 Monatslöhnen eines durchschnittlichen Facharbeiters entsprach. Heute müsste jemand mit einem Monatsgehalt von 3.500 Euro rund 283 Monatslöhne aufbringen – das entspricht fast 24 Jahren Ersparnissen – um eine vergleichbare Fläche zu erwerben. Die Vision hinter der Schenkung Die Übertragung des Grundstücks erfolgte an die Stiftung &quot;Daheim im Viertel&quot;. Deren Planungen sehen vor, auf dem Areal zwischen 20 und 30 Sozialwohnungen zu errichten, die dauerhaft zu günstigen Mieten angeboten werden sollen. Besonders bemerkenswert: Otto Gugger und seine Schwester werden weiterhin auf dem Grundstück wohnen bleiben. Geplant ist ein Mehrgenerationenprojekt, das sowohl den alten Eigentümern als auch künftigen Bewohnern ein Zuhause bieten soll. Wie die Stiftung funktioniert Die Stiftung &quot;Daheim im Viertel&quot; wurde 2021 von 35 Münchner Wohnungsbaugenossenschaften und sozial orientierten Wohnungsunternehmen ins Leben gerufen. Diese sind in der Genossenschaftlichen Immobilienagentur München (GIMA München eG) zusammengeschlossen. Hinter der Gründung steht Christian Stupka, der sich seit über drei Jahrzehnten für bezahlbares Wohnen in München engagiert und dafür 2016 mit der städtischen Medaille &quot;München leuchtet&quot; ausgezeichnet wurde. Das Prinzip der Stiftung ist bemerkenswert einfach: Eigentümer können ihre Wohnimmobilien auf verschiedene Weise an die Stiftung übertragen – durch Verkauf zu fairen Konditionen, Schenkung, Leibrente oder testamentarische Verfügung. Entscheidend ist, dass die Stiftung das Eigentum dauerhaft übernimmt und ein Weiterverkauf grundsätzlich ausgeschlossen ist. Die Verwaltung der Objekte liegt in den Händen erfahrener Mitgliedsunternehmen der GIMA, wodurch der Wohnraum dem spekulativen Markt auf Dauer entzogen wird. Bereits jetzt befinden sich mehrere Objekte im Bestand der Stiftung, darunter ein Wohnhaus in der Nymphenburger Straße in Neuhausen und ein weiteres in der Kellerstraße in Haidhausen. Weitere Objekte werden laut Stiftungsvorstand Stupka derzeit verhandelt, was zeigt, dass das Modell zunehmend Anklang findet. Andere Eigentümer gehen ähnliche Wege Der Fall Gugger ist kein Einzelfall. Andere Eigentümer haben ebenfalls ungewöhnliche Entscheidungen getroffen, um ihren Wohnraum sozialverträglich weiterzugeben. Renate Ollenhauer vermachte ihr Elternhaus testamentarisch der Stiftung. Bruno Feldmann übertrug sein Mehrfamilienhaus, um seine Mieter langfristig zu schützen. Monika Kapoor schenkte ihre Eigentumswohnung der Stiftung und sicherte sich gleichzeitig ein lebenslanges Wohnrecht – sie bleibt in ihrer vertrauten Umgebung, während ihre Wohnung künftig dauerhaft gemeinnützig verwaltet wird. Diese Beispiele zeigen, dass das Stiftungsmodell Eigentümern verschiedene Wege bietet, ihr Eigentum sozialverträglich weiterzugeben, ohne zwingend auf ein Dach über dem Kopf verzichten zu müssen. Es handelt sich um eine Alternative zum klassischen Verkauf, die besonders für ältere Menschen interessant sein könnte, die über ihr Vermögen verfügen möchten, ohne ihre gewohnte Umgebung aufgeben zu müssen. Bezahlbarer Wohnraum in angespannter Lage Die Schenkung von Otto Gugger fällt in eine Zeit, in der die Lage auf dem Münchner Wohnungsmarkt weiterhin äußerst angespannt ist. Die Stiftung versteht sich als ein Baustein unter vielen – aber als einen, der langfristig wirkt, unabhängig von politischen Konjunkturen und Förderprogrammen. Gerade dieser Aspekt macht das Modell interessant: Es bietet eine Möglichkeit, Wohnraum dauerhaft dem Markt zu entziehen und so bezahlbares Wohnen zu sichern, ohne auf staatliche Subventionen oder politische Entscheidungen angewiesen zu sein. Die Stadt München hat die Stiftung inzwischen in ihre offiziellen Informationen für schenkungswillige Bürger aufgenommen. Dies deutet darauf hin, dass das Modell auch von offizieller Seite als sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum betrachtet wird. Die Reichweite einer privaten Initiative Natürlich stellt sich die Frage, ob ein solches Modell im großen Maßstab funktionieren kann. Immerhin sind zehn Millionen Euro ein beträchtlicher Betrag, den Otto Gugger und seine Schwester hier verschenken. Nicht jeder Eigentümer wird bereit sein, auf eine solche Summe zu verzichten. Die Stiftung selbst betont, dass sie nur ein Baustein unter vielen sein kann und nicht die Lösung aller Wohnraumprobleme in München darstellt. Dennoch ist der Ansatz bemerkenswert, weil er eine Alternative zu den üblichen Marktmechanismen bietet. Anstatt auf staatliche Regulierung oder Subventionen zu setzen, werden hier private Eigentümer dazu bewegt, aus eigener Überzeugung heraus Wohnraum dem spekulativen Markt zu entziehen. Ob sich dieses Modell in größerem Umfang durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Doch der Fall Gugger zeigt zumindest, dass es auch in Zeiten rasant steigender Immobilienpreise Menschen gibt, die andere Werte als rein finanzielle Gewinne in den Vordergrund stellen. Häufige Fragen+ Was genau hat Otto Gugger mit seinem Grundstück gemacht? Der fast 90-Jährige hat gemeinsam mit seiner Schwester ein etwa 3.000 Quadratmeter großes Grundstück im Münchner Stadtteil Großhadern an die Stiftung „Daheim im Viertel“ verschenkt – und das ohne jede Gegenleistung. Der Verkehrswert des Areals wird auf rund zehn Millionen Euro geschätzt. Das Besondere: Die Schenkung erfolgte nicht an einen privaten Käufer, sondern an eine gemeinnützige Stiftung, die darauf dauerhaft günstigen Wohnraum schaffen will. Warum hat er sich für diese ungewöhnliche Entscheidung entschieden? Gugger begründet seinen Schritt mit einer grundsätzlichen Kritik am Immobilienmarkt. Er hält es für problematisch, dass mit Grund und Boden beliebig hohe Preise verlangt werden können, obwohl er nicht vermehrbar ist. Für ihn ist das ein ethisches Anliegen – kein finanzielles. Er möchte mit seinem Grundstück etwas gegen die wachsende Wohnungsnot in München tun, statt selbst von den steigenden Preisen zu profitieren. Wie viele Wohnungen sollen auf dem Gelände entstehen? Die Stiftung plant, auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Areal in Großhadern zwischen 20 und 30 Sozialwohnungen zu errichten. Diese sollen dauerhaft zu günstigen Mieten vergeben werden. Geplant ist zudem ein Mehrgenerationenprojekt, bei dem auch Gugger und seine Schwester weiterhin auf dem Grundstück wohnen bleiben können. Was ist die Stiftung „Daheim im Viertel“ und wie arbeitet sie? Die Stiftung wurde 2021 von 35 Münchner Wohnungsbaugenossenschaften und sozial orientierten Wohnungsunternehmen gegründet, die in der Genossenschaftlichen Immobilienagentur München (GIMA) zusammengeschlossen sind. Ihr Ziel ist es, Wohnraum dauerhaft dem spekulativen Markt zu entziehen. Dazu können Eigentümer ihre Immobilien auf verschiedene Weise an die Stiftung übertragen – etwa durch Schenkung, Verkauf zu fairen Konditionen, Leibrente oder testamentarische Verfügung. Ein Weiterverkauf ist ausgeschlossen, die Verwaltung übernehmen erfahrene Genossenschaften. Welche Vorteile bietet das Modell für Eigentümer? Eigentümer können ihr Vermögen sozialverträglich weitergeben, ohne zwingend auf ein eigenes Dach über dem Kopf verzichten zu müssen. Wie im Fall von Monika Kapoor ist etwa ein lebenslanges Wohnrecht möglich. Auch eine Leibrente oder eine testamentarische Regelung sind denkbar. Die Stiftung bietet damit eine Alternative zum klassischen Verkauf – besonders für Menschen, die ihr Eigentum nicht an spekulative Investoren verlieren möchten. Ist dieser Fall einmalig oder gibt es weitere Beispiele? Der Fall Gugger steht nicht allein. Renate Ollenhauer hat ihr Elternhaus testamentarisch der Stiftung vermacht, Bruno Feldmann übertrug sein Mehrfamilienhaus, um seine Mieter langfristig zu schützen, und Monika Kapoor schenkte ihre Eigentumswohnung unter Vorbehalt eines lebenslangen Wohnrechts. Die Stiftung hat bereits mehrere Objekte im Bestand, darunter Wohnhäuser in Neuhausen und Haidhausen, und verhandelt über weitere Übernahmen. Kann dieses Modell das Wohnungsproblem in München lösen? Dazu ist es wohl zu klein. Die Stiftung selbst versteht sich als ein Baustein unter vielen – aber als einen, der langfristig wirkt, unabhängig von politischen Förderprogrammen oder Konjunkturen. Die Stadt München hat die Stiftung inzwischen in ihre offiziellen Informationen für schenkungswillige Bürger aufgenommen, was zeigt, dass das Modell durchaus ernst genommen wird. Ob es sich im größeren Maßstab durchsetzen kann, hängt letztlich davon ab, ob sich genügend Eigentümer finden, die ebenfalls auf einen Verkauf verzichten wollen. Welche Hürden gibt es bei der Umsetzung? Neben der offensichtlichen Herausforderung, überhaupt genügend schenkungswillige Eigentümer zu finden, sind auch rechtliche und steuerliche Aspekte zu beachten. Jede Übertragung muss individuell geprüft werden. Zudem erfordert die langfristige Bewirtschaftung der Objekte eine verlässliche und professionelle Verwaltung, die die Stiftung durch ihre Mitgliedsgenossenschaften gewährleisten kann. Ob das Modell auf Dauer trägt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen. Wo steht die Stiftung heute und wie geht es weiter? Die Stiftung ist bereits im Bestand und hat erste Objekte übernommen. Weitere Übergaben werden derzeit verhandelt. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die der Fall Gugger ausgelöst hat, könnte zusätzliche Eigentümer ermutigen, ähnliche Schritte zu prüfen. Ob daraus eine breite Bewegung entsteht, bleibt jedoch abzuwarten – zumindest aber zeigt das Beispiel, dass auch im hochspekulativen Münchner Immobilienmarkt andere Wege denkbar sind." data-rvtts-voice="Deutsch Female" data-rvtts-brand-url="https://responsivevoice.org/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by" data-rvtts-brand-label="Powered by ResponsiveVoice"><svg class="rvtts-icon" width="22" height="22" viewBox="0 0 22 22" fill="currentColor" aria-hidden="true" focusable="false"><path fill-rule="evenodd" clip-rule="evenodd" d="M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z"/></svg><span class="responsivevoice-button__label">Artikel vorlesen lassen</span></button></br></p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein ungewöhnlicher Schritt in Großhadern</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In München sorgt ein außergewöhnlicher Fall für Aufsehen. Ein fast 90-jähriger Rentner hat gemeinsam mit seiner pflegebedürftigen Schwester ein Grundstück im Stadtteil Großhadern verschenkt – und das ohne einen einzigen Euro zu verlangen. Die Rede ist von einem rund 3.000 Quadratmeter großen Areal in der Nähe des Universitätsklinikums, dessen Verkehrswert auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt wird. Während die meisten Eigentümer in dieser Lage wohl an einen gewinnbringenden Verkauf denken würden, entschied sich Otto Gugger für einen völlig anderen Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine Begründung ist ebenso klar wie ungewöhnlich: Er empfindet es als &#8220;an der Grenze des Kriminellen&#8221;, wenn für Grundstücke völlig überzogene Preise verlangt werden, nur weil Boden nicht vermehrbar ist. Diese Haltung passt zu einem Mann, dessen Familiengeschichte mit diesem Grundstück weit zurückreicht. Bereits 1932 hatte sein Vater das Areal für 3.915 Reichsmark und 34 Reichspfennig erworben. Ein Preis, der damals etwa 4,72 Monatslöhnen eines durchschnittlichen Facharbeiters entsprach. Heute müsste jemand mit einem Monatsgehalt von 3.500 Euro rund 283 Monatslöhne aufbringen – das entspricht fast 24 Jahren Ersparnissen – um eine vergleichbare Fläche zu erwerben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Vision hinter der Schenkung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Übertragung des Grundstücks erfolgte an die Stiftung &#8220;Daheim im Viertel&#8221;. Deren Planungen sehen vor, auf dem Areal zwischen 20 und 30 Sozialwohnungen zu errichten, die dauerhaft zu günstigen Mieten angeboten werden sollen. Besonders bemerkenswert: Otto Gugger und seine Schwester werden weiterhin auf dem Grundstück wohnen bleiben. Geplant ist ein Mehrgenerationenprojekt, das sowohl den alten Eigentümern als auch künftigen Bewohnern ein Zuhause bieten soll.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie die Stiftung funktioniert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung &#8220;Daheim im Viertel&#8221; wurde 2021 von 35 Münchner Wohnungsbaugenossenschaften und sozial orientierten Wohnungsunternehmen ins Leben gerufen. Diese sind in der Genossenschaftlichen Immobilienagentur München (GIMA München eG) zusammengeschlossen. Hinter der Gründung steht Christian Stupka, der sich seit über drei Jahrzehnten für bezahlbares Wohnen in München engagiert und dafür 2016 mit der städtischen Medaille &#8220;München leuchtet&#8221; ausgezeichnet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prinzip der Stiftung ist bemerkenswert einfach: Eigentümer können ihre Wohnimmobilien auf verschiedene Weise an die Stiftung übertragen – durch Verkauf zu fairen Konditionen, Schenkung, Leibrente oder testamentarische Verfügung. Entscheidend ist, dass die Stiftung das Eigentum dauerhaft übernimmt und ein Weiterverkauf grundsätzlich ausgeschlossen ist. Die Verwaltung der Objekte liegt in den Händen erfahrener Mitgliedsunternehmen der GIMA, wodurch der Wohnraum dem spekulativen Markt auf Dauer entzogen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits jetzt befinden sich mehrere Objekte im Bestand der Stiftung, darunter ein Wohnhaus in der Nymphenburger Straße in Neuhausen und ein weiteres in der Kellerstraße in Haidhausen. Weitere Objekte werden laut Stiftungsvorstand Stupka derzeit verhandelt, was zeigt, dass das Modell zunehmend Anklang findet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Andere Eigentümer gehen ähnliche Wege</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall Gugger ist kein Einzelfall. Andere Eigentümer haben ebenfalls ungewöhnliche Entscheidungen getroffen, um ihren Wohnraum sozialverträglich weiterzugeben. Renate Ollenhauer vermachte ihr Elternhaus testamentarisch der Stiftung. Bruno Feldmann übertrug sein Mehrfamilienhaus, um seine Mieter langfristig zu schützen. Monika Kapoor schenkte ihre Eigentumswohnung der Stiftung und sicherte sich gleichzeitig ein lebenslanges Wohnrecht – sie bleibt in ihrer vertrauten Umgebung, während ihre Wohnung künftig dauerhaft gemeinnützig verwaltet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Beispiele zeigen, dass das Stiftungsmodell Eigentümern verschiedene Wege bietet, ihr Eigentum sozialverträglich weiterzugeben, ohne zwingend auf ein Dach über dem Kopf verzichten zu müssen. Es handelt sich um eine Alternative zum klassischen Verkauf, die besonders für ältere Menschen interessant sein könnte, die über ihr Vermögen verfügen möchten, ohne ihre gewohnte Umgebung aufgeben zu müssen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bezahlbarer Wohnraum in angespannter Lage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schenkung von Otto Gugger fällt in eine Zeit, in der die Lage auf dem Münchner Wohnungsmarkt weiterhin äußerst angespannt ist. Die Stiftung versteht sich als ein Baustein unter vielen – aber als einen, der langfristig wirkt, unabhängig von politischen Konjunkturen und Förderprogrammen. Gerade dieser Aspekt macht das Modell interessant: Es bietet eine Möglichkeit, Wohnraum dauerhaft dem Markt zu entziehen und so bezahlbares Wohnen zu sichern, ohne auf staatliche Subventionen oder politische Entscheidungen angewiesen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stadt München hat die Stiftung inzwischen in ihre offiziellen Informationen für schenkungswillige Bürger aufgenommen. Dies deutet darauf hin, dass das Modell auch von offizieller Seite als sinnvolle Ergänzung zu anderen Maßnahmen für bezahlbaren Wohnraum betrachtet wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Reichweite einer privaten Initiative</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich stellt sich die Frage, ob ein solches Modell im großen Maßstab funktionieren kann. Immerhin sind zehn Millionen Euro ein beträchtlicher Betrag, den Otto Gugger und seine Schwester hier verschenken. Nicht jeder Eigentümer wird bereit sein, auf eine solche Summe zu verzichten. Die Stiftung selbst betont, dass sie nur ein Baustein unter vielen sein kann und nicht die Lösung aller Wohnraumprobleme in München darstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch ist der Ansatz bemerkenswert, weil er eine Alternative zu den üblichen Marktmechanismen bietet. Anstatt auf staatliche Regulierung oder Subventionen zu setzen, werden hier private Eigentümer dazu bewegt, aus eigener Überzeugung heraus Wohnraum dem spekulativen Markt zu entziehen. Ob sich dieses Modell in größerem Umfang durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Doch der Fall Gugger zeigt zumindest, dass es auch in Zeiten rasant steigender Immobilienpreise Menschen gibt, die andere Werte als rein finanzielle Gewinne in den Vordergrund stellen.</p>



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<h3 class="wp-block-accordion-heading"><button aria-expanded="false" aria-controls="accordion-item-1-panel" data-wp-bind--aria-expanded="state.isOpen" data-wp-on--click="actions.toggle" id="accordion-item-1" type="button" class="wp-block-accordion-heading__toggle"><span class="wp-block-accordion-heading__toggle-title">Häufige Fragen</span><span class="wp-block-accordion-heading__toggle-icon" aria-hidden="true">+</span></button></h3>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was genau hat Otto Gugger mit seinem Grundstück gemacht?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der fast 90-Jährige hat gemeinsam mit seiner Schwester ein etwa 3.000 Quadratmeter großes Grundstück im Münchner Stadtteil Großhadern an die Stiftung „Daheim im Viertel“ verschenkt – und das ohne jede Gegenleistung. Der Verkehrswert des Areals wird auf rund zehn Millionen Euro geschätzt. Das Besondere: Die Schenkung erfolgte nicht an einen privaten Käufer, sondern an eine gemeinnützige Stiftung, die darauf dauerhaft günstigen Wohnraum schaffen will.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum hat er sich für diese ungewöhnliche Entscheidung entschieden?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gugger begründet seinen Schritt mit einer grundsätzlichen Kritik am Immobilienmarkt. Er hält es für problematisch, dass mit Grund und Boden beliebig hohe Preise verlangt werden können, obwohl er nicht vermehrbar ist. Für ihn ist das ein ethisches Anliegen – kein finanzielles. Er möchte mit seinem Grundstück etwas gegen die wachsende Wohnungsnot in München tun, statt selbst von den steigenden Preisen zu profitieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie viele Wohnungen sollen auf dem Gelände entstehen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung plant, auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Areal in Großhadern zwischen 20 und 30 Sozialwohnungen zu errichten. Diese sollen dauerhaft zu günstigen Mieten vergeben werden. Geplant ist zudem ein Mehrgenerationenprojekt, bei dem auch Gugger und seine Schwester weiterhin auf dem Grundstück wohnen bleiben können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was ist die Stiftung „Daheim im Viertel“ und wie arbeitet sie?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung wurde 2021 von 35 Münchner Wohnungsbaugenossenschaften und sozial orientierten Wohnungsunternehmen gegründet, die in der Genossenschaftlichen Immobilienagentur München (GIMA) zusammengeschlossen sind. Ihr Ziel ist es, Wohnraum dauerhaft dem spekulativen Markt zu entziehen. Dazu können Eigentümer ihre Immobilien auf verschiedene Weise an die Stiftung übertragen – etwa durch Schenkung, Verkauf zu fairen Konditionen, Leibrente oder testamentarische Verfügung. Ein Weiterverkauf ist ausgeschlossen, die Verwaltung übernehmen erfahrene Genossenschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Vorteile bietet das Modell für Eigentümer?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentümer können ihr Vermögen sozialverträglich weitergeben, ohne zwingend auf ein eigenes Dach über dem Kopf verzichten zu müssen. Wie im Fall von Monika Kapoor ist etwa ein lebenslanges Wohnrecht möglich. Auch eine Leibrente oder eine testamentarische Regelung sind denkbar. Die Stiftung bietet damit eine Alternative zum klassischen Verkauf – besonders für Menschen, die ihr Eigentum nicht an spekulative Investoren verlieren möchten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ist dieser Fall einmalig oder gibt es weitere Beispiele?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fall Gugger steht nicht allein. Renate Ollenhauer hat ihr Elternhaus testamentarisch der Stiftung vermacht, Bruno Feldmann übertrug sein Mehrfamilienhaus, um seine Mieter langfristig zu schützen, und Monika Kapoor schenkte ihre Eigentumswohnung unter Vorbehalt eines lebenslangen Wohnrechts. Die Stiftung hat bereits mehrere Objekte im Bestand, darunter Wohnhäuser in Neuhausen und Haidhausen, und verhandelt über weitere Übernahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kann dieses Modell das Wohnungsproblem in München lösen?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu ist es wohl zu klein. Die Stiftung selbst versteht sich als ein Baustein unter vielen – aber als einen, der langfristig wirkt, unabhängig von politischen Förderprogrammen oder Konjunkturen. Die Stadt München hat die Stiftung inzwischen in ihre offiziellen Informationen für schenkungswillige Bürger aufgenommen, was zeigt, dass das Modell durchaus ernst genommen wird. Ob es sich im größeren Maßstab durchsetzen kann, hängt letztlich davon ab, ob sich genügend Eigentümer finden, die ebenfalls auf einen Verkauf verzichten wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Hürden gibt es bei der Umsetzung?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der offensichtlichen Herausforderung, überhaupt genügend schenkungswillige Eigentümer zu finden, sind auch rechtliche und steuerliche Aspekte zu beachten. Jede Übertragung muss individuell geprüft werden. Zudem erfordert die langfristige Bewirtschaftung der Objekte eine verlässliche und professionelle Verwaltung, die die Stiftung durch ihre Mitgliedsgenossenschaften gewährleisten kann. Ob das Modell auf Dauer trägt, wird sich erst in den kommenden Jahren zeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo steht die Stiftung heute und wie geht es weiter?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Stiftung ist bereits im Bestand und hat erste Objekte übernommen. Weitere Übergaben werden derzeit verhandelt. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die der Fall Gugger ausgelöst hat, könnte zusätzliche Eigentümer ermutigen, ähnliche Schritte zu prüfen. Ob daraus eine breite Bewegung entsteht, bleibt jedoch abzuwarten – zumindest aber zeigt das Beispiel, dass auch im hochspekulativen Münchner Immobilienmarkt andere Wege denkbar sind.</p>



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		<title>Leben in Einklang: Die Hofgemeinschaft Nordfriesland</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2021 22:27:10 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><button class="responsivevoice-button" type="button" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech" data-rvtts-action="speak" data-rvtts-text="In der weiten Landschaft Nordfrieslands hat sich eine besondere Form des Zusammenlebens etabliert. Derzeit nennen dreizehn Personen – zehn Erwachsene und drei Kinder – diesen Ort ihr Zuhause. Was sie verbindet, ist der gemeinsame Wunsch nach einem sinnstiftenden und erfüllten Dasein, das im Einklang mit der Natur steht. Im Mittelpunkt ihres Handelns stehen Werte wie Achtsamkeit, gegenseitiges Vertrauen, Aufrichtigkeit und ein respektvoller Umgang miteinander. Dabei wird die individuelle Entfaltung jedes Einzelnen nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert. So kann jede Persönlichkeit ihre spirituelle Haltung frei leben, solange diese nicht missionarisch anderen aufgezwungen wird. Die Gemeinschaft ernährt sich überwiegend vegan. Sollte ein Mitglied den Wunsch haben, Tiere zu halten, ist dies unter einer klaren Bedingung gestattet: Die Tiere müssen ein artgerechtes und freies Leben ohne Einschränkungen führen können. Technologischen Fortschritt lehnt die Gemeinschaft nicht pauschal ab, sondern betrachtet ihn kritisch. Es geht darum, dass Technik nicht zum bestimmenden Mittelpunkt des menschlichen Miteinanders wird. Statt sich von den Herausforderungen der Gegenwart lähmen zu lassen, begegnet die Gemeinschaft ihnen mit einer Haltung der positiven Selbstwirksamkeit und dem festen Glauben an eine gestaltbare Zukunft. Solidarische Landwirtschaft und gelebte Praxis Die Versorgung mit frischen Lebensmitteln erfolgt durch einen intensiven Gemüseanbau auf dem eigenen Land. Obwohl ein vollständig autarkes Leben nicht das primäre Ziel ist, wird großer Wert auf regionale und nachhaltige Produktion gelegt. Das Konzept der solidarischen Landwirtschaft bildet hierfür die Grundlage. Bei diesem Modell verpflichten sich die Mitglieder der Gemeinschaft sowie weitere Unterstützer, jährlich die Kosten für den Anbau zu tragen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Gärtner, die gesamte Ernte unter allen Beteiligten zu teilen. Dieser Kreislauf basiert auf gemeinsamem Planen, transparenter Kommunikation und der aktiven Mithilfe aller. Zur Verstärkung des Gärtnerteams werden fortlaufend motivierte Menschen gesucht, ebenso wie handwerklich Begabte, die ihr Wissen einbringen möchten. Ein Ort mit vielfältigen Möglichkeiten Das Gelände der Hofgemeinschaft erstreckt sich inklusive Pachtflächen über eine Gesamtgröße von zehn Hektar. Neben einem Wohnhaus beherbergt das Anwesen einen Blumenladen, Büroräumlichkeiten und Gemeinschaftsbereiche. Die Infrastruktur umfasst mehrere Brunnen, ein eigenes Leitungsnetz, Beregnungsanlagen, ein Kühlhaus und diverse Lagergebäude. Zwei Teiche, ein alter Baumbestand und Windschutzhecken prägen das natürliche Bild des Grundstücks. Seit dem Projektstart im Juni 2020 wurden Teile der Flächen und Einrichtungen für eine Dauer von drei Jahren gepachtet, darunter 2,5 Hektar Land, das Wohnhaus mit Gemeinschaftsräumen sowie anteilig Gewächshäuser, Parkplätze und Bewässerungstechnik. Zukunftspläne und Mitgestaltung Aktuell befindet sich die Gemeinschaft in der konkreten Planungsphase zur Gründung einer Genossenschaft, die voraussichtlich im zweiten Quartal des Jahres 2022 vollzogen werden soll. Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen ist mit einer Mindesteinlage von 5.000 Euro möglich. Für Interessierte am Leben in der Gemeinschaft bieten sich verschiedene Wohnoptionen. Während das zentrale Gemeinschaftshaus derzeit belegt ist, beginnt im Jahr 2023 der Bau von drei bis vier weiteren Wohnungen auf dem Gelände. Alternativ steht die Möglichkeit offen, in einem eigenen Bauwagen auf einem dafür vorgesehenen Platz zu leben. Auch Bauplätze für Tiny Houses sind vorhanden; diese können nach eigenen Vorstellungen und auf eigene Kosten realisiert werden. Die Gemeinschaft sucht stets nach gleichgesinnten, frei denkenden Menschen mit unterschiedlichsten Talenten und Motivationen. Insgesamt ist Platz für bis zu zwanzig Personen, die diesen besonderen Lebensweg aktiv mitgestalten möchten. Wer mehr über die Philosophie und die Möglichkeiten des Zusammenlebens erfahren möchte, erhält auf der offiziellen Webseite der Hofgemeinschaft Nordfriesland weitere Einblicke." data-rvtts-voice="Deutsch Female" data-rvtts-brand-url="https://responsivevoice.org/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by" data-rvtts-brand-label="Powered by ResponsiveVoice"><svg class="rvtts-icon" width="22" height="22" viewBox="0 0 22 22" fill="currentColor" aria-hidden="true" focusable="false"><path fill-rule="evenodd" clip-rule="evenodd" d="M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z"/></svg><span class="responsivevoice-button__label">Listen to this</span></button></br></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der weiten Landschaft Nordfrieslands hat sich eine besondere Form des Zusammenlebens etabliert. Derzeit nennen dreizehn Personen – zehn Erwachsene und drei Kinder – diesen Ort ihr Zuhause. Was sie verbindet, ist der gemeinsame Wunsch nach einem sinnstiftenden und erfüllten Dasein, das im Einklang mit der Natur steht. Im Mittelpunkt ihres Handelns stehen Werte wie Achtsamkeit, gegenseitiges Vertrauen, Aufrichtigkeit und ein respektvoller Umgang miteinander. Dabei wird die individuelle Entfaltung jedes Einzelnen nicht nur toleriert, sondern aktiv gefördert. So kann jede Persönlichkeit ihre spirituelle Haltung frei leben, solange diese nicht missionarisch anderen aufgezwungen wird.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02.jpg" alt="Hofgemeinschaft Nordfriesland" class="wp-image-440" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-640x427.jpg 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-520x347.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-02-740x493.jpg 740w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gemeinschaft ernährt sich überwiegend vegan. Sollte ein Mitglied den Wunsch haben, Tiere zu halten, ist dies unter einer klaren Bedingung gestattet: Die Tiere müssen ein artgerechtes und freies Leben ohne Einschränkungen führen können. Technologischen Fortschritt lehnt die Gemeinschaft nicht pauschal ab, sondern betrachtet ihn kritisch. Es geht darum, dass Technik nicht zum bestimmenden Mittelpunkt des menschlichen Miteinanders wird. Statt sich von den Herausforderungen der Gegenwart lähmen zu lassen, begegnet die Gemeinschaft ihnen mit einer Haltung der positiven Selbstwirksamkeit und dem festen Glauben an eine gestaltbare Zukunft.<span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"></span></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03.jpg" alt="Hofgemeinschaft Nordfriesland" class="wp-image-441" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-640x427.jpg 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-520x347.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-03-740x493.jpg 740w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



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<h4 class="wp-block-heading">Solidarische Landwirtschaft und gelebte Praxis</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Versorgung mit frischen Lebensmitteln erfolgt durch einen intensiven Gemüseanbau auf dem eigenen Land. Obwohl ein vollständig autarkes Leben nicht das primäre Ziel ist, wird großer Wert auf regionale und nachhaltige Produktion gelegt. Das Konzept der solidarischen Landwirtschaft bildet hierfür die Grundlage. Bei diesem Modell verpflichten sich die Mitglieder der Gemeinschaft sowie weitere Unterstützer, jährlich die Kosten für den Anbau zu tragen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Gärtner, die gesamte Ernte unter allen Beteiligten zu teilen. Dieser Kreislauf basiert auf gemeinsamem Planen, transparenter Kommunikation und der aktiven Mithilfe aller. Zur Verstärkung des Gärtnerteams werden fortlaufend motivierte Menschen gesucht, ebenso wie handwerklich Begabte, die ihr Wissen einbringen möchten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter"><img decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04.jpg" alt="Hofgemeinschaft Nordfriesland" class="wp-image-442" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-640x427.jpg 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-520x347.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2022/06/Hofgemeinschaft-Nordfriesland-2021-04-740x493.jpg 740w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Ort mit vielfältigen Möglichkeiten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gelände der Hofgemeinschaft erstreckt sich inklusive Pachtflächen über eine Gesamtgröße von zehn Hektar. Neben einem Wohnhaus beherbergt das Anwesen einen Blumenladen, Büroräumlichkeiten und Gemeinschaftsbereiche. Die Infrastruktur umfasst mehrere Brunnen, ein eigenes Leitungsnetz, Beregnungsanlagen, ein Kühlhaus und diverse Lagergebäude. Zwei Teiche, ein alter Baumbestand und Windschutzhecken prägen das natürliche Bild des Grundstücks. Seit dem Projektstart im Juni 2020 wurden Teile der Flächen und Einrichtungen für eine Dauer von drei Jahren gepachtet, darunter 2,5 Hektar Land, das Wohnhaus mit Gemeinschaftsräumen sowie anteilig Gewächshäuser, Parkplätze und Bewässerungstechnik.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zukunftspläne und Mitgestaltung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell befindet sich die Gemeinschaft in der konkreten Planungsphase zur Gründung einer Genossenschaft, die voraussichtlich im zweiten Quartal des Jahres 2022 vollzogen werden soll. Der Erwerb von Genossenschaftsanteilen ist mit einer Mindesteinlage von 5.000 Euro möglich. Für Interessierte am Leben in der Gemeinschaft bieten sich verschiedene Wohnoptionen. Während das zentrale Gemeinschaftshaus derzeit belegt ist, beginnt im Jahr 2023 der Bau von drei bis vier weiteren Wohnungen auf dem Gelände. Alternativ steht die Möglichkeit offen, in einem eigenen Bauwagen auf einem dafür vorgesehenen Platz zu leben. Auch Bauplätze für Tiny Houses sind vorhanden; diese können nach eigenen Vorstellungen und auf eigene Kosten realisiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gemeinschaft sucht stets nach gleichgesinnten, frei denkenden Menschen mit unterschiedlichsten Talenten und Motivationen. Insgesamt ist Platz für bis zu zwanzig Personen, die diesen besonderen Lebensweg aktiv mitgestalten möchten. Wer mehr über die Philosophie und die Möglichkeiten des Zusammenlebens erfahren möchte, erhält auf der offiziellen <a href="https://www.hofgemeinschaft-in-nordfriesland.de" target="_blank" aria-label="Webseite der Hofgemeinschaft Nordfriesland (opens in a new tab)" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Webseite der Hofgemeinschaft Nordfriesland</a> weitere Einblicke.<span style="font-family: tahoma, arial, helvetica, sans-serif; font-size: 14pt;"></span></p>
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		<title>Leben und Wirken auf Schloss Tonndorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2021 15:02:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[ Hoch über den Laubmischwäldern des Thüringer Waldes thront Schloss Tonndorf, ein Ort, an dem Vergangenheit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><button class="responsivevoice-button" type="button" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech" data-rvtts-action="speak" data-rvtts-text=" Hoch über den Laubmischwäldern des Thüringer Waldes thront Schloss Tonndorf, ein Ort, an dem Vergangenheit und Zukunft eine einzigartige Verbindung eingehen. Hier hat sich eine Gemeinschaft von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Altersgruppen zusammengefunden, um das historische Anwesen gemeinschaftlich zu sanieren und mit Leben zu füllen. Das Projekt wird getragen von der Idee, ein Miteinander zu gestalten, das auf gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung basiert. Ein Zuhause für Generationen und Ideen Das Gelände erstreckt sich über 15 Hektar Land und umfasst neben dem eindrucksvollen 40 Meter hohen Burgfried ein Vorwerk sowie verschiedene Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Was diese Gemeinschaft besonders macht, ist ihre bunte Mischung. Von den Jüngsten bis zu Menschen im sechzigsten Lebensjahr finden hier alle einen Platz. Die beruflichen Hintergründe sind ebenso vielfältig wie praktisch: Expertise in ökologischer Landwirtschaft, Imkerei, traditionellem Handwerk wie Lehmbau, Schlosserei oder Zimmerei trifft auf Kenntnisse in Therapie, Pädagogik, Architektur und Geburtshilfe. Diese Bandbreite an Fähigkeiten ist die treibende Kraft hinter der Sanierung und dem täglichen Leben auf dem Schloss. Gemeinschaftlich wachsen und voneinander lernen Geprägt wird das Zusammenleben von einem respektvollen Umgang miteinander, der Raum für persönliche Entwicklung lässt. Die wirtschaftlichen und biografischen Unterschiede der Bewohnenden werden nicht als Trennung, sondern als Bereicherung verstanden. Im Alltag unterstützt man sich gegenseitig, was eine Atmosphäre der Verbundenheit und des Vertrauens schafft. Dieser Geist spiegelt sich auch in den angebotenen Aktivitäten wider, die von Yoga und Gewaltfreier Kommunikation bis hin zu künstlerischen Darbietungen wie Feuershows und Musik reichen. Ein natürlicher Raum für Kinder Die Jüngsten der Gemeinschaft erleben eine Kindheit in enger Verbindung mit der Natur. Ein eigener Waldkindergarten bietet ihnen Raum zum Entdecken und Spielen. Die Kinder werden in ihrer gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und im Hier und Jetzt begleitet. Ältere Bewohner leben den Kleinen einen achtsamen Umgang mit der Umwelt vor. Rituale geben dem Tag Struktur, und die Feste im Jahreskreis, die gemeinsam begangen werden, vermitteln ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit den natürlichen Rhythmen der Welt. Kunst, Kultur und Denkmalschutz unter einem Dach Getragen wird das Projekt von einem gemeinnützigen Verein, der es ermöglicht, verschiedene Initiativen zu realisieren. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum. Gleichzeitig stehen die umfangreichen denkmalpflegerischen Aufgaben im Mittelpunkt der Arbeit, um das historische Erbe des Schlosses für die Nachwelt zu bewahren. Ein bedeutendes Angebot ist das freiwillige ökologische Jahr, das Jugendlichen die Möglichkeit gibt, für zwölf Monate Teil der Gemeinschaft zu werden. Sie gewinnen dabei Einblicke in eine nachhaltige Lebensweise und können verschiedene Berufsfelder praktisch kennenlernen. Das Schloss aktiv unterstützen Für Interessierte, die sich von diesem Lebensmodell angesprochen fühlen, bietet die Gemeinschaft die Möglichkeit, im Rahmen von Schnupperwochen einen Einblick zu erhalten. Konkrete Termine hierfür sind auf der Webseite des Schlosses veröffentlicht. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies auf vielfältige Weise tun: durch Zeitspenden, die Ausrichtung von Seminaren vor Ort, Sachspenden, eine Fördermitgliedschaft oder auch finanzielle Zuwendungen. Eine besondere Aktion ist die Dachziegelaktion. Da die Instandhaltung eines denkmalgeschützten Schlosses immense Kosten verursacht, kann man für eine Spende von mindestens 20 Euro einen Dachziegel persönlich signieren lassen. Dieser wird anschließend graviert und findet seinen Platz auf dem Dach des Schlosses – ein bleibendes Zeichen der Unterstützung für ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Internetpräsenz von Schloss Tonndorf. Foto: Gemeinschaft Schloß Tonndorf" data-rvtts-voice="Deutsch Female" data-rvtts-brand-url="https://responsivevoice.org/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by" data-rvtts-brand-label="Powered by ResponsiveVoice"><svg class="rvtts-icon" width="22" height="22" viewBox="0 0 22 22" fill="currentColor" aria-hidden="true" focusable="false"><path fill-rule="evenodd" clip-rule="evenodd" d="M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z"/></svg><span class="responsivevoice-button__label">Listen to this</span></button></br></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Hoch über den Laubmischwäldern des Thüringer Waldes thront Schloss Tonndorf, ein Ort, an dem Vergangenheit und Zukunft eine einzigartige Verbindung eingehen. Hier hat sich eine Gemeinschaft von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Altersgruppen zusammengefunden, um das historische Anwesen gemeinschaftlich zu sanieren und mit Leben zu füllen. Das Projekt wird getragen von der Idee, ein Miteinander zu gestalten, das auf gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung basiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Zuhause für Generationen und Ideen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gelände erstreckt sich über 15 Hektar Land und umfasst neben dem eindrucksvollen 40 Meter hohen Burgfried ein Vorwerk sowie verschiedene Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Was diese Gemeinschaft besonders macht, ist ihre bunte Mischung. Von den Jüngsten bis zu Menschen im sechzigsten Lebensjahr finden hier alle einen Platz. Die beruflichen Hintergründe sind ebenso vielfältig wie praktisch: Expertise in ökologischer Landwirtschaft, Imkerei, traditionellem Handwerk wie Lehmbau, Schlosserei oder Zimmerei trifft auf Kenntnisse in Therapie, Pädagogik, Architektur und Geburtshilfe. Diese Bandbreite an Fähigkeiten ist die treibende Kraft hinter der Sanierung und dem täglichen Leben auf dem Schloss.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gemeinschaftlich wachsen und voneinander lernen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Geprägt wird das Zusammenleben von einem respektvollen Umgang miteinander, der Raum für persönliche Entwicklung lässt. Die wirtschaftlichen und biografischen Unterschiede der Bewohnenden werden nicht als Trennung, sondern als Bereicherung verstanden. Im Alltag unterstützt man sich gegenseitig, was eine Atmosphäre der Verbundenheit und des Vertrauens schafft. Dieser Geist spiegelt sich auch in den angebotenen Aktivitäten wider, die von Yoga und Gewaltfreier Kommunikation bis hin zu künstlerischen Darbietungen wie Feuershows und Musik reichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein natürlicher Raum für Kinder</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jüngsten der Gemeinschaft erleben eine Kindheit in enger Verbindung mit der Natur. Ein eigener Waldkindergarten bietet ihnen Raum zum Entdecken und Spielen. Die Kinder werden in ihrer gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und im Hier und Jetzt begleitet. Ältere Bewohner leben den Kleinen einen achtsamen Umgang mit der Umwelt vor. Rituale geben dem Tag Struktur, und die Feste im Jahreskreis, die gemeinsam begangen werden, vermitteln ein tiefes Gefühl der Verbundenheit mit den natürlichen Rhythmen der Welt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kunst, Kultur und Denkmalschutz unter einem Dach</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Getragen wird das Projekt von einem gemeinnützigen Verein, der es ermöglicht, verschiedene Initiativen zu realisieren. Ein besonderes Anliegen ist die Förderung von Kunst und Kultur im ländlichen Raum. Gleichzeitig stehen die umfangreichen denkmalpflegerischen Aufgaben im Mittelpunkt der Arbeit, um das historische Erbe des Schlosses für die Nachwelt zu bewahren. Ein bedeutendes Angebot ist das freiwillige ökologische Jahr, das Jugendlichen die Möglichkeit gibt, für zwölf Monate Teil der Gemeinschaft zu werden. Sie gewinnen dabei Einblicke in eine nachhaltige Lebensweise und können verschiedene Berufsfelder praktisch kennenlernen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Schloss aktiv unterstützen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Interessierte, die sich von diesem Lebensmodell angesprochen fühlen, bietet die Gemeinschaft die Möglichkeit, im Rahmen von Schnupperwochen einen Einblick zu erhalten. Konkrete Termine hierfür sind auf der Webseite des Schlosses veröffentlicht. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies auf vielfältige Weise tun: durch Zeitspenden, die Ausrichtung von Seminaren vor Ort, Sachspenden, eine Fördermitgliedschaft oder auch finanzielle Zuwendungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Aktion ist die Dachziegelaktion. Da die Instandhaltung eines denkmalgeschützten Schlosses immense Kosten verursacht, kann man für eine Spende von mindestens 20 Euro einen Dachziegel persönlich signieren lassen. Dieser wird anschließend graviert und findet seinen Platz auf dem Dach des Schlosses – ein bleibendes Zeichen der Unterstützung für ein einzigartiges Gemeinschaftsprojekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen <a aria-label="Internetpräsenz von Schloss Tonndorf (opens in a new tab)" href="https://www.schloss-tonndorf.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Internetpräsenz von Schloss Tonndorf</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Foto: Gemeinschaft  Schloß Tonndorf</p>
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		<title>Die Vision von Sulzbrunn: Ein Zuhause für neues Miteinander im Allgäu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Unser neues Wir]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2021 14:49:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hoch oben im Allgäu, in der malerischen Landschaft von Sulzberg, entsteht etwas Besonderes. Zwischen sanften]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><button class="responsivevoice-button" type="button" title="ResponsiveVoice Tap to Start/Stop Speech" data-rvtts-action="speak" data-rvtts-text="Hoch oben im Allgäu, in der malerischen Landschaft von Sulzberg, entsteht etwas Besonderes. Zwischen sanften Hügeln und weiten Wiesen hat sich eine Gruppe von Menschen niedergelassen, die mehr vom Leben will als den gewohnten Trott. Sie nennen sich Gemeinschaft Sulzbrunn, und ihr Projekt ist ein lebendiges Experiment. Hier leben Menschen jeden Alters, vom Neugeborenen bis zum rüstigen Rentner, Tür an Tür. Ihr Antrieb ist weder eine politische Ideologie noch ein religiöses Dogma. Was sie eint, ist eine tiefe Überzeugung: Dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind und dass ein erfülltes Leben im respektvollen Miteinander mit Menschen und Natur beginnt. Ihr Vorhaben ist konkret und handfest. Sie bauen nicht nur Häuser, sondern erproben zukunftsfähige Lebensmodelle. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen jeder Einzelne seine ganz persönlichen Talente und Fähigkeiten entdecken und entfalten kann. Dieser Ort soll ein Nährboden sein für Kreativität und persönliches Wachstum, immer mit dem Grundsatz der Achtsamkeit – sich selbst, den anderen und der Umwelt gegenüber. Das stabile Fundament: Drei Säulen tragen das Projekt Damit diese Vision dauerhaft und unabhängig gedeihen kann, hat die Gemeinschaft ein cleveres und nachhaltiges Fundament geschaffen. Sulzbrunn ruht auf drei eigenständigen Säulen, die das Projekt finanziell und rechtlich absichern und es gleichzeitig dem Spekulationsmarkt entziehen. Die Basis bildet der Stiftungsfonds Sulzbrunn. Ihm gehören der Grund und Boden. Diese Konstruktion ist ein genialer Schachzug, denn sie stellt sicher, dass das Land für immer gemeinnützigen Zwecken gewidmet bleibt. Es kann nicht verkauft oder gewinnorientiert verwertet werden und bildet so die unveräußerliche Heimat der Gemeinschaft. Darauf aufbauend agiert die Gemeinschaft Sulzbrunn eG, eine eingetragene Genossenschaft. Sie hat die Immobilien vom Stiftungsfonds in Erbpacht übernommen und bewirtschaftet sie. Die Genossenschaftsmitglieder sind diejenigen, die hier aktiv leben und wirtschaften. Sie halten die Gebäude in Schuss, organisieren den Alltag und tragen die operative Verantwortung. Die dritte Säule, der Förderverein Sulzbrunn e.V., kümmert sich um die ideelle und kulturelle Seite. Als gemeinnütziger Verein ist er der Motor für Bildungs- und Kulturprojekte vor Ort. Durch ihn fließen Fördermittel und Spenden, die es ermöglichen, Seminare, Kurse und Veranstaltungen anzubieten, die den Gedanken eines ganzheitlichen Lebens in die weitere Region tragen. Die Kunst der gemeinsamen Entscheidung: Soziokratie statt Mehrheitswahl Das Herzstück des Zusammenlebens schlägt in der Art und Weise, wie die Gemeinschaft ihre Entscheidungen trifft. Statt auf schnelle Mehrheitsbeschlüsse setzt Sulzbrunn voll auf das Prinzip der Soziokratie und den Konsent. Das klingt zunächst nach Bürokratie, ist in der Praxis aber eine sehr menschliche und tief demokratische Methode. In regelmäßigen Treffen der verschiedenen Arbeitskreise – ob für Garten, Finanzen oder Gebäude – wird jeder Vorschlag so lange besprochen, bis keine schwerwiegenden, sachlichen Einwände mehr bestehen. Es geht nicht darum, dass jeder begeistert ist, sondern dass alle den Beschluss mittragen können. Ein ungelöster, ernsthafter Einwand eines einzelnen Mitglieds reicht aus, um einen Prozess zu stoppen. Dann wird weiter diskutiert, der Vorschlag wird verbessert und angepasst, bis eine Lösung gefunden ist, die für die gesamte Gemeinschaft tragfähig ist. Dieser Weg ist ohne Frage anspruchsvoll und zeitaufwändiger als ein simples Handheben. Doch die Gemeinschaft ist überzeugt, dass sich diese Mühe lohnt. Sie führt zu durchdachteren, von allen getragenen Entscheidungen und stärkt das Wir-Gefühl. Konflikte werden nicht unter den Teppich gekehrt, sondern offen und im gegenseitigen Respekt angesprochen. Das Leben in der Gemeinschaft wird so aktiv als Übungsfeld für die persönliche Weiterentwicklung genutzt. Vom Garten auf den Tisch: Ein Leben im Einklang mit der Natur Das Streben nach Nachhaltigkeit und Autarkie ist kein theoretisches Konzept in Sulzbrunn, es wird täglich gelebt und umgesetzt. Die Gestaltung des gesamten Geländes folgt den intelligenten Prinzipien der Permakultur, die von natürlichen Kreisläufen und Ökosystemen lernt. Im Garten wächst schon jetzt eine beachtliche Vielfalt an Gemüse und Kräutern, die direkt in die gemeinsame Küche wandert. Ein zentrales Ziel ist die deutliche Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Dazu gehören ganz praktische Maßnahmen wie die energetische Sanierung der bestehenden Gebäude, die Umstellung der veralteten Ölheizung auf eine moderne, nachhaltige Holzheizung und die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen. Carsharing wird hier nicht als Verzicht, sondern als Gewinn an Gemeinschaft und Freiheit von überflüssigem Besitz verstanden. Ein Ort der Begegnung und des Lernens Über die Grenzen der Gemeinschaft hinaus wirkt das Seminarhaus von Sulzbrunn. Es öffnet die Türen für Gäste und Interessierte und bietet einen Raum für Themen, die den Geist des Ortes widerspiegeln: Persönlichkeitsentwicklung, die Kunst, Gemeinschaft zu bilden, Achtsamkeit und gesunde Lebensführung. In Workshops und Seminaren kann hier jeder in die Ideen von Sulzbrunn eintauchen und Inspiration für das eigene Leben mitnehmen. Letztlich dreht sich in Sulzbrunn alles um Gesundheit im ganzheitlichen Sinn – um das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele, eingebettet in ein tragfähiges soziales Netzwerk. Wer neugierig geworden ist auf diese einzigartige Mischung aus praktischem Leben und großer Vision, der ist eingeladen, mehr über dieses besondere Projekt im Allgäu zu erfahren. 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<p class="wp-block-paragraph">Hoch oben im Allgäu, in der malerischen Landschaft von Sulzberg, entsteht etwas Besonderes. Zwischen sanften Hügeln und weiten Wiesen hat sich eine Gruppe von Menschen niedergelassen, die mehr vom Leben will als den gewohnten Trott. Sie nennen sich Gemeinschaft Sulzbrunn, und ihr Projekt ist ein lebendiges Experiment. Hier leben Menschen jeden Alters, vom Neugeborenen bis zum rüstigen Rentner, Tür an Tür. Ihr Antrieb ist weder eine politische Ideologie noch ein religiöses Dogma. Was sie eint, ist eine tiefe Überzeugung: Dass wir alle Teil eines großen Ganzen sind und dass ein erfülltes Leben im respektvollen Miteinander mit Menschen und Natur beginnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Vorhaben ist konkret und handfest. Sie bauen nicht nur Häuser, sondern erproben zukunftsfähige Lebensmodelle. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen jeder Einzelne seine ganz persönlichen Talente und Fähigkeiten entdecken und entfalten kann. Dieser Ort soll ein Nährboden sein für Kreativität und persönliches Wachstum, immer mit dem Grundsatz der Achtsamkeit – sich selbst, den anderen und der Umwelt gegenüber.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das stabile Fundament: Drei Säulen tragen das Projekt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Damit diese Vision dauerhaft und unabhängig gedeihen kann, hat die Gemeinschaft ein cleveres und nachhaltiges Fundament geschaffen. Sulzbrunn ruht auf drei eigenständigen Säulen, die das Projekt finanziell und rechtlich absichern und es gleichzeitig dem Spekulationsmarkt entziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Basis bildet der&nbsp;<strong>Stiftungsfonds Sulzbrunn</strong>. Ihm gehören der Grund und Boden. Diese Konstruktion ist ein genialer Schachzug, denn sie stellt sicher, dass das Land für immer gemeinnützigen Zwecken gewidmet bleibt. Es kann nicht verkauft oder gewinnorientiert verwertet werden und bildet so die unveräußerliche Heimat der Gemeinschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend agiert die&nbsp;<strong>Gemeinschaft Sulzbrunn eG</strong>, eine eingetragene Genossenschaft. Sie hat die Immobilien vom Stiftungsfonds in Erbpacht übernommen und bewirtschaftet sie. Die Genossenschaftsmitglieder sind diejenigen, die hier aktiv leben und wirtschaften. Sie halten die Gebäude in Schuss, organisieren den Alltag und tragen die operative Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dritte Säule, der&nbsp;<strong>Förderverein Sulzbrunn e.V.</strong>, kümmert sich um die ideelle und kulturelle Seite. Als gemeinnütziger Verein ist er der Motor für Bildungs- und Kulturprojekte vor Ort. Durch ihn fließen Fördermittel und Spenden, die es ermöglichen, Seminare, Kurse und Veranstaltungen anzubieten, die den Gedanken eines ganzheitlichen Lebens in die weitere Region tragen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1280" src="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01.jpg" alt="Gemeinschaft Sulzbrunn" class="wp-image-593" srcset="https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01.jpg 1920w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-600x400.jpg 600w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-300x200.jpg 300w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-1024x683.jpg 1024w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-768x512.jpg 768w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-1536x1024.jpg 1536w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-640x427.jpg 640w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-390x260.jpg 390w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-520x347.jpg 520w, https://www.unserneueswir.de/wp-content/uploads/2021/11/Gemeinschaft-Sulzbrunn-2022-01-740x493.jpg 740w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Die Kunst der gemeinsamen Entscheidung: Soziokratie statt Mehrheitswahl</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Herzstück des Zusammenlebens schlägt in der Art und Weise, wie die Gemeinschaft ihre Entscheidungen trifft. Statt auf schnelle Mehrheitsbeschlüsse setzt Sulzbrunn voll auf das Prinzip der Soziokratie und den Konsent. Das klingt zunächst nach Bürokratie, ist in der Praxis aber eine sehr menschliche und tief demokratische Methode.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In regelmäßigen Treffen der verschiedenen Arbeitskreise – ob für Garten, Finanzen oder Gebäude – wird jeder Vorschlag so lange besprochen, bis keine schwerwiegenden, sachlichen Einwände mehr bestehen. Es geht nicht darum, dass jeder begeistert ist, sondern dass alle den Beschluss mittragen können. Ein ungelöster, ernsthafter Einwand eines einzelnen Mitglieds reicht aus, um einen Prozess zu stoppen. Dann wird weiter diskutiert, der Vorschlag wird verbessert und angepasst, bis eine Lösung gefunden ist, die für die gesamte Gemeinschaft tragfähig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Weg ist ohne Frage anspruchsvoll und zeitaufwändiger als ein simples Handheben. Doch die Gemeinschaft ist überzeugt, dass sich diese Mühe lohnt. Sie führt zu durchdachteren, von allen getragenen Entscheidungen und stärkt das Wir-Gefühl. Konflikte werden nicht unter den Teppich gekehrt, sondern offen und im gegenseitigen Respekt angesprochen. Das Leben in der Gemeinschaft wird so aktiv als Übungsfeld für die persönliche Weiterentwicklung genutzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vom Garten auf den Tisch: Ein Leben im Einklang mit der Natur</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Streben nach Nachhaltigkeit und Autarkie ist kein theoretisches Konzept in Sulzbrunn, es wird täglich gelebt und umgesetzt. Die Gestaltung des gesamten Geländes folgt den intelligenten Prinzipien der Permakultur, die von natürlichen Kreisläufen und Ökosystemen lernt. Im Garten wächst schon jetzt eine beachtliche Vielfalt an Gemüse und Kräutern, die direkt in die gemeinsame Küche wandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Ziel ist die deutliche Verringerung des ökologischen Fußabdrucks. Dazu gehören ganz praktische Maßnahmen wie die energetische Sanierung der bestehenden Gebäude, die Umstellung der veralteten Ölheizung auf eine moderne, nachhaltige Holzheizung und die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen. Carsharing wird hier nicht als Verzicht, sondern als Gewinn an Gemeinschaft und Freiheit von überflüssigem Besitz verstanden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Ort der Begegnung und des Lernens</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Grenzen der Gemeinschaft hinaus wirkt das Seminarhaus von Sulzbrunn. Es öffnet die Türen für Gäste und Interessierte und bietet einen Raum für Themen, die den Geist des Ortes widerspiegeln: Persönlichkeitsentwicklung, die Kunst, Gemeinschaft zu bilden, Achtsamkeit und gesunde Lebensführung. In Workshops und Seminaren kann hier jeder in die Ideen von Sulzbrunn eintauchen und Inspiration für das eigene Leben mitnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich dreht sich in Sulzbrunn alles um Gesundheit im ganzheitlichen Sinn – um das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele, eingebettet in ein tragfähiges soziales Netzwerk. Wer neugierig geworden ist auf diese einzigartige Mischung aus praktischem Leben und großer Vision, der ist eingeladen, mehr über dieses besondere Projekt im Allgäu zu erfahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a aria-label="Hier geht zur Internetseite der Gemeinschaft  Sulzbrunn. (opens in a new tab)" href="https://www.gemeinschaft-sulzbrunn.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="ek-link">Hier geht es zur Internetseite der Gemeinschaft  Sulzbrunn.</a></p>
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